Die Fragen bleiben

Hat man Kinder, die allmählich daran denken, erwachsen zu werden, stellen sich plötzlich ganz neue Fragen. Zum Beispiel diese hier:

  • Haben wir ihnen genügend Liebe mit auf den Weg gegeben, damit unsere Fehler, die sie nun allmählich zu analysieren beginnen, dadurch aufgewogen sind?
  • Sind wir schon alt genug, um hemmungslos peinlich sein zu dürfen, oder müssen wir uns noch anstrengen, uns halbwegs normal zu benehmen, wenn die Freunde unserer Kinder zugegen sind?
  • Wann sind sie gross genug, um zu erfahren, wie die Dinge zwischen Schwiegermama und mir wirklich stehen?
  • Wie offen dürfen wir darüber reden, warum die Dinge zwischen Schwiegermama und mir so stehen, wie sie jetzt stehen?
  • Wie detailreich dürfen jetzt, wo sie mehr verstehen, die Erzählungen über die Fehler unserer Jugendjahre ausfallen?
  • Ist es schon okay, wenn ich in Gegenwart der Teenager gewisse in Stein gemeisselte Regeln aus Kindertagen breche, oder beschädige ich dadurch noch meine Glaubwürdigkeit? (Ich meine jetzt nichts Gravierendes. Nur mit den Händen aus der Schüssel essen, mehr Schokolade nehmen als offiziell vereinbart und solche Sachen.) 
  • Darf ich jetzt endlich beleidigt sein, wenn die grösseren Kinder mich fragen, ob es schon das Frauenstimmrecht gab, als ich achtzehn war, oder muss ich ihnen immer noch ein kleines Stück Unwissenheit zugestehen?

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