Alte Fotos

Erst wenn man allmählich alt und hässlich wird, erkennt man, dass man damals, als man sich jung und hässlich gefühlt hat, eigentlich jung und schön war.

Unglaublich, wie jung meine Mutter auf den Fotos aussieht, die in einer Zeit entstanden sind, als ich sie für schrecklich alt und altmodisch hielt.

So ein überbelichtetes Bild hatte halt schon auch seinen Reiz.

Nichts lässt eine junge Mutter so müde und abgekämpft aussehen wie ein taufrisches, pausbackiges Baby.

In jedem Kind steckt eine Vielzahl von Tanten, Grossonkeln, Brüdern und Cousinen.

Rückblickend erstaunt es schon, wie wir unser einst so knappes Budget so weit ausdehnen konnten, dass sogar noch Ferien darin Platz fanden.

Sogar Ferien, die so ereignislos und langweilig waren, dass man sie längst vergessen hätte, wären da nicht ein paar unglaublich langweilige Fotos von ereignislosen Tagen.

Luise findet, wir hätten in den Neunzigern alle viel zu grosse Kleider getragen. (Wenn die wüsste, wie gerne die Modemacher in der Mottenkiste vergangener Jahrzehnte wühlen, um den Leuten etwas „Neues“ anzudrehen. Allzu lange kann es nicht mehr dauern…)

Die Posen auf meinen Teenager-Fotos lassen leider darauf schliessen, dass ich auch Selfies gemacht hätte, wenn es das damals schon gegeben hätte.

Und jetzt erkläre mal einer einem kleinen Digital Native, was es mit diesen Negativstreifen auf sich hat.

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