Sommerfaulheit

Die Johannisbeeren wollen zu Gelée werden, die Lindenblüten zu Sirup. Die Wachteln warten auf das grosse Ausmisten, der Kompost aufs Umgraben. Die Dreckwäsche weiss nicht, wie sie ohne meine Hilfe in die Waschküche kommen soll, die saubere Wäsche wiederum fragt sich, wann ich ihr endlich die Treppe hoch helfe. Die Tomaten wünschen, dass ich den Löwenzahn entferne, der sich zu ihren Füssen niedergelassen hat, die Melonen müssen in die Schranken gewiesen werden. Karlssons Violine soll in die Reparatur, für den Zoowärter und Luise müssen Cellos her. Die Kinder sollten ihre Joker-Tage beziehen, weil sie Ende Schuljahr verfallen, meine Arbeitstage werden von katholischen Feiertagen und ihren Brückentagen aufgefressen. 

Ich müsste mich jetzt ganz dringend einmal aufraffen, doch die Sommerferienlaune hindert mich mit allen Mitteln daran. 

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2 Gedanken zu “Sommerfaulheit

  1. Ich würde deinen Tipp sofort beherzigen. Zu dumm, dass die Sommerferien noch nicht begonnen haben und ich noch zwei Wochen lang für genügend Motivation sorgen muss. Und die Beeren verzeihen es dir leider auch nicht, wenn du sie warten lässt… 😉

  2. Total toll geschrieben 🙂

    Und lass die Dinge alle warten, sie laufen nicht weg 😉

    Und genieße die Sommerferienlaune

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