Kindersorgen – Mamasorgen

Luise fiebert vor sich hin und sorgt sich. Ob sie die Hausaufgaben noch vor den Ferien schafft. Wo ihr Zahlenbuch hingekomen ist. Ob sie bei der nächsten Prüfung eine sechs schafft (Ja, ihr lieben Deutschen, bei uns wollen die Kinder Sechsen schreiben, weil eine Eins eine Katastrophe wäre). Und schliesslich sorgt sie sich, ob sie am Freitag wieder gesund ist, damit sie den Film in der Schule nicht verpasst.

Armes kleines Mädchen, sorgt sich um die Schule,  wo sie doch nur gesund werden sollte. Ich mache das ja ganz anders, wenn ich krank bin. Ich ziehe mir seichte Schnulzen rein, lese den Spiegel, blogge ein paar  Kleinigkeiten und verschwende keinen Gedanken an meinen Alltag. Und dazwischen  döse ich ein, träume von der unerledigten Arbeit auf meinem Schreibtisch, von der gähnenden Leere auf dem Konto, von dem Schmutz auf dem Küchenfussboden, von verstopften Strassen, die mich daran hindern, rechtzeitig an mein Ziel zu kommen und davon, dass wir die Kindergeburtstagsparty des Zoowärters vergessen. Aber das zählt nicht als Sorgen. Ist ja alles nur ein Traum. Nicht wahr?

Einige Fragen

Trotz langjähriger Mutterschaft gibt es da einige Fragen, auf die ich noch immer keine Antworten gefunden habe. Da ich mir nun lange genug erfolglos den Kopf zerbrochen habe, stelle ich diese Fragen der Leserschaft:

Nun bitte ich euch, diese Fragen mit äusserster Sorgfalt zu beantworten, denn in Zukunft werde ich mich bei der Erziehung unserer Kinder strikte an die Resultate dieser Umfrage halten.

Wieder mal eingeschlossen

Warum müssen mir solche Dinge immer am Sonntag passieren? Da komme ich frisch gestärkt aus dem Gottesdienst, freue mich auf den Besuch bei guten Freunden und dann streikt der Ticketautomat in der Tiefgarage, obschon ich die Parkgebühr von zwei Franken gleich zweimal bezahle. Was nicht weiter schlimm wäre, wenn auch die Barriere ihren Dienst versagen und oben bleiben würde. Tut sie aber nicht und darum bleibt mir nichts anderes übrig, als den Hilfeknopf zu drücken.

„Bitte bewahren Sie Ruhe, Ihr Anruf wird weitergeleitet“, redet man mir gut zu und zwar so oft, dass ich schon leicht aggressiv bin, als sich endlich eine Frauenstimme meldet. Ich schildere ihr mein Problem, worauf sie wissen will, wie ich heisse. Ich weiß ja nicht so recht, was mein Name zur Sache tut, aber ich nenne ihn dennoch brav. „Ihre Autonumner, bitte?“, fragt die Frau, nachdem sie endlich begriffen hat, dass man Venditti mit v und zwei t schreibt. Wozu braucht die meine Autonummer, wo ich doch nur das Parkhaus verlassen will? Leicht genervt schicke ich Karlsson los um nachzusehen, wie die Nummer lautet. Ja, ich weiss, die Autonummer sollte man auswendig kennen, aber die Speicherplätze in meinem Gehirn sind bereits durch Codes, Passwörter und Telefonnummern besetzt.

