Die hohe Kunst des Rumzickens

Von Farben habe ich ja nicht die geringste Ahnung. Okay, ich weiss, was schön ist – bunt, knallbunt und geblümt -, aber wie man es zustande bringt, dass das alles miteinander gut aussieht, soll man mich bitte bloss nicht fragen. Darum wurde ich heute leicht zickig, als „Meiner“ mich andauernd ins Wohnzimmer rief, um von mir zu erfahren, welche Farbe das Salontischchen bekommen sollte. Dunkelblau? Petrol? Hellgrün? Pink? Tannengrün? Himmel, was weiss ich denn schon? Hauptsache, das Tischchen passt zum Türkis, mit dem er gestern die Wände gestrichen hat. Und Hauptsache, es wird weder Dunkelblau noch Petrol noch Tannengrün, denn das finde ich hässlich. Also stänkere ich rum, sage ihm, er soll mich gefälligst mit der Farbwahl in Ruhe lassen und treibe ihn einerseits in den Wahnsinn, andererseits dazu, den perfekten Farbton ausfindig zu machen. Und siehe da, zwei Stunden später ist das Werk vollbracht, das Tischchen passt perfekt und er meint: „Gut, dass du so kompliziert warst. Ich glaube, sonst hätte ich die falsche Farbe genommen.“ 

Tja, ich mag wohl eine Niete in Sachen Farbkunst sein, dafür aber beherrsche ich die Kunst des Rumzickens und das scheint nicht nur schlecht zu sein. 

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