Bahnhof Aarau. Der Baustellenlärm ist unerträglich, immer wieder rasen Züge vorbei und die Kinder wollen tausend Fragen beantwortet haben. Auf dem gegenüberliegenden Perron sitzt der Französischlehrer aus längst vergangenen Zeiten. Wäre eigentlich schön, sich ein wenig zu unterhalten. Aber wie denn? Schliesslich ist es "défendu d' attraverser les voies", wie es so schön heisst.
Aber wozu hat man denn Hände, wenn nicht zum Reden? Ein paar wenige Handzeichen und schon wissen wir, dass er und seine Frau für drei Tage in die Ostschweiz reisen. Wenn wir richtig verstanden haben, gehen sie dort wandern. Er hingegen weiss, dass wir müde sind, weil wir fünf Kinder haben. Dass er uns für ziemlich verrückt hält, sagt er nicht mit den Händen. Für solche Botschaften benützt man die Augen.