Und eine dieser Telefonnummern will die Frau jetzt wissen, nämlich meine eigene. Was, bitte sehr, soll das nun wieder? Will sie etwa, dass wir zu Fuss nach Hause gehen und dort darauf warten, bis sie uns Bescheid gibt, dass die Barriere wieder offen ist? „An welcher Kasse stehen Sie denn? An der Kasse 1?“, will die Frau jetzt wissen. Ich suche verzweifelt nach einer Nummer,finde aber keine, was ich der Frau mitteile. „Da steht nur ‚Ausgang Bahnhof‘. Etwas anderes sehe ich hier nicht“, erkläre ich. „Ja, sind sie denn im Parterre?“, kommt die entnervte Frage zurück. Was soll ich jetzt bloß antworten? Je nach Standpunkt könnte man unseren Standort als erste Etage, Parterre oder erstes Untergeschoss bezeichnen. So genau lässt sich das leider nicht erkennen und so muss ich bei dieser Quizfrage passen. Was meine Gesprächspartnerin so sehr erzürnt, dass sie die Befragung abbricht und unvermittelt zur Lösung meines Problems schreitet: „Gut, wir werden sehen, was wir tun können wegen der zwei Franken, die Sie zuviel bezahlt haben.“ „Die zwei Franken zuviel sind mir ziemlich egal“, gebe ich zurück und ich muss gestehen, dass ich nicht mehr ganz nach „Ich war soeben im Gottesdienst und bin so unglaublich glücklich“ klang. „Ich will ja bloss aus diesem blöden Parkhaus raus, verstehen sie?“ Die Frau versteht wohl nicht, denn die Verbindung bricht sofort ab.

Also noch einmal drücken, noch einmal „Bitte bewahren Sie Ruhe, bla, bla, bla“, dann meldet sich endlich ein Mann, der verspricht, in drei Minuten bei uns zu sein. Nun, es sind dann gute zehn Minuten, aber immerhin ist der Herr, der uns aus dem Parkhaus befreit, sehr freundlich.

Und jetzt müsste ich wohl ein Gesuch schreiben, um meine zwei Franken, die ich zuviel bezahlt habe, wieder zurückzubekommen. Aber vielleicht lasse ich das lieber, sonst brauchen die noch meine IBAN-Nummer, die Adresse meiner Bank und das Geburtsdatum meiner Mutter, oder so.

Weshalb tun wir uns das bloss an? Vierter und letzter Teil

Nach nur gerade drei Wochen sind wir wieder voll und ganz mit der Aussenwelt verbunden. Das Telefon schellt wieder wie in alten Zeiten, der Fernseher verfügt über noch mehr Sender, die uns nicht interessieren und – am Allerwichtigsten – wir haben wieder Internet im Haus. Das bedeutet, dass beautifulvenditti nun wieder in Farbe daherkommt. Nach unzähligen Minuten in der Warteschleife und stundenlangem Kopfzerbrechen, weshalb meine Mutter auf einmal unter unserem Namen telefoniert,  wir dafür „keine Anrufsberechtigung unter diesem Anschluss“ hatten,  komme ich zum Schluss, dass es heutzutage wohl einfacher ist, den Ehepartner loszuwerden, als die Telefongesellschaft zu wechseln. Nicht, dass ich diese These beweisen möchte. Ich werde „Meinen“ behalten, auch wenn es im Alltag hin und wieder zu Störungen in der Leitung kommt.

Mein geliebtes Leben

Ich hätte da mal eine kleine Bitte an dich und zwar wünsche ich mir, dass du mir mal eine Verschnaufpause gewährst. Nein, ich meine jetzt nicht ein paar Tage im Ländli oder eine Woche Erholungsferien mit der ganzen Familie. Das alles ist ja ganz nett, aber was hilft es denn, wenn ich, kaum zu Hause angekommen, wieder im selben Schlamassel stecke?

Nein, was ich mir wünsche ist, dass das Karussell mal wieder etwas langsamer dreht. Zum Beispiel, indem das ewige Gezanke in den frühen Morgenstunden aufhört. Ich träume davon, dass wir sieben Vendittis unsere Tage friedlicher beginnen können, denn so allmählich bin ich des ewigen Kämpfens um jede Bagatelle müde.

Ich wünsche mir, dass die Arbeitszeit reicht, um zu erledigen, was getan werden muss. Dass die Pendenzenliste kürzer und nicht stetig länger wird.

Ich wünsche mir mein altes Gedächtnis zurück, denn um so oft am Tag gestehen zu müssen „Mist, das habe ich vergessen!“ bin ich eindeutig noch zu jung.

Ich wünsche mir, dass die Legosteine und Playmobil-Helme, die meinen Weg vom Bad ins Schlafzimmer zum Büsserweg machen, sich von selbst in die Spielkiste begeben.

