Woran sich zeigt, dass die Kinder gross werden

Neben meinem Bett stapeln sich wieder Bücher. Richtige Bücher. Also Lektüre, deren Inhalt man durchaus mal in ein angeregtes Gespräch einfliessen lassen darf, ohne dabei zu erröten. Nicht mehr dieser oberflächliche Kram, mit dem ich mich während der Kleinkinderjahre über Wasser gehalten habe, weil ich fürchtete, ich würde das Lesen am Ende noch verlernen. Ich fürchte mich vor dem Tag, an dem ich meine Bücherregale ausmisten muss, weil ich dann die ganzen Peinlichkeiten noch einmal in die Hand nehmen muss, um sie im Altpapier zu entsorgen. (Jawohl, so schlecht waren die Bücher, dass ich, die ich gewöhnlich keine Bücher wegschmeisse, genau dies tun werde, ohne mit einer Wimper zu zucken.)

An heissen Tagen spazieren wir nicht mehr mit sehnsüchtigem Blick der Aare entlang und malen uns aus, wie erfrischend es doch wäre, sich im Fluss treiben zu lassen. Stattdessen lassen wir keine Gelegenheit aus, mit allen Kindern, die gerade Zeit und Lust haben, in den Kanal zu steigen. Mal mit allen fünf, mal nur mit dem FeuerwehrRitterRömerPiraten, mal mit den drei Jüngsten, mal mit den zwei Ältesten, aber stets äusserst zufrieden, weil wir jetzt tun können, was noch vor einem Jahr nahezu unvorstellbar gewesen wäre.

Familienausflüge werden wieder bezahlbar, weil Karlsson und Luise kein Interesse mehr haben an Zoo, Zirkus & Co. Nur mit den drei Jüngsten im Schlepptau sind wir wieder ganz und gar familientickettauglich. Und weil diese Besuche nach einer langen Dürreperiode von „Das ist alles viel zu teuer und ausserdem sind wir viel zu müde, um sonntags noch auszufliegen“ stattfinden, sind das Prinzchen, der Zoowärter und der FeuerwehrRitterRömerPirat ungemein begeisterungsfähig. Auch „Meinem“ und mir hat die Pause gut getan. Wir seufzen jetzt nicht mehr: „Schon wieder Zirkus…“, sondern sind dankbar, dass wir für ein paar Stunden in eine ganz und gar kindliche Welt ohne Pubertätsdramen abtauchen dürfen. 

Auch der Menüplan verändert sich, wenn auch erst schrittchenweise. Das Prinzchen und der FeuerwehrRitterRömerPirat verharren zwar stur in ihrer „Was der Bauer nicht kennt…“-Haltung, aber dem Rest der Familie kann ich Auberginen und Pilze vorsetzen, ohne sie bis zur Unkenntlichkeit verarbeiten zu müssen. Als der FeuerwehrRitterRömerPirat neulich meinte, er könne die Kürbissaison kaum erwarten, wusste ich, dass auch sein Lieblingsessen nicht für immer und ewig Pasta mit Ketchup bleiben wird.

Ach ja, natürlich singe ich abends auch keine Schlaflieder mehr, eine Veränderung die mir, im Gegensatz zu den oben genannten, ganz und gar nicht willkommen ist.

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Umgangsformen

Gestern sah ich im Internet ein Inserat, das mich interessierte. Also schrieb ich dem Verkäufer eine Nachricht und zwar so, wie ich das für anständig halte: Höfliche, aber eher informelle Anrede, ein einleitender Satz, zwei Fragen und freundliche Grüsse. Ein paar Stunden später kam die Antwort. Ohne Anrede, ohne Gruss, einfach nur drei Worte: „Ist schon weg!“

Ich war offen gestanden ziemlich brüskiert, aber auch verunsichert. Macht man das heutzutage so? Muss ich einen auf Kulturpessimismus machen? Oder beweist meine Empörung über die kaltschnäuzige Antwort, dass ich allmählich wirklich alt werde?

