Stundenplankapriolen

Je grösser die Kinder werden, umso mehr fühlt sich der Start eines neuen Schuljahres wie ein Gedächtnisspiel an. Nehmen wir zum Beispiel den Dienstagnachmittag:

Prinzchen: Frei
Zoowärter: Auch frei, aber meist bei einem seiner Freunde zu Besuch. Oder einer seiner Freunde ist bei uns. 
FeuerwehrRitterRömerPirat: Woche A nachmittags Unterricht, Woche B nachmittags frei, in jedem Fall aber Trompetenstunde um 16:05 im Nachbardorf. Und abends natürlich Fechten, aber soweit mag man mittags noch gar nicht denken, denn das Herausfinden, ob jetzt Woche A oder Woche B ist, nimmt das Gehirn voll und ganz in Beschlag.
Luise: Schule, aber erst um 14 Uhr, also viel Gelegenheit, um nach dem Mittagessen zu überlegen, ob sie noch etwas zu erledigen hat.
Karlsson: Ebenfalls Schule, ebenfalls erst um 14 Uhr, dafür fast bis 18 Uhr und die letzten zwei Lektionen im Nachbardorf. Nein, natürlich nicht im gleichen Nachbardorf wie der FeuerwehrRitterRömerPirat, das wäre zu einfach. 
„Meiner“: Unterricht und danach genau so lange Sitzung, dass es mir reicht, nervös zu werden, weil der FeuerwehrRitterRömerPirat doch endlich ins Fechttraining gefahren werden sollte, aber das Auto noch nicht da ist. 

Wie das bei den Spielen so ist, erreicht man nach einiger Zeit einen höheren Level. Bei mir sieht Level zwei so aus, zumindest für die kommenden drei Wochen:

Prinzchens bester Freund: Unterricht bis 15 Uhr, danach sollte er zu uns kommen, weil seine Eltern arbeiten und die übliche Kinderbetreuung noch ein paar Monate im Süden weilt. Meistens müssen wir aber erst nach ihm suchen gehen, denn irgendwie macht es auf dem Naturspielplatz einfach mehr Spass.
Zoowärters Freund: Woche A schulfrei, Woche B Unterricht, wenn ich mich recht erinnere, aber offen gestanden habe ich seinen Stundenplan nicht auswendig gelernt, weil wir nur bis Ende August auf ihn aufpassen.
Kleine Schwester von Zoowärters Freund, ebenfalls bis Ende August: Noch nicht schulpflichtig und darum äusserst interessiert daran, dass immer ein kleiner bis mittelgrosser Venditti oder zumindest eine Katze in Reichweite ist. Darf auf gar keinen Fall alleine im Garten sein, weil wir inzwischen einen ganz und gar kleinkinderuntauglichen Gartenteich haben. 

Ein wirklich herausforderndes Spiel, das mein Gedächtnis jung hält. Der Rest von mir sieht nach einem solchen Nachmittag aber ganz schön alt aus.

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