Das soll Spass machen?

Mit vielen Spritzern und Geschmier einen schlammfarbenen Brei anrühren.

Verzweifelt nach Plastikhandschuhen suchen, die Karlsson bei jeder Gelegenheit kauft und irgendwo versorgt, wo sie nicht mehr auffindbar sind. 

Dann eben ohne Handschuhe anfangen, das ganze schmierige Zeug auf dem Kopf zu verteilen. Na ja, nicht das ganze, denn ein Teil davon geht immer daneben und landet auf dem Fussboden. Kleine Klumpen, klebrig und schmierig. Überall.

Ist alles verteilt – auf dem Haar und in der Wohnung – kommt die Folie auf den Kopf. Rundherum, bis man so doof aussieht, dass man nur noch hoffen kann, es möge in den nächsten drei Stunden keiner an der Tür klingeln, denn drei Stunden muss es bleiben, das Zeug. 

Wenn der Timer endlich piepst, noch einmal eine Sauerei. Das Geschmier muss wieder vom Kopf, was ohne starken Wasserstrahl nicht geht. Die Partikel, die eben noch im Haar klebten, kleben jetzt überall. An den Wänden, in der Badewanne, am Duschvorhang.

Noch Stunden – und vielleicht sogar Tage – später wird man überall Überreste der Schmiere finden. Im hintersten Winkel der Wohnung. Hinter den Ohren. Unter den Fingernägeln.

Ein Spass sei das, verspricht die Firma, die das Zeug verkauft. Die perfekte Beschäftigung für einen gemütlichen Abend zu Hause. 

Ich würde es ja eher als Tortur bezeichnen. Eine, die man nur auf sich nimmt, wenn nicht einmal die eigene Mutter sich die Bemerkung verkneifen kann: „Unglaublich, wie grau du inzwischen geworden bist.“

färg

 

4 Kommentare zu “Das soll Spass machen?

  1. Liebe Tamar, ich habe heute Deinem Mann versprochen, mich hier kurz zu melden (mein Sohn ist am Samstag auf einem MFM-Kurs bei ihm und heute war der Elternvortrag. Bei der Vorstellung musste ich schon beim Nachnamen stutzen :-), und dann war mir recht schnell klar, dass das der Deine ist 🙂
    Liebe Grüsse aus der Nachbarschaft
    Frau Brüllen aka Karin (www.bruellen.blogspot.com)

    • Liebe Karin Und wieder einmal zeigt sich, wie winzig klein die Schweiz doch ist. 🙂 Freut mich, auf diesem Wege von dir zu lesen. Ich surfe immer wieder gerne bei Frau Brüllen vorbei. 🙂 Liebe Grüsse Tamar

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