Dieser wundervolle Tag hat damit begonnen, das Luise pünktlich um sechs Uhr zu schreien begann, weil sie sich vor Räubern fürchtete. Worauf die pädagogisch versierte Mama nichts Besseres zu sagen wusste als: „Meine liebe Luise. Es ist sechs Uhr früh. Räuber kommen nur nachts. Du brauchst dir also keine Sorgen zu machen.“
Der wundervolle Tag ging weiter mit einer seeeeehr vollen Windel des Prinzchens. Um den zaghaften Anstieg der Geburtenrate nicht zu gefährden, verzichte ich an dieser Stelle auf weitere Details.
Als Nächstes folgte eine Auseinandersetzung mit dem FeuerwehrRitterRömerPiraten, der sich zwar unbändig auf den Kindergarten freute, diese Freude aber ausdrückte, indem er sich weigerte, die Schuhe anzuziehen und sich in der Vorratskammer versteckte.
Nächster Höhepunkt war der Start meines sechsten Jahres im Muki-Turnen, diesmal mit dem Zoowärter. Muki-Turnen finde ich eine tolle Sache, nur nicht unbedingt mit mir. In einer Turnhalle fühle ich mich ähnlich fehl am Platz wie Roger Köppel sich bei einer Hausbesetzung fühlen dürfte. Und Turnkleider passen zu mir etwa so gut, wie eine Burka zu Madonna. Wobei man bei Madonna nie wissen kann, welchem Spleen sie als nächstes verfällt.
Um die Spannung über Mittag aufrecht zu halten, kam der FeuerwehrRitterRömerPirat zu spät nach Hause, so dass ich Luise und ihre Freundin auf die Suche nach ihm schickte. Inzwischen tauchte der Gesuchte auf, die Mädchen blieben verschwunden, die Spaghetti dampften auf dem Tisch. Wunderbar. Da ich ahnte, dass der Tag noch schöner werden würde, stellte ich schon mal das Pepsi kalt. Damit ich abends meine Frust im Koffein ertränken könnte, sollte es denn nötig sein.
Ein weiteres Highlight waren die anderthalb Stunden, in denen ich acht Kinder alleine betreute, während „Meiner“ im Malkeller war. Zickenkrieg zwischen Luise und ihren Freundinnen, ein überdrehter Karlsson, ein Zoowärter, der Kalrssons Puzzleteilchen zerkaute, ein Prinzchen, das bei all dem Radau den Schlaf nicht fand, ein FeurwehrRitterRömerPirat, der sich sein Gesicht voll mit schwarzer Farbe geschmiert hatte. Und so ganz nebenbei haben wir mit Karlssons Freund ein 200-teiliges Puzzle fertiggestellt.
Um das Ganze abzurunden, durften wir vor der Schlafenszeit noch mit jedem Kind ausdiskutieren, weshalb sie jetzt unbedingt schlafen müssen, auch wenn das Bett auf der falschen Seite des Zimmers steht (FeuerwehrRitterRömerPirat), der kleine Bruder alle Stofftiere geklaut hat (Karlsson), die Grossmama unbedingt noch die wichtigsten News des Tages erfahren muss (Luise) und die Mama eine dumme Kuh ist (Zoowärter).
Um diesem wunderbaren Tag das Sahnehäubchen aufzusetzen, stellte ich abends um zwanzig nach acht fest, dass die Waschmaschine defekt ist.
Zum Glück hatte ich das Pepsi rechtzeitig kalt gestellt!

Genau, so wie das Hausfrauenleben eben ist. Immer Zeit zum Kaffeetrinken, Fingernägel lackieren und Zeitschriften lesen… 😉
Das nennt man dann wohl einen „schönen gemütlichen Tag ohne irgendwelche anstrengenden Extraarbeiten“ 🙂
Ich hoffe Pepsi weiss seine beste Kundin zu schätzen….
Hoffen wir das Beste! Aber die Pepsi-Flasche ist ja noch nicht leer…
Liebe „dumme Kuh“,
zum Glück gibt es solche kleinen Trösterli (in meinem Fall die feinen schwarzen Branchli, aber die grossen von der Coop Tankstelle 😉 ).
Ich wünsche eine ruhige Nacht (ohne Räuber), einen besseren Morgen und einen schnellen Reparaturdienst!