Mir ist sooooooo langweilig

Es ist die Standard-Bemerkung, wenn ich von meinem Leben mit fünf Kindern, Mann, Haus, Job, Schreiben etc. erzähle: „Dir wird bestimmt nie langweilig.“ Ohne viel zu überlegen, kommt dann meistens meine Standard-Frage zurück: „Langeweile? Was ist das?“ Und lange Zeit war es ja auch tatsächlich so, dass ich gar keine Zeit dazu hatte, mich zu langweilen. Da war immer jemand, der gewickelt werden wollte, immer einer, der Hunger hatte, der getröstet werden wollte, der ein paar Minuten bei Mama kuscheln wollte. Und wenn kein Kind etwas von mir wollte, dann rief der Haushalt mit seinen endlosen Aufgaben. Und wenn der Haushalt erledigt war, dann kam das Ehrenamt. Oder die Arbeit. Oder „Meiner“, mit dem ich ja auch noch ganz gerne Zeit verbringe.

Es ist nicht etwa so, dass mein Leben ruhiger geworden wäre, aber etwas hat sich in den vergangenen Monaten geändert. An Tagen, an denen ich mit allen Kindern alleine zu Hause bin, schleicht sich immer öfters die Langeweile bei mir ein. Ja, ich weiss, jetzt denkt ihr, ich sei vollkommen durchgedreht, aber ich versichere euch, dass ich für meine Verhältnisse geradezu erschreckend auf dem Boden der Tatsachen stehe, wenn ich sage, dass ich zuweilen kaum mehr weiss, was ich mit der Zeit anfangen soll. Seit ein paar Monaten können sich unsere Kinder – inklusive Prinzchen – ganz gut ohne mich unterhalten. Hin und wieder scheint mir gar, dass ich als Störfaktor wahrgenommen werde, aber das will ich noch nicht wahr haben.

„Umso besser“, mögt ihr jetzt denken „dann hast du jetzt also ganz viel Zeit, um dich dem Haushalt und deiner Schreiberei zu widmen, während die Kinder so schön mit sich selbst beschäftigt sind.“ Aber so einfach ist es leider nicht, denn die Kinder kommen wohl sehr gut ohne mich zurecht, solange ich in ihrer Nähe bin und irgend etwas tue, das man so nebenbei tun kann, den Geschirrspüler ausräumen, zum Beispiel, oder den Fussboden fegen. Sobald ich aber den grossen Fehler begehe, irgend eine grössere Arbeit in Angriff zu nehmen, weil die Kinder gerade so schön spielen, dann geht’s los mit dem Radau. Die fünf können sich während Stunden mustergültig verhalten, doch kaum liegen zum Beispiel alle meine Kleider auf dem Fussboden, weil ich die Gunst der Stunde nützen will, um mal wieder den Kleiderschrank aufzuräumen, legen sie los: Das Prinzchen öffnet sämtliche Joghurtbecher im Kühlschrank, der Zoowärter giesst einen Liter Apfelsaft in eine Espressotasse, der FeuerwehrRitterRömerPirat stürzt sich mit Feuereifer und einer Tube Leim auf eine Bastelarbeit, Luise verspürt den unbändigen Drang, sämtliche sich im Haus befindlichen Kosmetikartikel auszuprobieren und Karlsson fängt an, irgend einen obskuren Zaubertrank aus Ketchup, Honig und ich weiss nicht was sonst noch – das Rezept ist streng geheim – zusammenzubrauen. Spätestens nach fünf Minuten sieht es aus, als wäre eine Bombe geplatzt und ich werde plötzlich wieder von allen gleichzeitig gebraucht.

Man sieht also, das mit dem Arbeiten, währenddem die Kinder spielen, funktioniert nicht so richtig. Wie wär’s also mit lesen? Irgend ein oberflächliches Buch, das nicht allzu viel Konzentration erfordert und das man problemlos zur Seite legen kann, wenn man gebraucht wird. Nun, das ging früher, als die Kinder noch kleiner waren, ganz gut, aber heute hat „Mama mit Buch“ eine ähnlich fatale Wirkung auf die friedlich spielenden kleinen Menschen wie „Mama, die eine Arbeit in Angriff nimmt“. Spätestens nach einer halben Seite ist es vorbei mit der Ruhe und was dann abgeht, brauche ich euch nicht noch einmal zu schildern.