Karlsson, der noch deutlich weniger Jahre auf dem Buckel hat als ich, teilte meine Empörung. So etwas gehe nun wirklich nicht, meinte er. Mindestens eine Anrede und ein Gruss wären Pflicht gewesen.

Im ersten Moment beruhigte mich Karlssons Reaktion. Offenbar sind gute Manieren noch nicht gänzlich abgeschafft worden. Dann aber fiel mir ein, dass Karlsson seine Korrespondenz vorzugsweise handschriftlich in schwungvollen Buchstaben, wie sie zuletzt wohl vor neunzig Jahren in Mode waren, erledigt.

Ob einer, der ganz offensichtlich im falschen Jahrhundert zur Welt gekommen ist, als Experte für Umgangsformen im Jahr 2016 taugt?

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Mama ist mal wieder sentimental

Darf eine Mutter neidisch sein auf ihren eigenen Sohn? Darf sie sich wünschen, sie wäre diejenige, die morgen früh erwartungsvoll und vielleicht auch ein wenig nervös den Zug besteigt, um zum ersten Mal freiwillig zur Schule zu gehen? Darf sie sich ausmalen, welche Schwerpunkte sie setzen würde, wenn sie an seiner Stelle wäre? Natürlich darf sie nicht, oder zumindest nicht allzu offensichtlich, denn sie hatte das alles „zu ihrer Zeit“ und jetzt bricht „seine Zeit“ an.

Darf sie ihm dann wenigstens salbungsvolle Reden halten? Ihm sagen, er solle diese Jahre ganz bewusst erleben, denn sie würden prägend sein für seinen weiteren Weg? Ihm vorschwärmen, wie viel Wissen er sich in dieser Zeit aneignen dürfe? Ihm in bunten Farben schildern, wie frei und unbeschwert er noch sein dürfe? Nun, sie mag das eine oder andere davon andeuten, aber sie soll ihm gefälligst keine langen, sentimentalen Monologe vortragen, denn sie sollte nicht vergessen haben, wie lächerlich es wirkt, wenn jemand mit allmählich ergrauendem Haar seine eigenen Jugendjahre durch die rosarote Brille betrachtet. 

Aber darf sie denn immerhin mit leiser Sentimentalität darüber nachsinnen, dass ihr Sohn sich allmählich dazu aufmacht, seine Flügel auszubreiten? Sie darf, aber vielleicht eher im Gespräch mit anderen, die mit ihren Kindern gerade Ähnliches erleben, denn ihm dürfte herzlich egal sein, was seine mittelalterliche Mama in diesem Moment empfindet. 

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Gerätechaos

Eine Sache, die wir nicht beachtet haben, als wir den Entscheid fällten, mehr als die durchschnittlichen 1.54 Kinder zu bekommen:

Zu jedem Kind kommt früher oder später ein Handy

zu jedem Handy kommt eine Nummer

zu jeder Nummer ein Anbieter

zu jedem Anbieter ein unüberschaubares Angebot an günstigen und weniger günstigen Abos und Prepaid-Deals.

Wenn du dich da mal durchgekämpft hast, fängt es erst richtig an mit dem Chaos, denn natürlich gibt es da noch

…unterschiedliche Betriebssysteme und somit dauernde Unklarheit, welchem Familienmitglied man Zugang zu welchen heruntergeladenen Inhalten verschaffen kann.

…E-Mail-Adressen, die im modernen Teenager-Alltag nur noch äusserst selten gebraucht werden, was dazu führt, dass immer im entscheidenden Moment das passende Passwort fehlt, weshalb plötzlich wieder Mamas Erinnerungsvermögen gefragt ist. (Als ob Mamas Gehirn ein Computer wäre, der solche Sachen stets abrufbereit hat. Und als ob Teenager ihren Eltern ihre Passwörter bekannt geben würden. Aber Mütter können selbstverständlich auch ins Verborgene sehen.)

…Ladekabel, die immer entweder unauffindbar, inkompatibel oder defekt sind.

