Jobsharing

Da habe ich doch heute ganz nebenbei einen neuen Job gefasst. Ohne Bewerbungsschreiben, ohne Vorstellungsgespräch, ohne banges Warten auf die Antwort des Arbeitgebers. Ein salopp dahingesagtes: „Lass mich das machen, du richtest sonst ein heilloses Durcheinander an“ reichte,  um den Job zu bekommen. Meine Aufgabe besteht darin, „Meinen“ davon abzuhalten, mehrere Kurse am gleichen Wochenende zu buchen, dafür zu sorgen, dass keine Anmeldungen vergessen gehen und die Kurskosten einzutreiben.

„Meiner“ mag nämlich ganz begabt sein darin, Jungs darüber aufzuklären, was in ihrem sich entwickelnden Körper abgeht, er versteht es auch ganz gut, den Eltern zu erklären, was er den Jungs alles erzählen wird, aber wenn es darum geht, den Überblick zu behalten, ist er… nun ja, sagen wir mal…ein wenig… herausgefordert. Ich hingegen wäre vollkommen unbegabt darin, mit Geduld und Liebe über die Vorgänge im menschlichen Körper zu referieren, dafür weiss ich, dass sich Kurse mit ein paar Tabellen und einem stets aktuell gehaltenen Kalender besser organisieren lassen als mit einer A4-Kladde.

So kommt es, dass wir einmal mehr gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten. Er als Kursleiter, ich als…um Himmels Willen, nein! Doch nicht etwa als seine Sekretärin? Ich glaube, ich ziehe „Vorzimmerdrachen“ als Berufsbezeichnung vor.

Ach ja, und als Lohn für meine spontane Hilfeleistung hat „Meiner“ heute Abend den Kühlschrank tapeziert. Nein, fragt bitte nicht…

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