Ich wünsche mir, dass die nächste Tortenplatte, die ich erstehe, länger als zwei Wochen ganz bleibt.

Ich wünsche mir, dass ich wieder Zeit und Nerven habe, einen Menüplan zu machen. Und vor allem, dass ich mich dann auch an den Plan zu halten, anstatt immer mal wieder Brot und Käse aufzutischen, währenddem die Schwarzwurzeln, auf die wir uns alle so gefreut haben, in der Vorratskammer vergammeln.

Ich wünsche mir, dass das Prinzchen endlich damit aufhört, das Duschgel gleich flaschenweise in die Badewanne zu schütten. Und überhaupt, wenn wir schon beim Baden sind, mein liebes Leben: Könntest du nicht bitte dafür sorgen, dass unsere Söhne endlich begreifen, dass das Wasser in die Wanne gehört und nicht daneben?

Ich wünsche mir, dass ich endlich wieder wie eine ganz normale Frau – eine mit Kindern, Job etc. – unterwegs sein darf und nicht wie ein aufgescheuchtes Huhn, das sich den Mantel falsch zugeknöpft hat.

Ich wünsche mir, dass meine Energie am Ende des Tages für mehr reicht als nur für einige Levels „My kingdom for the Princess“. Die ich übrigens nicht mal in meinem eigenen Namen spiele, sondern im Namen der Kinder, die es trotz aller Anstrengungen nicht schaffen, das Schloss zu erweitern.

Dies alles und noch ein paar Dinge mehr wünsche ich mir, mein geliebtes Leben. Glaubst du, du kriegst das vor meiner Pensionierung hin, oder soll ich mir da erst mal keine Hoffnungen machen?

Familienanalyse

Das Prinzchen schaut mich treuherzig an und meint: „Gell Mama, Karlssons Brüder machen dich manchmal fast wahnsinnig.“

Ja, mein Prinzchen, das tun sie. Aber leider muss ich dich darauf aufmerksam machen, dass du auch einer von Karlssons Brüdern bist.

Das Prinzchen fährt fort: „Ich bin dein Bruder und du bist meine Frau, die Mami heisst. Karlsson, der FeuerwehrRitterRömerPirat und der Zoowärter sind auch meine Brüder und ich bin Luises Schwester. Papa ist mein Sohn und er ist mein Mann, der Papa heisst. Und ich bin ein grosser Junge, der klein ist. Und der Grossvater wird sich bestimmt freuen, wenn ich ihn Grosspapa nenne.“

Irgendwie so ähnlich ist es, mein Sohn. Einfach das mit den richtigen Bezeichnungen müssen wir noch üben, bevor du in die Schule kommst, wo du deine Familie wirst vorstellen müssen.

Ziemlich genau so ist es, mein Sohn

Warum tun wir uns das an? – Teil III

Nun sind wir also bereits eine Woche ohne Telefon und Internetanschluss. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Im Gegenteil: Inzwischen geht auch bei meiner Mutter, die bei uns im Haus wohnt, das Telefon nicht mehr. Ihr Anschluss läuft über die Swisscom, die Rechnungen erhält sie von econophone, wenn sie einen Anruf tätigen will, heisst es „Willkommen bei Sunrise – Bienvenu chez Sunrise – Benvenuti da Sunrise“ und wenn man auf die Testnummer anruft, um herauszufinden, welche Gesellschaft den Bock geschossen hat, landet man bei der Ansage von Tele4you. Alles ziemlich verwirrend und natürlich will keiner einen Fehler gemacht haben. Aber immerhin weiss ich nun, welcher Anbieter den nettesten Kundendienst hat, wo sie nicht die geringste Ahnung haben und wo man am längsten in der Warteschleife hängt. Wer sich darum kümmern wird, dass meine Mutter wieder telefonieren kann, haben wir allerdings noch nicht herausgefunden.

Dafür aber wissen wir seit heute, dass unser Internetanschluss frühestens am kommenden Freitag installiert wird, dass wir die neue Telefonnummer, die sie uns zugeteilt haben, behalten können und dass man uns irgendwann einen Techniker ins Haus schicken wird. Das ist doch immerhin schon mehr als vor zwei Tagen.