…Akkus, die meist dann leer sind, wenn eigentlich ein anderer ganz dringend das einzige auffindbare, kompatible und intakte Ladekabel bräuchte, um den eigenen leeren Akku aufzuladen.

…den Wunsch nach einer Hülle, die nicht nur hübsch und unverwüstlich ist, sondern auch Schutz vor jedem nur denkbaren Missgeschick bietet, eine Hülle also, die es so nicht gibt, weshalb die Suche danach auch dann nicht zu Ende ist, wenn das Handy von einer halbwegs tauglichen Hülle umhüllt ist.

Darüber, welche Fragen der Zugang zu den grenzenlosen Weiten des Internets mit sich bringt, wollen wir gar nicht erst zu reden anfangen.

Und auch nicht darüber, dass ich bereits jetzt, wo erst drei von fünf mobil telefonieren, komplett den Überblick über die in unserer Familie versammelten Gerätschaften verloren habe. 

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Liegestuhl-Leben

Du bekommst ein paar Kinder und manche sagen nur: „Da habt ihr aber viel Arbeit.“

Du legst einen Garten an und manche sagen nur: „Das gibt aber unglaublich viel zu tun.“

Du entscheidest dich, Rosen anzupflanzen und manche sagen nur: „Bist du dir sicher? Rosen machen so viel Arbeit.“

Du kochst eine Suppe aus frischen Tomaten und manche sagen nur: „Das gibt ja so eine Sauerei.“

Du bäckst dein eigenes Brot und manche sagen nur: „Das ist aber ein furchtbarer ‚Chrampf‘.“

Du könntest dir auch Haustiere anschaffen, selber Käse machen, dein eigenes Geschirr töpfern, Gäste bekochen, ein Baumhaus bauen, ein Buch schreiben, ein Ehrenamt übernehmen oder sonst irgend etwas tun und sie würden nur sagen: „Ist ja nett, aber macht das nicht furchtbar viel Arbeit?“

Gerade so, als ob das Leben nur lebenswert wäre, wenn man es im Liegestuhl verschläft.

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Knauserig

Geizig bin ich ganz bestimmt nicht. Im Gegenteil. Wenn ich von einer Sache begeistert bin, macht es mir nichts aus, dafür etwas springen zu lassen. So kann sich mein Garten zum Beispiel absolut nicht über meine Knauserigkeit beklagen.

Noch viel weniger gehöre ich zu den Menschen, die andauernd darüber lamentieren, Kinder zu haben sei so furchtbar teuer. Ich führe nicht Buch darüber, wie viel uns die Knöpfe bis heute gekostet haben und ich werde auch nicht damit anfangen, wenn sich abzeichnet, dass es bei dem einen oder anderen noch etwas dauern kann, bis er sein eigenes Einkommen verdient. Klar, zuweilen sorge ich mich, ob wir das alles hinkriegen werden, aber es ist mir hundertmal lieber, mein Geld in die Zukunft der heranwachsenden Generation zu investieren, als mein Haus allmählich mit unnötigem Schnickschnack, der mir – angeblich – das Leben erleichtert, anzufüllen und mich mit Stammbaum-Katzen zu umgeben. 

Wenn ich aber, wie heute, eine ganze Stange Geld ausgeben muss, weil fünf Kinder ihren Turnsack ganz oder teilweise neu bestücken müssen, dann schmerzt mich trotz grosszügigen Ausverkaufsrabatten jeder einzelne Franken, der von unserem Konto abgebucht wird. Nicht, weil ich grundsätzlich etwas gegen Sport hätte – sofern ich ihn nicht betreiben muss -,  sondern weil ich beim besten Willen nicht einsehen mag, weshalb ein Turnschuh, der mit einem Schlenker oder drei Streifen versehen ist, so viel wertvoller sein soll als ein gewöhnlicher Turnschuh.

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Wer dient da eigentlich wem?