Nun gibt es ja noch andere Möglichkeiten, die Zeiten, in denen man nicht gebraucht wird, zu überbrücken. Man könnte zum Beispiel telefonieren. Anrufe, die getätigt werden sollten, gibt es genug. Zu dumm nur, dass die Wirkung von „Mama mit Telefon“ noch viel schlimmer ist als „Mama mit Buch“ oder „Mama, die eine Arbeit in Angriff nimmt“. Bevor du die Nummer fertig gewählt hast, heult der Erste und spätestens, nachdem du der Person am anderen Ende der Leitung deinen Namen genannt hast, musst du wieder auflegen, weil eines deiner Kinder in Lebensgefahr schwebt. Das Telefon ist also Tabu. Den allerschlimmsten Fehler, den du aber begehen kannst, ist, dass du die Zeit, in der die Kinder dich nicht brauchen, zur Entspannung nützen willst. Wehe, du machst dir einen schönen Kaffee und gönnst dir ein Stück Schokolade, vielleicht sogar noch ein Fussbad obendrein! Spätestens nach fünf Minuten müsstest du die Feuerwehr rufen, wenn du nicht wüsstest, dass alles nur noch schlimmer wird, wenn du den Hörer in der Hand hältst.

Ihr seht also: An solchen Tagen bleibt mir nichts anderes übrig, als anspruchslosen Kleinkram zu erledigen, während die Kinder sich ohne mich amüsieren. Und weil es selbst in unserem Haushalt nicht immer Kleinkram zu erledigen gibt – der Geschirrspüler braucht immerhin eine halbe Stunde, bis er fertig gespült hat und wieder ausgeräumt und neu beladen werden kann -, kommt es doch tatsächlich vor, dass ich zwischendurch mal auf dem Sofa sitze und wie ein Teenager jammere, mir sei so schrecklich langweilig. Und wie damals, in Teenagerzeiten, gibt es auch heute noch die Besserwisser, die nicht mitleiden, sondern einen pädagogisch wertvollen Ratschlag bereit haben: „Würdest du ein Musikinstrument spielen, dann müsstest du dich nicht langweilen, Mama“, tönt es aus dem Mund unseres Ältesten. Und schon ist er wieder weg. Seine Geschwister warten auf ihn.

 

Und plötzlich ist alles wieder ganz anders

Ganz unvermittelt sind wir seit heute wieder au-pair-los. Die Gründe spielen hier keine Rolle, wichtig für uns alle ist nur, dass weder sie noch wir an dem abrupten Ende Schuld sind. Ja, wir werden sie vermissen, denn wir haben sie wirklich gern bei uns gehabt, aber es geht nun mal nicht anders. Manchmal macht das Leben einfach was es will und dann sieht eben alles anders aus als geplant.

Wäre mir das Gleiche vor anderthalb Jahren passiert, ich wäre in Panik ausgebrochen. Wie sollte ich den Tag bloss überstehen ohne ein Au Pair, das mir unter die Arme greift? Wie den Haushalt schmeissen, wo die Kinder unterbringen, wenn Arbeit erledigt werden musste, wie die Nerven behalten bis zum Abend, wenn „Meiner“ zurückkommt? Heute ist das alles zum Glück nicht mehr ganz so schlimm, was vor allem daran liegt, dass ich dabei mitgeholfen habe, eine Familienzentrum aufzubauen. Noch vor einem halben Jahr hätte ich bei uns im Dorf keinen Betreuungsplatz gefunden, heute reicht ein Anruf und meine beiden Jüngsten sind bestens versorgt. Wie oft musste ich mir in den vergangenen Monaten die Frage gefallen lassen, weshalb ich mich denn so sehr für eine Einrichtung einsetzen würde, das könnten doch andere Menschen mit weniger Kindern tun. Heute kann ich sagen: Zum Glück bin ich drangeblieben, auch wenn ich damals nicht damit gerechnet hätte, dass ich selber jemals in diesem Ausmass von dem Angebot profitieren würde. 

Es gibt aber auch noch einen zweiten Grund, weshalb au-pair-lose Zeiten für mich keinem Weltuntergang mehr gleichkommen. Ich fürchte – und das sage ich ohne jeglichen Stolz – dass ich mich inzwischen mit einem gewissen Ausmass an Chaos abgefunden habe. Zwar muss ich immer mal wieder die Perfektionistin in mir niederringen, zwar kommt hin und wieder das nackte Grauen über mich, wenn ich all das Durcheinander sehe, aber ich fürchte, dass ich im Grossen und Ganzen resigniert habe. Ja, ich weiss, ich bin noch zu jung für sowas, aber was soll ich denn tun, wenn bei uns der Küchenfussboden sechsmal täglich gewischt wird und abends dennoch aussieht, als hätte eine Horde wilder Affen ein Picknick abgehalten? Klar, ich raffe mich immer und immer wieder zum Saubermachen auf, aber das mit der Ordnung, wie sie mir tief in meinem Innersten entsprechen würde, habe ich mir für die kommenden zehn Jahre abgeschminkt. Und deshalb macht es wohl auch keinen entscheidenden Unterschied mehr, ob ein Au Pair dabei mithilft, den ewig gleichen Mist wegzuräumen, oder ob „Meiner“, die Kinder und ich den aussichtslosen Versuch starten, dem Chaos fast ohne fremde Hilfe – die Putzfrau haben wir ja noch – Herr zu werden.