Und die Zeit ohne Telefon hat ja durchaus auch ihre VorteDur. Keine lästigen Werbeanrufe beim Mittagessen, keine Möglichkeit, von der Lehrerin zu erfahren, dass der FeuerwehrRitterRömerPirat schon wieder zu spät zur Schule gekommen ist, keine geschäftlichen Telefonate ausserhalb der Arbeitszeit. Das Allerbeste aber ist, dass die Nachbarn vorbeikommen müssen, wenn sie etwas von einem wissen wollen. Und wo sie schon mal da sind, kann man doch gleich ganz spontan einen netten Filmabend veranstalten.

Nun gut, irgendwann möchte ich dann schon gerne wieder telefonieren können. Ich weiss ja nicht, ob der ewige Junggeselle in unserem Quartier den gleichen Filmgeschmack hat wie wir. Was also müssten wir tun, wenn plötzlich er vor unserer Haustüre stünde, weil wir telefonisch nicht erreichbar sind?

Nehmt diesem Kind den Wecker weg!

Jeden Mittwoch muss Luise früh raus. Um zwanzig nach sieben fängt die Schule an, was „Meiner“ und ich regelmäßig vergessen. So ist es schon mehrmals vorgekommen, dass Luise nur gerade ein paar Minuten Zeit hatte, um sich für die Schule bereit zu machen. Damit sich dies ändert, hat die Grossmama Luise einen Wecker geschenkt.

Heute früh, es war wohl gegen halb sechs, kam das Ding zum ersten Mal zum Einsatz. Wenige Momente später stand das Kind in unserem Schlafzimmer. „Mama, Papa! Ihr müsst aufstehen, sonst komme ich zu spät zur Schule.“ Ein Blick auf die Uhr zeigte uns, dass unsere Tochter mal wieder übertreibt. „Geh zurück ins Bett. Es ist noch viel zu früh“, murmelte ich und versuchte, wieder einzuschlafen. Zehn Minuten später wieder Luise: „Wann steht ihr endlich auf? Ich komme ganz bestimmt zu spät.“ Nach weiteren fünf Minuten dann „Mama, kannst du mir einen Pferdeschwanz binden?“ „Nein, kann ich nicht, es ist noch nicht mal sechs Uhr und ich weigere mich, die Augen aufzumachen. Wenn du unbedingt wach sein willst, kannst du etwas lesen, aber sei bitte still, mir brummt der Schädel“, war meine ziemlich unfreundliche Antwort. „Aber Mama, ich komme doch zu spät zur Schule. Der Wecker hat schon längst geklingelt. Und Grossmama hat gesagt…“ „Ja, meine liebe Luise, ich weiss, dass dir Grossmama gesagt hat, du sollst den Wecker stellen, damit du nicht zu spät kommst, aber sie hat dir nicht gesagt, du solltest ihn mitten in der Nacht stellen.“ „Aber Mama, du weisst doch, dass ich einen Eintag bekomme, wenn ich nicht rechtzeitig bin…“

Ja, mein Kind, ich weiß es, aber du weisst auch, dass deine morgenmuffelige Mama das Bett erst dann verlässt, wenn es sich wirklich nicht mehr länger vermeiden lässt. Und was ist schlimmer, eine unausgeschlafene, übel gelaunte Mama, oder ein Eintrag im schulischen Sündenregister?

Warum tun wir uns das bloss an? – Teil II

Wie nicht anders zu erwarten war, sind wir auch heute noch ohne Telefon. Weil die alte Telefongesellschaft, die uns am Freitag noch den sofortigen Rauswurf angekündigt hatte, es bis heute nicht geschafft hat, die Verbindung vollends zu kappen. Telefonieren können wir zwar schon längst nicht mehr, was aber noch lange nicht bedeutet, dass auch hinter den Kulissen alles so weit geregelt ist, dass uns die neue Gesellschaft wieder ans Netz anschliessen kann.