Das Kühlgerät, das nicht so kühlt, wie man es von ihm erwarten würde, obschon es andauernd vorgibt, es würde brav seine Pflicht erfüllen. Als wäre ich so blöd, ihm zu glauben, dass es ganze 12 Stunden braucht, um ein paar läppische Eiswürfel zu produzieren. (Wir haben es nun mit einer sanften Neupositionierung und der Entfernung aller mikroskopisch kleinen Eiskristalle, die laut Bedienungsanleitung gar nicht existieren dürften, ausprobiert, in der Hoffnung, diesen Sommer wenigstens einmal eisgekühlte Getränke geniessen zu können.)

Das Kochfeld, das seinen Dienst nur mit äusserstem Widerwillen tut und sogar zu faul ist, am Ende der mit mir vereinbarten Kochzeit laut vernehmlich zu piepsen.

Dafür eine Küchenuhr am Backofen, die andauernd hysterisch zu lärmen anfängt, obschon sie noch nie jemand eingestellt hat.

Der Spülkasten, der andauernd demonstrativ rauscht, um uns leise, aber dennoch ungemein penetrant darauf hinzuweisen, dass er wünscht, in den Ruhestand versetzt zu werden.

Die Kaffeemaschine, die trotz aufwändiger Entkalkungsprozedur bloss braun gefärbtes Wasser in die Tassen spuckt und die erst nach viel gutem Zureden endlich tut, wozu sie geschaffen ist.

Das Handykabel, das meinen Akku immer nur dann auflädt, wenn ich es sorgfältig auf eine leicht erhöhte Unterlage gebettet habe, um für den richtigen Knick zu sorgen, damit der Strom fliessen kann. (Nein, ich besitze dieses Kabel nicht seit einer halben Ewigkeit, wir sind gerade mal fünf Wochen miteinander unterwegs.)

Der Pürierstab, der sich in der Cremesuppe müde um die eigene Achse dreht, ohne auch nur den kleinsten Eierschwamm zur Unkenntlichkeit zu verarbeiten. Dabei wäre dies so dringend nötig, denn sonst erkennen die Pilzverächter in der Familie, was da alles in der Suppe schwimmt und essen nichts. 

Der Staubsauger, der nur saugt, wenn man ihm den Dreck vorher in winzige Stückchen teilt, weil er alles andere nicht schlucken mag. Wer da noch an das Märchen von der nie nachlassenden Saugkraft glaubt, ist grenzenlos naiv.

Der Haarföhn, der nur dann Haare trocknet, wenn er dazu in Stimmung ist, der sonst aber keinen Wank tut. 

Und sonst noch ein paar Geräte, die andauernd nach Pflege und Aufmerksamkeit schreien. Zuweilen frage ich mich, ob die wirklich dazu geschaffen sind, uns das Leben zu erleichtern, oder ob wir in Wirklichkeit ihre Sklaven sind.

Wetten, die lachen hämisch über uns, sobald wir am Ende eines Tages, an dem wir uns liebevoll um sie gekümmert haben, vollkommen erschöpft in unseren Betten liegen?

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Er kann jetzt auch schon sprechen…

Wenn ich mit Karlsson, der nun ganz eindeutig kein kleiner Junge mehr ist, unterwegs bin und wir alte Bekannte treffen, passiert stets das gleiche:

„Wahnsinn, ist das Karlsson? Dein Ältester? Der ist ja unglaublich gross geworden. Ein richtiger Mann. Wie alt ist er denn? Weiss er schon, was er nach der Schule macht?“, prasseln die Fragen auf mich ein. Karlsson steht derweilen peinlich berührt neben mir.

Ich zögere dann immer einen Moment lang, wende mich meinem Sohn zu und gebe ihm zu verstehen, dass er antworten soll, denn es ist mir schlicht zu doof, für einen fast Sechzehnjährigen zu sprechen.

