Abschied

Heute war er also da, ihr letzter Arbeitstag bei uns. Gekündigt hatten wir ihr bereits vor ein paar Wochen und heute hiess es dann Abschied nehmen. Gegen Mittag packte ich ihre ihre sieben Sachen – nicht mal selber packen wollte das faule Ding – und dann war es vorbei. Kurz und schmerzlos: In den Abfallsack, den Sack zugeschnürt und dann war Barbie Geschichte.

Nicht dass sie mir fehlen wird. So richtig warm geworden sind wir nie miteinander. Ich ärgerte mich über sie, weil sie überall ihre Schuhe herumliegen liess und weil sie einen schlechten Einfluss auf Luise ausübte. Sie hatte ihre liebe Mühe mit mir, weil ich mit Äusserlichkeiten wenig am Hut und ausserdem noch ein paar Kilos zuviel auf den Knochen habe.

Dennoch tut der Abschied ein bisschen weh. Nie wieder wird mir ein kleines Mädchen in den Ohren liegen, mich auf Knien anflehen, damit ich ihr eine Barbie kaufe. Nie wieder werde ich dieses verzückte Lächeln sehen, wenn die heiss ersehnte Puppe endlich da ist. Natürlich, auch die Jungen haben grosse Wünsche, aber als Mutter kann man sich eher mit der Sehnsucht nach Barbie identifizieren, als mit dem Drang, jetzt auf der Stelle, eine Knarre aus Holz zu bekommen. Nie wieder werde ich erklären müssen, warum ich Barbie doof finde und weshalb meine alten Sascha-Puppen so viel schöner sind. Nie wieder Barbie; es sei denn, ich finde eines Tages Luises heiss ersehnte kleine Schwester auf der Türschwelle.

Noch kurz etwas ganz anderes: Herzlichen Dank für den Post-it-Nachschub! Ich fürchte, ich werde ihn brauchen können. 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s