(Nicht so) ganz spontan

Vier von fünf Kindern schlafen auswärts und der Eine, der zu Hause bleibt, ist erstens alt genug, um ein paar Stunden ohne uns auszukommen und findet zweitens die Vorstellung, mal von allen in Ruhe gelassen zu werden, äusserst reizvoll. Also die Gelegenheit für „Meinen“ und mich, mal spontan wegzugehen. 

Spontan? Wir zwei? Aber sicher doch!

Sobald wir unseren Streit, ob wir zu Hause oder auswärts essen wollen, beigelegt haben.

Und uns drei halbe Filmtrailer angeschaut haben, um zum Schluss zu kommen, dass uns die freie Zeit fürs Kino zu schade ist.

Und einander gegenseitig die Schuld daran zugeschoben haben, dass es jetzt schon zu spät ist für die Sauna.

Und darüber lamentiert haben, dass wir von dem andauernden Alltagsgeplänkel so geschafft sind, dass wir jetzt eigentlich gar keine Lust mehr haben, aus dem Haus zu gehen.

Und einander auf dem Parkplatz im Auto zehn Minuten lang angeschwiegen haben, weil wir jetzt beide so mies drauf sind. 

Und… Naja, ihr könnt euch ja ausmalen, wie solche ehelichen Streitigkeiten etwa ablaufen. 

Eins nur hält uns davon ab, die Übung abzublasen: Der Eine, der heute nicht auswärts übernachtet, wäre masslos enttäuscht, wenn er nicht mindestens zwei Stunden sturmfrei hätte.  

Nicht der romantischste Grund, um gemeinsam auszugehen, aber immerhin eine Motivation, einen am Ende doch noch ganz netten Abend zu zweit zu verbringen.

  

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