Relax

Hinter uns liegen zwei äusserst intensive Wochen. Menschen, die wir mögen gaben sich die Klinke in die Hand, die einen auf Einladung, die anderen spontan, aber alle gleich willkommen. Unsere Tage waren angefüllt mit tiefschürfenden Gesprächen, Gelächter, gemütlichen Teestunden, gemeinsamem Kochen und langen Abenden. Torten, Osterhasen, frische Blumen und sogar ein Trampolin für unsere Kinder fanden den Weg zu uns, auch hier wieder einiges als Begleiterscheinung einer Einladung, anderes spontan, aber alles überraschend und sehr willkommen. 

Waren wir ausnahmsweise mal unter uns, nutzten wir die Zeit, um unser Zuhause wieder halbwegs gästetauglich herzurichten und Vorräte für weitere gemütliche Mahlzeiten anzuschleppen. War auch das getan, unterhielten uns Karlsson und Luise, indem sie in die Rolle von Menschen schlüpften, die wir nicht zu unseren bevorzugten Gästen zählen. (Keine Angst, ihr, die ihr hier wart, gehört nicht in diese Kategorie und ihr, die ihr demnächst bei uns eingeladen seid, auch nicht.) Oft brachten sie uns zum Lachen, hin und wieder strapazierten sie damit aber auch unsere Geduld. 

Es war eine schöne Zeit, die wir sehr genossen haben. Dennoch waren „Meiner“ und ich irgendwann ziemlich geschafft. Darum sollte sich jeder von uns am heutigen Ostermontag ein paar Stunden ganz für sich gönnen dürfen. Für „Meinen“ war schnell klar, womit er diese Stunden füllen will: Sauna, Stille, nur ein wenig lesen und ausspannen, bevor morgen der Arbeitsalltag wieder beginnt. Ich aber wusste nicht so recht, was ich tun sollte. Ein richtig gutes Buch, das mich für ein paar Stunden in eine andere Welt entführt, habe ich derzeit nicht. Bleibe ich zu Hause, bin ich umgeben von einem Haufen unerledigter Dinge, gehe ich in ein Café, laufe ich Gefahr, irgendwelche Bekannte zu treffen und danach ist mir nach diesen zwei Wochen trotz aller Liebe zu meinen Mitmenschen nicht wirklich.

Nach reiflicher Überlegung kam ich zum Schluss, dass einzig die  Luxusvariante taugt, um mir etwas Ruhe zu verschaffen: Eine heftige Magenverstimmung, die mich dazu zwingt, mich jammernd ins Bett zu legen und mir die Decke über den Kopf zu ziehen. Ich weiss eben noch, wie sich richtige Erholung anfühlen sollte…

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Ein Kommentar zu “Relax

  1. Pingback: Melassemorgen | Beautiful Venditti - Grossfamiliengroove à discrétion

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