Nicht krank werden, habe ich gesagt!

Nein, mit dem Gehorsam haben sie es nicht so sehr, unsere Kinder. „Bis zu den Herbstferien herrscht absolutes Krankheitsverbot“, sagte ich, als wir im Zug vom Kopenhagen nach Basel sassen. „Keine Grippen, keine Mittelohrentzündungen und erst recht keine Magen-Darm-Käfer“, präzisierte ich, für den Fall, dass sie mich nicht verstanden hätten. Und weil unsere Kinder stets nach einer Begründung verlangen, lieferte ich auch diese: „Ich muss fünf neue Stundenpläne in den Griff bekommen, meine eigenen Arbeitszeiten so einteilen, dass ich nicht immer erst arbeiten kann, wenn ihr im Bett seid und überhaupt kommt auch ohne Krankheitstage noch genug dazwischen mit Mariä Himmelfahrt, Sternwanderung und so. Gebt mir einfach ein wenig Zeit, mich in die neue Situation einzuleben, danach dürft ihr das Programm wieder fröhlich über den Haufen werden.“ Luise meinte, man könne doch nichts dafür, doch diesen Einwand liess ich nicht gelten: „Die paar Wochen bis zu den Herbstferien könnt auch ihr ohne Krankheitserreger auskommen“, brummte ich.

Eine klare Durchsage, nicht wahr? Offenbar nicht klar genug für meine Familie. Frühmorgens weckte mich der FeuerwehrRitterRömerPirat, weil er sich dreimal erbrochen hatte, gegen Mittag klagte das Prinzchen, seine Beine schmerzten, abends hatte er Fieber und der Zoowärter deutete an, dass sein Magen eventuell auch bald einmal rebellieren könnte. 

Nein, gehorsam sind sie wirklich nicht, unsere Kinder, aber immerhin so rücksichtsvoll, dass sie ihre Käfer pünktlich zu Mariä Himmelfahrt bestellt haben. So wird meine noch nicht eingespielte Routine nur einmal gestört.

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6 Gedanken zu “Nicht krank werden, habe ich gesagt!

  1. Danke, gleichfalls. Ich hoffe, ihr habt es in der Zwischenzeit überstanden. Bei uns sieht es momentan ganz danach aus…

  2. Hach, das kommt mir gerade so bekannt vor… Am Nachmittag des ersten Schultages nach den Sommerferien durfte ich schon den Boden im Esszimmer putzen und danach fleissig K…becken leeren und säubern. Gestern war dann der Mann des Hauses an der Reihe mit rebellierenden Eingeweiden. Und nun harren wir der Dinge, die da noch kommen werden (oder eben lieber nicht)… Schliesslich liegt unsere letzte Krank-Episode gerade mal gute zwei Wochen zurück (und ich bin immer noch etwas am Kämpfen damit). Nun denn: ganz gute Besserung Deiner Familie – und ev. versuchst Du nächstes Mal wirklich besser, direkt an die Käfer zu apellieren ;-)! Liebe und mitfühlende Grüsse * Céline.

  3. Vielleicht sollte man nicht an die Kinder, sondern an die Käfer appellieren.

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