Man sieht also, wir werden das schon hinkriegen. Nur eine Sache macht mir ernsthaft Bauchweh: Was geschieht mit meinem Schreiben, jetzt, wo die Möglichkeit wegfällt, mich mitten am Tag ganz spontan ein paar Stunden ins Büro zurückzuziehen, während das Au Pair auf die Kinder aufpasst? Sieht ganz danach aus, als müssten „Meiner“ und ich den Lebensumbau etwas beschleunigen, denn eben erst habe ich beschlossen, der Schreiberei wieder mehr Raum zu geben. Und das geht nun mal nicht, wenn fünf Kinder unbeaufsichtigt die Wohnung demolieren, während Mama versucht, ihre weltbewegenden Gedanken zu Papier zu bringen.

Rückeroberung

Vor einigen Tagen habe ich darüber geschrieben, wie sich in unserem Alltag die Anzeichen mehren, dass ich dabei bin, mein überhöhtes Lebenstempo endlich zu drosseln. Ein gutes Gefühl, hasse ich es doch, wenn ich nur noch auf das, was sich mir in den Weg stellt, reagieren kann, anstatt zu bestimmen, was wann drankommt. Nun ja, mit fünf Kindern sind die Tage, die so ablaufen, wie ich sie in den frühen Morgenstunden plane, äusserst selten, aber zumindest möchte ich halbwegs das Gefühl haben, dass ich den Überblick behalten kann über das, was getan werden muss. Mir scheint, dass ich diesem Zustand wieder näher bin als auch schon. Und je näher ich diesem Zustand komme, umso mehr muss ich der beunruhigenden Tatsache ins Auge sehen, dass ich sehr weit davon entfernt war, mein Leben nur halbwegs im Griff zu haben.

Wie, ihr möchtet gerne Beispiele hören, weil mein Geschreibsel etwas abgehoben und theoretisch daherkommt? Nun gut, dann werden wir eben ganz praktisch: Im Badezimmer türmt sich ein Wäscheberg, der so langsam zu müffeln beginnt. „Meiner“, der mir in den Monaten, die ich im schwarzen Loch verbracht habe, tatkräftig unter die Arme gegriffen hat, ignoriert den Berg seit Tagen. Nicht, weil er findet, das sei jetzt wieder mein Job, sondern ganz einfach, weil er nun dran ist mit „mir wächst das alles über den Kopf“. Also muss ich ran. Mein erster Gedanke, als ich den Wäscheberg unter die Lupe nehme: „Das schaffe ich nicht!“ Ein Gedanke, der mir im schwarzen Loch zum Motto des Tages geworden war. Aber weil ich weiss, dass ich muss, mache ich mich dran, die Wäsche zu sortieren, etwas, was „Meiner“ übrigens nie tut, was mir ganz schrecklich auf die Nerven fällt. Doch wer nicht wäscht, soll nicht motzen, also habe ich es mir abgewöhnt, ihm deswegen in den Ohren zu liegen. Jetzt aber bin, wie bereits zweimal erwähnt, ich dran (Ihr seht, ich bin inzwischen soweit, dass ich Applaus erwarte für die banalste aller Hausarbeiten.) und so wird die Wäsche wieder nach Farben sortiert, der blaue Berg landet in der einen Waschmaschine, der rote in der anderen, der Grüne und der Graubraunschwarzhässlichemikrofaserlappenberg warten brav vor den Waschmaschinen, bis sie an die Reihe kommen. Wenige Stunden später ist der ganze Wäscheberg verschwunden, es duftet überall nach frisch gewaschener Wäsche, die Kinder helfen beim Aufhängen und ich habe gar die grandiose Idee, einen zusätzlichen Wäscheständer aus dem Keller zu holen, damit wir nicht immer alles über Stuhllehnen und Salontischchen zum Trocknen ausbreiten müssen.

So einfach war das und ich klopfe mir voller Stolz auf die Schulter, weil ich das einfach so nebenbei geschafft habe. Wenn ihr jetzt denkt, dass ich vollkommen übergeschnappt bin, weil ich euch mit derart alltäglichem Mist belästige, dem muss ich leider sagen, dass genau dies für mich nicht mehr alltäglich war. Genauso wenig wie die Küche nach dem Essen wieder in einen halbwegs anständigen Zustand zu bringen, die Grünabfälle zu entsorgen, bevor sie zu leben beginnen und sich von alleine aus dem Staub machen oder diesen lästigen Fleck Vanillepudding im Kühlschrank wegzuwischen. Das Verrückte daran ist, dass ich jedesmal, wenn ich mir wieder einen kleinen Flecken Haushalt zurückerobert habe – nicht, dass ich im Sinne hätte, hier jemals wieder die Alleinherrschaft an mich zu reissen – , das Gefühl habe, ich hätte unglaublich Grosses geleistet. Das, was zum Familienleben einfach so dazugehören würde, erschien mir über Monate so unüberwindbar, dass ich jetzt, wo ich wieder den Mut aufbringen kann, mich der Dinge anzunehmen, so etwas wie Stolz empfinde, wenn ich es geschafft habe, die Arbeit zu Ende zu bringen. Es ist nicht sosehr die erledigte Arbeit, die mich mit Stolz erfuellt, sondern die Tatsache, dass ich es geschafft habe, mir den Ruck zu geben, dass ich die Energie aufgebracht habe, etwas zu tun, was getan werden muss. Ich weiss, das klingt ziemlich durchgedreht, aber so ist das nun mal, wenn eine Hausfrau, die ohnehin nicht mit allzu vielen praktischen Talenten ausgestattet ist, sich aus dem schwarzen Loch zurück in den Alltag kämpfen muss.

