Wie man’s nimmt…

Es tobt einmal mehr ein wüster Kampf um die grundlegendsten Grundlagen des aufgeräumten Kinderzimmers und weder „Meiner“ noch ich sind gewillt, von unseren minimalen Forderungen – Schmutzwäsche gehört nicht zurück in den Schrank und Matratzen werden nicht mutwillig zerstört – abzuweichen. 

Luise gerät in Rage, weil ich die Waschmaschine nicht daran gehindert habe, ihr Lieblingsshirt zu ruinieren.

Das Prinzchen und der FeuerwehrRitterRömerPirat geraten sich in die Haare, weil keiner beim Mühlespiel verlieren mag, wollen aber trotzdem eins uns andere Mal gegeneinander antreten.

Sie plündern heimlich den Glace-Vorrat und geben sich empört, wenn wir sie deswegen zur Rede stellen.

Immer dann, wenn „Meiner“ und ich den Feierabend einläuten möchten, lassen Karlsson und Luise noch einmal richtig Dampf ab. Auch der FeuerwehrRitterRömerPirat und der Zoowärter geben am späten Abend regelmässig noch einmal tüchtig Gas. 

Der Zoowärter zieht sich eine Blessur nach der anderen zu und zeigt sie uns erst, wenn die Sache schon so wüst aussieht, dass man sich schon fast Sorgen macht. 

Irgend einer – man wird wohl nie erfahren, wer es war – kippt sich den ganzen Eistee, den sich „Meiner“ für seine Schulreise gekauft hat, hinter die Binden.

Kurz, sie fordern uns mal wieder mit vielen kleinen Widrigkeiten, auf die wir ganz gerne verzichten würden.  Man könnte sich darüber ärgern, weil wir nach dem Stress der vergangenen Wochen nun wahrlich eine Pause verdient hätten. Man könnte es aber auch positiv sehen und sagen, sie würden eben spüren, dass die Anspannung der letzten Zeit verflogen ist, weshalb wir sie wieder nehmen mögen, wie sie sind, mit all ihren Stärken und Schwächen. 

Ich weiss nicht so recht, ob ich reif genug bin für die positive Sicht der Dinge.