Nur kurz mal plaudern…

„Meiner“, leise, damit es die Kinder nicht hören: „Komm, wir gehen mal fünf Minuten hinters Haus und unterhalten uns über den Tag.“

Ich: „Okay, muss nur noch schnell…“

Zoowärter: „Der FeuerwehrRitterRömerPirat hat….“

FeuerwehrRitterRömerPirat: „Das stimmt überhaupt nicht. Der Zoowärter und das Prinzchen haben…“

Ich: „So schlimm ist das nun auch wieder nicht. Das könnt ihr selber regeln.“

„Meiner und ich gehen um die Hausecke und setzen uns an den Gartentisch.

„Meiner“: „Heute Nachmittag habe ich…“

Luise und Karlsson kommen angerannt. 

Luise: „Papa, kannst du mal schnell…?“

„Meiner“: „Mama und ich möchten uns kurz unterhalten….“

Luise: „Ja, aber kannst du trotzdem mal schnell…?“

Ich: „Luise, hast du nicht gehört? Papa und ich möchten uns kurz unterhalten.“

Karlsson: „Dann dürfen wir uns also nicht zu euch setzen?“

„Meiner“: „Doch, schon. Aber Mama und ich möchten uns unterhalten. Also, heute Nachmittag habe ich in der Schule…“

Luise: „Aber nachher kommst du sofort, Papa.“

„Meiner“: „Ja, nachher. Also, heute Nachmittag habe ich in der Schule diese…“

Ich: „Moment schnell, die Kleinen sind mir eindeutig zu wild. Ich muss denen sagen, dass das nicht geht.“

„Meiner“: „Okay, ich erzähl’s dir also nachher….“

Luise: „Papa, jetzt könntest du doch schnell….“

„Meiner“: „Nein, zuerst will ich der Mama erzählen, dass ich heute in der Schule…“

Luise macht sich entnervt aus dem Staub, Karlsson folgt ihr, endlich sind wir alleine.

„Meiner“: „Also, heute Nachmittag habe ich in der Schule diese Sache vorbereitet. Weisst du, das Projekt…“

Luise kommt zurück, das Telefon in der Hand: „Papa, da will dich jemand sprechen…“

Na ja, vielleicht finden „Meiner“ und ich morgen eine Gelegenheit, uns gegenseitig die Belanglosigkeiten des heutigen Tages zu erzählen. 

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2 Kommentare zu “Nur kurz mal plaudern…

  1. Da hilft nur eines Babysitter und gemeinsam Essemn gehen. Wir gingen früher immer zu Beginn von Schulferien alleine als Paar Essen, denn während der Ferien gingen die Gören abends nicht ins Bett und man konnte keinen geraden Gedanken denken. Und jede Paarkommunikation wurde im Ansatz unterbrochen. Das Gute daran, es geht vorbei, aber je mehr Kinder desto länger und dichter, das ist schon klar. Wir haben nur 3, wovon nur noch die zwei Jungs zu Hause leben und uns ziemlich aus dem Weg gehen. Wir haben wieder viel Paarzeit 😉

    • Das mit dem gemeinsamen Essen versuchen wir auch regelmässig, aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass unsere Kinder eines Tages begreifen, wie wichtig der tägliche Ultrakurz-Austausch für uns ist. Fünf Minuten pro Tag sollten sie uns ja schon gönnen, finde ich. Sie sehen das leider immer noch anders… 😉

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