Ach ja, und falls sich jemand darüber aufregt, dass ich von zwei Waschmaschinen schreibe, der kann sich beruhigen: Nur eine davon gehört uns, die andere gehört zur Grundausstattung des Hauses und wird nur dann in Betrieb genommen, wenn der Wäscheberg sich langsam aber sicher der Zimmerdecke nähert. 

 

Was ist hier falsch?

In der Theorie sollte das Ultraschallgerät

a) Ratten und andere Nager vertreiben

b) Für Menschen unhörbar sein

c) Andere Tiere nicht vertreiben

In der Realität sieht die Sache etwas anders aus denn 

a) hält es das Au Pair keine Sekunde mehr auf dem Balkon aus, weil sie die für Menschen angeblich nicht hörbaren Töne sehr wohl hören kann

b) sind sämtliche Spatzen, die uns so viel Freude bereitet haben, zuerst beinahe durchgedreht und dann spurlos verschwunden und 

c) lässt sich das Rattenvieh von dem lästigen Gerät nicht im Geringsten stören, sondern treibt sich seelenruhig weiter auf unserem Balkon rum.

Da gibt es nur noch eins: Der Kammerjäger muss kommen. Und zwar sofort. Denn inzwischen ist das Rattenvieh so wohlgenährt, dass auch zehn ausgewachsene Katzen nicht mit ihm fertig werden könnten.

Davon haben wir doch geträumt

Davon haben wir doch alle geträumt, als wir zum ersten Mal dieses unbeschreibliche Flattern in unserem Bauch verspürten, das uns unmisserverständlich klar machte, dass da tatsächlich etwas Lebendiges in uns heranwächst. „Hach, wird das himmlisch sein, wenn das kleine Wesen erst auf der Welt ist und damit anfangen wird, sich mit seinem grossen Bruder zu zanken“, haben wir geseufzt und uns liebevoll über den Bauch gestreichelt. „Ich kann es kaum erwarten, bis das Kleine gross genug ist, damit ich es beim Mittagessen anbrüllen kann, es solle gefälligst die Füsse vom Tisch nehmen, ich hätte ihm das jetzt schon hundertmal gesagt. Und wenn dann erst mal der Tag kommt, an dem ich es aufs Zimmer verbannen darf, weil es zuerst mit Absicht einen Teller zerschlagen, mich angemotzt und dann auch noch die Tür geknallt hat. Und ich will doch hoffen, dass es bereits am ersten Schultag sein Schulheft zerreisst vor lauter Wut über die Schule. Wäre doch schade, wenn es damit warten würde bis zur Pubertät…“ Verträumt haben wir ins Leere gestarrt und uns ausgemalt, wie schön es doch mal werden würde, wenn die Kleinen erst gross genug wären, ihren ersten Trotzanfall zu kriegen, wenn sie endlich stark genug wären, den kleinen Bruder zu verdreschen, wenn sie damit aufhören würden, das Köpfchen schief zu legen um uns zuckersüss anzulächeln und uns stattdessen endlich hinter dem Rücken die Zunge herausstrecken würden.

Aber wie es so ist mit dem Elternsein, wir mussten zuerst das gewöhnliche Weichspülprogramm von klebrigen Küssen, sehnsüchtigen „Mamaaaaa ich liiiiieeeebe dich!“-Rufen und zärtlichen Kuschelrunden durchstehen, bevor wir endlich bekommen konnten, wovon wir in unseren schönsten Träumen nicht zu träumen wagten. Auch bei uns hat es länger gedauert als erhofft. Heute, nach einem Tag voller „Willst du jetzt endlich mal zuhören!“, „Jetzt hörst du sofort auf damit oder ich schicke dich auf dein Zimmer!“ und „Wisch das augenblicklich wieder auf, bevor sich einer den Fuss verletzt an den Scherben!“ bin ich aber zuversichtlich, dass sich mein Leben so ganz allmählich meinem Wunschtraum von damals nähert.

