Ferien

Ferien. Zum ersten Mal seit bald acht Jahren sechs Tage ohne Kinder. Alles ist perfekt organisiert. Die Kinderbetretreuung topmotiviert, der Kühlschrank voll mit lauter ungesundem Esssen, die Taschen gepackt, die Kinder gesund. Der Abschied fällt leichter als erwartet und so kann man endlich alles mal hinter sich lassen und sich erholen.

Nach kurzer Fahrt Ankunft im Hotel, einem Familienhotel, denn ein kalter Entzug wäre vielleicht doch etwas viel. Alles läuft reibungslos, das Zimmer ist perfekt. Endlich einmal Zeit, das zu tun, was man schon lange wollte: Krank sein! Das Gepäck ist noch nicht ausgepackt, da beginnt man zu frösteln, nach dem ersten Rundgang durchs Hotel schmerzen sämtliche Glieder, eine halbe Stunde später liegt man im Bett, die Decke weit über die Ohren gezogen.

Am nächsten Tag mit heiserer Stimme der erste Anruf zu Hause. Die Tochter hat Fieber, leidet an Heimweh, der Zweitjüngste macht auch schon an einer Erkältung herum und der Jüngste will nicht essen. Nur der Älteste ist zufrieden. Er durfte Jakobsmuscheln essen. Die Fertigmenus vergammeln derweil im Kühlschrank.

War es wirklich richtig, zu verreisen? Soll man nicht besser nach Hause gehen? Leiden die Kinder nicht zu sehr? Die Fragen beantworten sich von selbst: Wir sind eingeschneit. Und das im April.

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