Also ein weiterer Tag mit „Ja, Luise, du darfst deine Freundin anrufen. Oh nein, Mist, wir haben ja gar kein Telefon. Wo hab ich bloss das Handy wieder hingelegt?“ und „Nein, Karlsson, du kannst den Vortragstext nicht in die Schule mailen, wir sind noch immer offline.“ Wieder hängt „Meiner“ in der Warteschlaufe fest, währenddem wir uns nebenbei über den Entwicklungsstand unserer Kinder unterhalten. Das klingt dann etwa so: „Findest du nicht auch, dass der FeuerwehrRitterRömerPirat – jawohl, ich bin noch dran, nein, haben wir nicht, okay, ich warte – in letzter Zeit viel hilfsbereiter geworden ist? Dafür hat Luise neulich – Wie? Die Leitung ist bei ihnen noch immer offen? Aber Sie haben doch gesagt… okay, zehn Minuten habe ich noch, dann muss ich weg – ein Riesentheater gemacht, bloss weil ich ihr – Jawohl. morgen Vormittag? Ja, dann bin ich zu Hause. Wie? Ich muss einen Elektriker organisieren? Gut, dann fragen Sie doch kurz nach. Ich warte derweilen – gesagt habe, dass sie mir den Geschirrspüler ausräumen – Okay, gut. Kein Elektriker. Sie melden sich wieder, wenn Sie mehr wissen. Ach so, die alte Nummer können wir nun doch behalten? Gut, geben Sie mir einfach Bescheid.“

Mühsam das Ganze, wenn auch nicht wirklich schlimm, denn zur Not geht’s auch ohne Festnetz und ADSL. Etwas besorgt war ich nur, weil die heute Abend „Meinem“ gesagt haben, dass sie wohl auch den mobilen Internetzugang abschalten müssen. Was, um Himmels Willen mache ich dann? Wobei, wozu sorgen? Die tun ja ohnehin nichts von dem, was sie ankünden.

Warum tun wir uns das bloss an?

Wir hätten es ja eigentlich wissen sollen: Ein Wechsel der Telefongesellschaft kommt nie gut. Gewagt haben wir es trotzdem. Und natürlich bereits am nächsten Tag bereut, denn anstatt wie vereinbart den Anschluss erst Ende Januar abzustellen, bekamen wir am Freitag Abend Bescheid, dass die Leitung ab 10 Uhr abends tot sein würde. „Meiner“, ganz der Alltagsheld, setzte sich zu später Stunde dafür ein, dass uns die neue Telefongesellschaft schon jetzt nimmt und nicht erst am ersten Februar. Er kämpfte wie ein Löwe, schlug sich mit Telefonistinnen herum, die „leider noch nicht so gut Schweizerdeutsch verstehen, also können Sie bitte Hochdeutsch reden“ und erreichte damit, dass man uns Gebühren erlässt und uns mit Sonderangeboten zu besänftigen sucht. Nun ja, das Ganze hat natürlich auch seinen Preis, denn unsere heissgeliebte Telefonnummer müssen wir aufgrund der Notfallübung leider abtreten.

Soweit so gut, aber dann schaffte es die alte Telefongesellschaft nicht, uns wie angedroht sofort rauszuschmeissen. Obschon man uns versichert hatte, dass dies nun unaufhaltbar sei. Die kriegen nicht einmal das auf die Reihe. Man gönnte uns eine Gnadenfrist von einer Woche, heute dann schmiss man uns raus. Und hängte uns nicht wieder an. Wir seien nicht berechtigt, diesen Anruf zu tätigen, teilte uns die Frau ab Band mit, wenn wir testen wollten, ob wir bereits wieder mit der Aussenwelt verbunden seien. Natürlich hatte man uns auch die Leitung zum Internet gekappt, aber iPad sei Dank existieren wir immerhin noch virtuell.

Morgen nun soll aber alles anders sein, hat man uns versprochen. Neuer Telefonanschluss, neue Internetverbindung, neues Modem, neues Fernsehprogramm. Nun, ich fürchte, „Meiner“ wird erneut kämpfen müssen. Aber wie hat dch neulich jemand treffend formuliert: „Wenn du sparen willst, dann musst du zuerst einmal leiden dafür.“