Ihr dürft mich getrost eine Memme schimpfen..

… aber nachdem ich mir in meiner Kindheit einen ganzen Tag lang das schreckliche Geräusch anhören musste, das zwei Katzen verursachen, wenn sie unter einem Küchenschrank eine Ratte zerkauen, ….

… nachdem mir eines Morgens die grosse Schwester schreckensbleich erzählte, ihr sei in den frühen Morgenstunden eine Ratte über das Gesicht gerannt,…

… nachdem die grässliche Ratte, die mein grosser Bruder sich als Haustier angeschafft hatte, den Nachbarjungen in den Finger gebissen hatte und ich dafür geradestehen musste, obschon ich ihm gesagt hatte, er solle nicht so doof sein, den Finger durch das Gitter zu stecken,…

… nachdem ich viele Jahre nach meinen Auszug aus dem Elternhaus erfahren musste, dass man beim Umbau zwischen den Bodenbrettern mumifizierte Ratten gefunden hatte, die wohl damals, als ich ein Kind war, noch frisch und fröhlich im Haus herumgerannt waren,…

… nach all dem kann ich nicht anders, als laut zu kreischen, wenn das Ding, das über den Balkon huscht, kein Spatz, sondern eine wohlgenährte Ratte ist. 

Es wird euch wohl kaum verwundern, dass ich aufgrund meiner Erfahrungen fürchtete, das Au Pair werde sogleich mit Sack und Pack losziehen und sich eine neue Bleibe suchen. Wo ich doch genau dies tun würde, wenn ich könnte. Dass sie dann voller Entzücken dabei zusah, wie das Vieh sich an unseren Grünabfällen gütlich tat, konnte ich nicht nachvollziehen, aber es beruhigte mich sehr. Möchte ich doch nur sehr ungern, dass sie von uns weggeht, wo wir uns so prächtig miteinander verstehen. 

Vielleicht findet ihr es ziemlich übertrieben von mir, dass ich heute nicht nur keinen Fuss mehr auf den Balkon setzte, sondern mich auch bis zum Abend weigerte, das Haus zu verlassen. Und vermutlich denkt ihr, ich sei ein ziemlich humorloser Mensch, weil ich er überhaupt nicht lustig fand, dass Karlsson und der FeuerwehrRitterRömerPirat behaupteten, sie hätten die Ratte ins Haus huschen sehen und sie befinde sich jetzt im Schlafzimmer. Möglicherweise findet ihr es auch ungerecht, dass ich ein wenig sauer bin auf „Meinen“, der nach Feierabend nicht unverzüglich die Grünabfälle entsorgt hat, um die Ratte in Zukunft vom Balkon fern zu halten. Aber ihr müsst mich schon auch verstehen: Nachdem der Mann vor zwei Tagen so heldenhaft unsere Vorräte befreit hat, erwarte ich natürlich weitere grosse Taten von ihm. Vermutlich findet ihr es auch vollkommen übertrieben, dass ich heute Abend nicht gerne zu Bett gehe, weil ich mich vor Rattenträumen fürchte. 

Es ist nun mal so: Ich habe heute meinem Kindheitstrauma in die Augen sehen müssen. Und auch wenn ich zugeben muss, dass diese Augen ganz hübsch sind, vom Schwanz her gesehen ist das Vieh so abstossend, dass ich auf seinen Anblick – und auch auf seine (un)heimlichen Besuche – ganz gerne verzichten würde.

Vandalen

Okay, als Mutter von fünf Kinder bin ich mir ja einiges an Zerstörungswut gewöhnt. Eingeschlagene Fensterscheiben, einarmige Playmobil-Figuren, enthauptete Barbies, Rutschautos, die auf den Felgen fahren, Bilderbücher mit zerfetzten Seiten, zerkratzte CDs…  Alles nichts Neues. Aber wie ein Zweijähriger und ein Vierjähriger es zustande bringen, mit brachialer Gewalt einem Klavier fünf Tasten auszureissen – und ich meine damit wirklich ausreissen – dafür fehlt mir die Vorstellungskraft. Offen gestanden fehlt mir dafür auch das Verständnis und Karlsson, der eben erst mit Klavierspielen angefangen hat, ebenso.

Wo wir schon beim Vandalismus sind, muss ich euch aber auch gestehen, dass ich es doch tatsächlich geschafft habe, Kinderwagen Nummer 7, den ich eigentlich noch für meine Enkelkinder hätte brauchen wollen, zu überfahren. Ja, ihr habt richtig gelesen, ich habe das Ding tatsächlich mit unserem allerliebsten himmelblauen Auto überfahren und einige Meter mitgeschleppt, bevor ich realisierte, dass es nicht an der angezogenen Handbremse liegen konnte, dass das Auto einfach nicht vom Fleck kommen wollte. Die Sache ist ebenso ärgerlich wie die Sache mit dem Klavier, aber immerhin gibt es einen Grund dafür: Hausfrauenstress. Und wenn das kein Grund ist für Vandalismus – beabsichtigten und unbeabsichtigten – was denn sonst? 

