Sommersätze, die mir jetzt schon aus dem Hals hängen

„Endlich Sommer!“ – Na ja, ein Satz ist das ja eigentlich nicht, aber es nervt trotzdem. Was habt ihr, die ihr das bei jeder Gelegenehit sagt, eigentlich gegen den Fühling, den Herbst und den Winter? Die haben doch auch eine Daseinsberechtigung.

„Hurra, es ist wieder Grillzeit!“ – Na und? Wer gerne grillt, greift im Laden auch ohne diese dauernde Erinnerung zu Wurst und Steak. Und wer nicht gerne grillt – so wie ich – kaut für den Rest des Sommers bei jeder Einladung auf einer verkohlten Aubergine rum, weil die Leute inzwischen glauben, im Sommer sei es bei Strafe verboten, nicht gegrilltes Essen zu servieren.

„Wenn es bloss nicht immer regnen würde.“ – Erstens regnet es nicht immer. Zweitens wäre ohne Regen bald einmal alles braun und staubig. Und drittens hört man diesen Satz inzwischen sogar an Tagen, an denen kein einziger Tropfen fällt, aber halt leider Gottes zwei oder drei Wölklein vor der Sonne stehen.

„Wenn er denn überhaupt kommt, der Sommer.“ – Himmel, begreift ihr denn nicht? Der Sommer ist da, nur führt er sich vielleicht anders auf, als es euch passt. Könnt ihr den armen Sommer denn nicht einfach nehmen, wie er ist?

„Mir ist es abends halt einfach zu hell.“ – Ja, ja, und im Winter ist es dir zu dunkel, im Herbst zu nass, an Weihnachten zu wenig weihnächtlich und im Frühling zu windig. Hauptsache, man kann sich über etwas beklagen.

boring; prettyvenditti.jetzt

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