Der Zoowärter möchte seinen Zoo erweitern. Momentan hat er ein Auge auf Winnie the Pooh geworfen. Die Rasse scheint mir zwar nicht gerade vom Aussterben bedroht zu sein und mich dünkt auch, sie sei fast noch häufiger anzutreffen als die gewöhnliche Hauskatze, doch der Zoowärter findet dennoch, Winnie dürfe in seiner Sammlung auf gar keinen Fall fehlen. Da ich meinem kleinen Tierfreund gerne einen Wunsch erfüllen möchte, gleichzeitig aber auch sein Wille zum Trockenwerden erlahmt ist, kaum hatten wir ihn soweit, dass wir ihn ohne Windeln aus dem Haus schicken konnten, habe ich beschlossen, ihn seine nächste Anschaffung erarbeiten zu lassen. Für zwanzig mal Töfpchen gibt es den heiss ersehnten Winnie the Pooh. Als Bonus sozusagen. Ist ja heutzutage wieder chic.
Nun, wie so Viele in unserem Land, scheint auch der Zoowärter den Sinn des Bonussystems noch nicht ganz verstanden zu haben. Er setzt jetzt der Reihe nach ein Stofftier nach dem andern aufs Töpfchen, macht sich selber die Windel voll und fragt, wann er denn endlich seinen Winnie-Bonus bekomme. Wie man sieht, hat er zwar nicht verstanden, was man leisten muss, um einen Bonus zu erhalten, will aber dennoch nicht darauf verzichten. Kommt einem doch irgendwie bekannt vor…

Oh ja, weit überlegen. Und ich hatte geglaubt, beim vierten Mal „Potty-Training“ liesse ich mich nicht mehr so leicht reinlegen…
Vielleicht mache ich es den Kindern einfach nach: Ab jetzt wird alles delegiert, was mir keinen Spass macht. Mal schauen, wer blöd genug ist, für mich das Wascehn, Putzen, Aufräumen, Zurechtweisen, Bettenmachen, etc. zu übernehmen…
*laut los lache*
Hach, kommt mir das bekannt vor!
Mit ihrer Kreativität sind uns die Kinder einfach überlegen 😉
Da zeigen sich ja schon früh Führungsqualitäten beim Zoowärter. Merke: „Warum selbst machen was auch delegiert werden kann?“
Zu dumm dass Eltern auch bei den unmöglichsten Gelegenheiten (Hausaufgaben, Abwasch etc…) auf „Selbermachen“ bestehen müssen. 😀