Wehrt euch, Papas!

Da wage ich zu erwähnen, dass Papas sogleich Hilfe angeboten bekommen, kaum zeichnet sich ab, dass Mama mal ein paar Stunden ausser Hause ist. Und was bekomme ich zu hören von allen Frauen im Umkreis von 1000 Kilometern? Zig Geschichten von Schwägerinnen, Tanten, ledigen Arbeitskolleginnen und dergleichen, die über Jahre hinweg ungerührt dabei zugesehen haben, wie Mama am Anschlag läuft und die dann, wenn Papa den Laden mal alleine schmeissen sollte, jede erdenkliche Hilfe anbieten: Zoobesuche, Essen vorkochen, Kinder zum Übernachten einladen und  dergleichen. Ja, man munkelt gar von (Schwieger)müttern, die ihrem (Schwieger)sohn sofort zu Hilfe eilen,  damit er nicht alleine Windeln wechseln, Mittagessen kochen, Böden fegen und – Gott bewahre! – Erborchenes aufputzen muss, während sie bei der (Schwieger)tochter das alles ganz normal fanden und ihr höchstens ein paar doofe Ratschläge um die Ohren hauten, wenn sie mal wieder erin wenig jammern wollte. Sonderbarerweise habe ich noch nie von einem Mann gehört, der es für nötig gehalten hätte, einem vorübergehenden Single-Papa unter die Arme zu greifen…

Wäre ich ein Papa, ich wäre zutiefst beleidigt, dass man mich für unfähig hält, mein  eigenes Fleisch und Blut liebevoll zu umsorgen. Deshalb würde ich mutig hinstehen und sämtliche Hilfsangebote ablehnen, um zu beweisen, dass ich sehr wohl im Stande bin, den Job ebenso gut zu machen wie Mama. Und natürlich würde ich den Helferinnen sagen, sie seien herzlich willkommen, mitzuhelfen. Später dann. Wenn Mama wieder zurück ist…

2 Kommentare zu “Wehrt euch, Papas!

  1. He he 🙂
    Ich war vor sieben (!) Jahren für sechs Wochen zur Kur, unsere Buben waren damals sechs und dreieinhalb Jahre.
    Auch meinem Mann wurde ALLE Hilfe dieser Welt angeboten. (Ist ja auch nett… sechs Wochen sind ja wirklich lang)
    Aber: er war wirklich viel zu stolz, sich auch helfen zu lassen. (Vom Kinder-bei-O+O-abgeben mal abgesehen, aber meist nur, um mich besuchen zu können.)
    Und er hat sogar hin und wieder noch stundenweise gearbeitet, nebenbei 😉 )
    Also solche gibts auch.

    (—> Wie das wohl heute laufen würde? 😉 )

    LG anabel

    • Ich glaube, „Meiner“ würde das ähnlich machen: Den ganzen Haushalt schmeissen, jeden Tag warm essen mit den Kindern und dazu noch Nachbars Kinder hüten oder so. Darin steht er uns Hausfrauen in nichts nach. Ich fürchte bloss, dass ihm die Helferinnen die Tür einrennen, bevor er eine Chance hat, zu beweisen, wie gut er das alles meistern kann.

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