Putzfimmel

Nein, nicht ich, Gott bewahre! Auch nicht die Putzfrau. Die hat mich heute ausnahmsweise mit schmutzigen Fussböden sitzen lassen, weil die Kinderzimmer mal eine gründliche Putzaktion nötig hatten. Nein, den FeuerwehrRitterRömerPiraten hat’s erwischt. Zuerst kam der verstopfte Ablauf dran, dann die Balkontür, die Küchenfenster, schliesslich auch noch die Fenster im Erker und dann, als ich gerade anfangen wollte, stolz zu sein auf meinen fleissigen Kindergärtner, kam der Riemenboden dran: Mit sehr viel Fensterputzmittel und noch mehr Haushaltpapier. Okay, dann eben kein mütterlicher Stolz.

Dumm nur, dass die missratene Fussboden-Putzaktion dem Eifer des FeuerwehrRitterRömerPiraten keinen Abbruch tat: Heute Abend, kaum war ich im Begriffe, nach einem ermüdenden Montag endlich zusammenzubrechen, kam das obere Bad an die Reihe. Ich weiss nicht so genau, was der Junge da gemacht hat, aber der erbärmliche Gestank und der ziemlich nasse Fussboden lassen mich Schlimmes ahnen. Eigentlich hätte ich ja gerne lauthals schimpfen wollen, aber da mir Luise versicherte, dass das Bad gerade noch viel schlimmer ausgesehen hätte und dass der FeuerwehrRitterRömerPirat die schlimmsten Spuren bereits beseitigt hätte, beschloss ich, es für einmal bei einen sehr tiefen Seufzer bleiben zu lassen.

Ich hoffe dann mal, dass unser Dritter seinen Putzfimmel über Nacht auskuriert. Man munkelt ja, zu viel Reinlichkeit sei ungesund für mütterliche Nerven.