Dabei wüsste ich ganz genau, was ich sagen möchte. Nämlich: „Ja, ist er nicht gross geworden, unser Kleiner. Er läuft jetzt auch schon ganz gut. Und er kann sogar schon ein wenig sprechen. Karlsson, sag der Tante guten Tag. Und dann zeig ihr mit deinen Fingerchen, wie alt du im November geworden bist. Das kannst du doch schon so gut.“

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Peacemaker

Früher war’s ja noch einfach, wenn „Meiner“ und ich uns mal streiten wollten. Wir mussten einfach dafür sorgen, dass die Kinder ausser Hörweite waren und dann konnten wir einander all die bösen Dinge an den Kopf werfen, für die wir uns, sobald sich unsere Gemüter wieder etwas abgekühlt hatten, hundertmal entschuldigen mussten.

Irgendwann fingen die Kinder an zu spüren, dass da etwas im Busch war, also liessen sie uns keinen Moment aus den Augen, wenn dicke Luft herrschte. Ihre besorgten Blicke und die vorsichtigen Fragen, was denn los sei, waren nur schwer zu ertragen, also versuchten wir, unsere Streitereien hinter verschlossenen Türen auszutragen, was aber wenig half, da „Meiner“ und ich ziemlich temperamentvoll sind, wenn wir wütend sind.

Mit zunehmendem Alter begannen die Grossen, ihre Erzeuger etwas kritischer als auch schon zu betrachten und so fielen plötzlich Sätze wie: „Aber Mama, das kannst du Papa wirklich nicht vorwerfen.“ Oder: „Papa, du weisst genau, dass Mama das nicht so gemeint hat.“ Oder: „Hört endlich auf, das ist ja nicht zum Aushalten.“ Gar nicht so einfach, unter der Aufsicht solcher Kommentatoren einen Streit zu Ende zu führen, aber auch das kriegen wir noch irgendwie hin.

Dass wir uns irgendwann ganz tüchtig vor unserem Nachwuchs blamieren würden, war also schon seit einiger Zeit absehbar. Heute war es soweit. Da befanden sich „Meiner“ und ich in einer wüsten „Wenn du nicht so stur gewesen wärst, dann hätten wir…“-Zankerei, als Karlsson auf dem Hintersitz sprach: „Wisst ihr, was mich total nervt an euch? Da haben wir eben erst eine KZ-Gedenkstätte besucht und gesehen, wie schlimm das alles war und jetzt streitet ihr euch wegen irgend einem banalen Mist.“

Tja, was kann man da noch anderes tun als erst einmal beschämt zu schweigen und dann so rasch als möglich Frieden zu schliessen?

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Wasser, Sand & Vendittis

„Meiner“ mag das Wasser nicht und der Sand nervt ihn nach einer gewissen Zeit auch.

Karlsson findet Sonnenbäder doof.

Luise träumt zwar von kristallklarem Wasser und kilometerlangen Sandstränden, aber in der Realität findet sie das alles dann doch ein wenig langweilig.

Der FeuerwehrRitterRömerPirat muss in der richtigen Stimmung sein, um Wasser und Sand zu geniessen. Die richtige Stimmung erfasst ihn aber meist dann, wenn beides nicht verfügbar ist.

Der Zoowärter könnte sich stundenlang in den Wellen tummeln, aber wenn keiner mitmacht, macht es nur halb so viel Spass.

Dem Prinzchen ist das Wasser zu kalt. Sand ist okay, aber die anderen trampeln ja doch immer nur achtlos über seine Burgen hinweg.

Meiner Meinung nach müsste man – gelegentlich, etwa einmal pro Jahrzehnt – im Wasser schwimmen und am Strand dicke Schmöker lesen können, aber mit unserer Familie ist beides nicht so richtig möglich. 

Fragt mich bloss nicht, weshalb wir trotzdem jedes Mal, wenn sich zufällig ein Meer in unserer Nähe befindet, einen oder zwei Ferientage darauf verschwenden, uns am Strand zu tummeln. Vielleicht müssen wir uns einfach immer wieder aufs Neue beweisen, dass wir nicht strandtauglich sind. 

Ystad