Wiedermal Dienstag

Kann mir mal jemand sagen, wie man all dies und noch viel mehr in einen ganz gewöhnlichen Dienstag pressen kann:

– Einen sehr schlecht gelaunten Zoowärter davon überzeugen, dass es in der Spielgruppe schön ist und dass er deswegen rechtzeitig dort sein muss.

– Dem Zoowärter das Nuschi aus Mund und Nasenlöchern entwinden, damit man das Ding mal wieder kochen kann, weil so viele Bakterien ganz bestimmt nicht gesund sein können.

– Eine geschlagene Stunde mit Luise in Trimbach herumirren, ohne die Psychomotorik-Therapeutin zu finden, dazu abwechselnd auf mühsame Autofahrer schimpfen, sich bei Luise entschuldigen, sich rechtfertigen, weshalb man sich dennoch kein Navi anschaffen will und sich selbst mit Vorwürfen eindecken, weil man die mieseste Versagermama auf dem Planeten  ist. Liebe Trimbacher, bitte nehmt es mir nicht übel, aber so schnell komme ich nicht wieder zu euch.

– Den Zoowärter zu spät von der Spielgruppe abholen und dabei den zwei Frauen, die das Pech haben,  dir über den Weg zu laufen, den Kopf voll jammern, weil das Leben im Schwarzen Loch mal wieder nahezu unerträglich ist.

– Dem Au Pair zeigen, wie man Pesto macht, herausfinden, was „Bärlauch“ auf Englisch heisst und gleichzeitig das Geheul des Zoowärters ausblenden, der noch immer beleidigt ist, dass sein Nuschi gekocht worden ist.

– Karlsson dazu überreden, dass er zum Mittagstisch geht, auch wenn sein bester Freund heute nicht dort isst.

– Erde aufwischen, Milch aufwischen, Nudeln aufwischen, Wasser aufwischen, noch einmal Erde und dann auch noch Sand.

– Zwei Kinder baden und danach, wenn die zwei das Bad verlassen haben, sechs leere  Shampooflaschen aus der Badewanne fischen.

– 65 Minuten Mittagsschlaf  halten, dabei verpennen, dass der FeuerwehrRitterRömerPirat zu seinem Freund geht und erst wieder richtig wach werden, als Luise an der Tür klingelt. Weshalb sie geklingelt hat? Weil sie vor der Haustüre noch kurz ihren Magen hat entleeren müssen und jetzt zu schwach ist, alleine die Treppe hochzukommen. Ach ja, aufwischen musste man das Ganze natürlich auch noch.

– Mit Kindern und Au Pair in der Vorfreude auf die Ferien im Greyerzerland schwelgen. Nur noch viermal schlafen…

– Büchernachschub bestellen, weil Karlsson nichts mehr zum Lesen hat.

– Ohne Hörschaden aushalten, dass Karlsson und Luise gleichzeitig am Küchentisch musizieren. Er auf der Geige Vivaldis Konzert in G-Dur, sie auf der Querflöte „Hafer und Korn“  oder so ähnlich. Und im Hintergrund summt der Zoowärter mit.

– Ein epochaler  Streit mit Karlsson, der darin endet, dass er ein Glas zerschmettert und ich trotz Halsschmerzen versuche, herumzubrüllen und mich damit vollkommen lächerlich mache. Als Nebeneffekt kommt das Prinzchen, das schon selig geschlafen hatte, quietschfidel aus dem Bett und verlängert den fröhlichen Kindertag um zwei Stunden.

– Ein Vollbad zum Feierabend.

– Keine Minute am Arbeitsplatz verbringen und nur dreimal telefonieren. Ein neuer Rekord auf meinem Weg der besseren Trennung von Privat- und Berufsleben.

– Nur einmal die Online-News checken, um zu lesen, wie viel verseuchtes Wasser wieder geflossen ist. Auch dies ein neuer Rekord, der allerdings damit zusammenhängen könnte, dass Fukushima in den Medien bereits wieder Geschichte ist und man deshalb kaum mehr Neues liest.

– Drei Minuten lang den Frühling geniessen. Immerhin hat die Zeit gereicht, um festzustellen, dass die Tulpen zu blühen beginnen und dass trotz Bienensterben die eine oder andere Biene sich zu unseren Pfirsichbäumchen verirrt.

Bad Mummy

Es ist die klassische Filmszene, wenn man ohne weit auszuholen darstellen will, dass Mama eine elende Egoistin, das Kind ein armer, vernachlässigter Tropf ist: Das Kind hat einen wichtigen Auftritt – zum Beispiel als Strohballen im Krippenspiel – und die Mama hat nichts Besseres zu tun, als schwarzbestrumpft und hochhackig in irgend einem Meeting zu sitzen. Vor lauter Angst, dass die Mama es auch diesmal nicht zum grossen Auftritt schaffen wird, ist das Kind den Tränen nahe, aber weil Mama in letzter Sekunde eine himmlische Stimme vernimmt, die ihr sagt, dass dies die einzige Gelegenheit ihres Lebens ist, ihr Kind als Strohballen verkleidet zu sehen, rennt sie aus dem Meeting, lässt Boss und böse Konkurrentin sitzen und schafft es gerade noch im letzten Augenblick, zu sehen, wie der Strohballen vom Esel – im Kostüm steckt das lästige Nachbarskind – verzehrt wird. Von dem Moment an ist Mama ein neuer Mensch und verspricht ihrem Kind, es nie mehr wegen eines Meetings warten zu lassen, sondern es in Zukunft zu jeder Sitzung mitzunehmen.

So ist das in Hollywood und ich selber musste leider schon sehr früh erkennen, dass die Geschichte in der Realität anders ausgeht. In meiner Realität war das so, dass meine Mama sich alle Mühe gab, rechtzeitig zum grossen Auftritt zu kommen, dass dann aber im letzen Moment ein Schaf durchbrannte oder die Konfitüre überkochte oder eine lästige Bekannte sich nicht abschütteln lassen wollte und dann war sie eben spät dran. Und dann geschah es eben, dass sie exakt in dem Moment, als ich das letzte Wort des auswendig gelernten Gedichts – „Dunkel war alles und Nacht, in der Erde tief die Zwiebel schlief, die Braune…“ – gesagt hatte, atemlos zur Tür hereinkam und nur noch das enttäuschte Gesicht ihrer Tochter sehen konnte. Fürchterlich, nicht wahr? Meine arme Mama muss sich schreckliche Vorwürfe gemacht haben.

Woher ich das weiss? Nun, inzwischen bin ich selber eine Mama und zwar eine, die nicht wegen entlaufener Schafe oder überkochender Konfitüre den Auftritt ihres Sohnes verpasst, sondern einfach nur deshalb, weil sie einen Termin zugesagt hat, ohne zu wissen, dass an genau diesem Abend Schülerkonzert sein würde. Gut, eigentlich wären die beiden Termine ja ganz glatt aneinander vorbeigegangen, denn das Konzert begann um sieben, der Termin war um acht. Aber wer schon mal bei einem Schülerkonzert gewesen ist, der weiss, dass allein der Applaus nach jeder Ansage – kann mir mal einer verraten, weshalb man nach einer Ansage applaudiert? – eine halbe Stunde füllt. Wenn also Mama eine knappe Stunde Zeit hat, Karlssons Auftritt aber auf Position 11 im Konzertprogramm steht, dann ist klar, dass es unmöglich ist, dass Mama dabei sein wird, wenn Karlsson spielt.

Menschen, die keine Kinder haben, mögen nun denken, es sei doch nicht so schlimm, einen Auftritt am Schülerkonzert zu verpassen. Sind ja nicht die Berliner Philharmoniker, die da auftreten. Nein, sind es nicht, aber es ist Karlsson, der mich gestern ganz aufgeregt daran erinnert hatte, heute sei dann „der grosse Abend“. Es ist Karlsson, der zum ersten Mal gemeinsam mit viel grösseren Schülern auftreten darf. Es ist Karlsson, der miterleben muss, dass seine Mama zwar noch den Auftritt des FeuerwehrRitterRömerPiraten mitbekommt, bei seinem aber schon längst wieder abgerauscht ist, weil sie dummerweise schon wieder beruflich eingespannt ist. Ich weiss, wie elend sich Karlsson fühlt. Genau so elend, wie ich mich damals gefühlt hatte, als meine Mama nicht dabei war, als ich das Gedicht von der Tulpenzwiebel aufsagte.

Was Karlsson jetzt noch nicht weiss, vielleicht aber später einmal wissen wird: Für die Mama oder den Papa ist so eine Situation genauso schlimm wie für das Kind. Denn Mamas und Papas wollen nichts lieber als dabei sein, wenn ihr Kind auf der Bühne steht. Weil sie wissen, wie wichtig so eine Sache für ihr Kind ist. Weil sie jeden Moment lang mit ihrem Kind mitfiebern wollen. Weil sie heulen könnten vor lauter Rührung, dass ihr kleines grosses Kind schon so viel kann. Und weil sie nach dem Auftritt aufrichtig sagen wollen: „Du warst der Beste!“ und nicht „Ich bin sicher, dass du der Beste warst, aber leider habe ich das nicht mehr mitgekriegt, weil ich schon wieder woanders war, als du endlich dran warst.“

Lasst mich auch mitreden!

Es war wieder mal typisch. Am Eingang zur Migros stand eine nette Dame, welche die Kunden nach der Kasse abfing, um von ihnen die Meinung über das Sortiment, die Einrichtung des Ladens und die Freundlichkeit des Personals zu erfahren. Es war kurz vor Feierabend und die meisten Kunden wollten nur eins: So rasch als möglich nach Hause gehen und deswegen erteilten sie alle der netten Dame eine Absage. Während ich dabei zusah, wie die Dame verzweifelt nach Opfern suchte, sah ich meine Chancen steigen, dass man endlich einmal mich befragen würde. Nun mögt ihr euch vielleicht an den Kopf fassen und euch fragen, ob ich denn nun vollends durchgeknallt sei. Und das bin ich ja vermutlich auch, denn ich gehöre zu dieser verschwinden kleinen Minderheit in der westlichen Welt, die gerne Fragebogen ausfüllt. Hach, wie ich es liebe, meine Kreuzchen setzen zu dürfen! Wie ich es geniesse, wenn ich endlich mal das zu Papier bringen darf, ob ich mit der Vielfalt des Bio-Angebots zufrieden bin, ob der Laden den Bedürfnissen von Familien gerecht wird, ob ich den Käse lieber abgepackt oder im Offenverkauf kaufen möchte. Ja, so bin ich tatsächlich. Zu den Dingen, die mir wichtig sind, möchte ich gerne meine Meinung sagen und da mir gutes und gesundes Essen heilig ist, habe ich auch zu ziemlich jeder Frage, die den Einkauf betrifft, eine Meinung, die ich den Verantwortlichen gerne mitteilen möchte.

Natürlich ist das nicht das einzige Thema, das mich interessiert. Ich würde mich auch liebend gerne dazu äussern, welcher Partei ich bei den Wahlen im Herbst meine Stimme geben werde, ob ich für oder gegen eine Einheitskrankenkasse bin und ob ich wünsche, dass die Schweiz sofort aus der Atomenergie aussteigt. Diese Umfragen werden gemacht, ich weiss es ganz genau. Wie sonst könnte man dann in der Zeitung schreiben, dass soundsoviele Prozent der Schweizer Bevölkerung der Meinung sind, dass man die Einfuhr von ausländischen Kartoffeln per sofort verbieten soll? Und jedes Mal, wenn ich so ein Umfrageergebnis sehe, frage ich mich, weshalb die mich nicht gefragt haben. Weil ich doch so gerne Fragebogen ausfülle. Und weil ich den Verantwortlichen so gerne den einen oder anderen Tritt gegen das Schienbein verpassen möchte.

Nicht, dass ich nie die Gelegenheit hätte, bei Umfragen mitzumachen. Im Gegenteil, in meiner Mailbox landet fast jede Woche ein Fragebogen. Aber was will man dort von mir wissen? „Welches der genannten Waschmittel duftet Ihrer Meinung nach am frischesten?“ oder „Wie zufrieden sind Sie mit dem Grauton, den Ihre Bank für den neuen Werbeprospekt gewählt hat?“ oder „Welche Vorsorgeeinrichtung hat Ihrer Meinung nach den überzeugendsten Internetauftritt?“ Lauter solchen Mist fragen die mich, aber zu den entscheidenden Fragen des Lebens fragen sie immer die anderen und dann muss ich mich wieder darüber aufregen, dass die Mehrheit der Befragten so anders denkt als ich. Gut, wenn ich hätte mitmachen dürfen, sähe das Resultat wohl nicht viel anders aus, weil ich ja nur eine von vielen Befragten wäre, aber immerhin hätte ich dann das Gefühl, dass ich mich darum bemüht habe, eine andere Meinung zu vertreten. Aber wenn man mich nicht mal mitreden lässt…

Heute aber beim Einkauf war ich mir ziemlich sicher, dass ich für einmal mitreden dürfte. Damit die verzweifelte Dame, die kein Opfer finden konnte, auch bestimmt auf mich zukommen würde, machte ich ein besonders freundliches Gesicht und liess mir sehr viel Zeit beim Einpacken. Gut, allzu schnell ging es ohnehin nicht vorwärts, da der Zoowärter versuchte, mir zu helfen, was die ganze Packerei erheblich verlangsamte. Doch während wir beide am Einpacken waren, geschah das Unvorstellbare: Die Dame mit den Fragebogen konnte sich auf einmal der Opfer nicht mehr erwehren und als ich mich zum Gehen wandte, sassen da vier Kundinnen am Tisch, die alle eifrig ihre Fragebogen ausfüllten und für mich war kein Platz mehr. Einmal mehr durften alle anderen ihren Spass haben, nur ich durfte wieder keine Kreuzchen auf den Fragebogen setzen, um meine Meinung kundzutun. Dabei rede ich doch so gerne mit.

Noch irgendwelche Fragen, weshalb ich fast jeden Tag blogge?