So redet sie inzwischen mit mir

Luise braucht Hilfe bei einer Mathematikaufgabe und weil „Meiner“ nicht zu Hause ist, wendet sie sich mit ihrer Frage an mich. Wobei, eine Frage kann man das eigentlich nicht nennen. Es ist eher ein Vortrag, den sie mir da hält. Ein Vortrag, zu dem ich am Ende mein Feedback geben soll.

Sie erzählt mir von Katheten, Hypotenusen, der Berechnung der Höhe, von rechten Winkeln und quadratischen Flächen. Irgendwann bemerkt sie, dass ich sie mit glasigem Blick anschaue.

„Du verstehst doch, was ich meine, Mama?“

„Äääääh, nein…“

„Also, das ist eigentlich ganz einfach. Du hast ein rechtwinkliges Dreieck und hier hast du die beiden Katheten und da hast du die Hypotenuse… Kommst du jetzt draus?“

„Äääääh, nein…“ 

„Also, wenn du die Hypotenuse hast, dann kannst du…“, referiert sie munter weiter, aber natürlich verstehe ich noch immer nicht. Ich habe den Dingen, von denen sie redet, schon vor vielen Jahren abgeschworen. Irgendwann erkennt meine Tochter, dass bei mir Hopfen und Malz verloren ist, also zieht sie sich zurück, um ihr mathematisches Problem im Alleingang zu lösen.

Voller Bewunderung schaue ich ihr nach, als sie aus dem Zimmer geht. Bewunderung, weil sie Dinge versteht, die ich in vierzehn Schuljahren nie verstanden habe. Bewunderung aber auch, weil sie sich nicht hat anstecken lassen von der Aversion gegen Mathematik, die fast alle Frauen in unserem Clan haben. 

träd

 

Santa Claus ist auch schon da

Nachdem wir gestern Abend voller Andacht – und natürlich auch mit einer tüchtigen Portion Elternstolz – den Klängen lauschten, die Karlsson seiner Geige entlockt, sind wir heute wieder auf dem harten Boden der musikalischen Realität gelandet. Bald findet bei uns im Dorf nämlich ein Weihnachtskonzert statt, bei dem unter anderem auch ein Ensemble der Musikschule mitwirkt. Für uns als Familie bedeutet dies:

„Santa Claus is coming to town“ rauf und runter, interpretiert von einem hoch motivierten Karlsson, einem ziemlich motivierten Prinzchen und einem irgendwie schon auch motivierten Zoowärter, der aber partout nicht einsehen will, weshalb sich manche Leute für solche Dinge beinahe die Finger wund spielen. Santa wird also so lange durch unsere Gehörgänge spazieren, bis bei jedem jeder Ton sitzt. Und dann wird die Phase des häuslichen Zusammenspiels beginnen…

Soweit sind wir momentan noch nicht, denn Karlsson hat erst heute erfahren, dass er auch mit von der Partie ist, weshalb er erst noch ein wenig üben muss. Doch man ahnt bereits, wie es kommen wird, wenn er genug geübt hat. Er wird Santa Claus mit Kapriolen und Schnörkel über die Klaviertasten treiben, das Prinzchen wird alles geben, um dem Mann im roten Mantel auf den Fersen zu bleiben und der Zoowärter wird jammern, der arme Santa sei doch schon alt, der brauche bestimmt hin und wieder eine Pause, um sich auszuruhen. So, wie ich Karlsson kenne, wird er solche Einwände nicht gelten lassen und Santa weiter vor sich hertreiben, bis alles perfekt ist. Es würde mich deshalb nicht verwundern, wenn der gute alte Mann irgendwann mit lautem Türknallen aus unserer Wohnung verschwände. 

So sehr ich es auch schätze, dass unsere Söhne musizieren – würde Santa verschwinden, wäre ich noch so froh. Der Kerl weigert sich nämlich jetzt schon standhaft, aus meinen Gehörgängen zu verschwinden und bis zum Konzert sind es noch fast zwei Wochen…

skön

Vielleicht kommt er dann doch wieder

Wie man weiss, haben das Prinzchen und der Zoowärter entschieden, dass es im Hause Venditti keinen leibhaftigen Samichlaus mehr braucht. Also lag heute Abend, als wir von Karlssons Geigenvorspiel nach Hause kamen, bloss ein Sack voller Nüsse, Mandarinen, Lebkuchen und dergleichen vor der Haustür. Damit der Chlausabend dennoch einen mehr oder weniger geheimnisvollen Anstrich bekam, legte ich den Sachen einen Brief an unsere Kinder bei. 

Darin liess ich den Chlaus noch einmal die guten alten Zeiten heraufbeschwören, legte ihm lobende Worte über die kleinen und mittelgrossen Vendittis in den Mund und liess ihn uns ausrichten, er sei schon ein wenig traurig, weil sein Besuch am 6. Dezember nicht mehr erwünscht sei. Wenn eine schöne Tradition ein Ende findet, wird man ja wohl noch ein wenig sentimental sein dürfen, nicht wahr? 

Nun, mein stümperhafter Versuch, die Samichlaus-Ära würdig abzuschliessen, ging tüchtig in die Hosen. Der Brief weckte nämlich nicht schöne Erinnerungen, sondern Prinzchens schlechtes Gewissen. „Nächstes Jahr müssen wir den Chlaus unbedingt wieder zu uns einladen“, meinte er, als es Zeit war, ins Bett zu gehen. „Warum denn?“, wollte ich wissen. „Du hast doch gesagt, wir brauchten das jetzt nicht mehr.“ „Ja schon, aber der Samichlaus war so fruchtbar traurig, dass er nicht mehr eingeladen war. Das hat er doch in seinem Brief geschrieben. Ich will, dass er nächstes Jahr wieder kommen darf, damit er nicht mehr traurig sein muss.“

Und ich hatte allen Ernstes geglaubt, bei uns zu Hause glaube keiner mehr an den Samichlaus…

toscana

 

 

Hab‘ ich dir doch schon gesagt…

Du begleitest sie von klein auf, siehst schon früh gewisse Stärken und Talente, stehst mit ihnen die harten Jahre der Pubertät durch, in denen sie oft an sich selber vorbei zu leben scheinen und freust dich unbändig, wenn allmählich zur Entfaltung kommt, was du schon immer geahnt hast. Aber wehe, du sagst: „In dir steckt so unglaublich viel drin. Mach etwas aus dem, was dir mit auf den Weg gegeben wurde.“ Dann lachen sie nur und meinen: “ Du bist meine Mutter, du musst mich ja toll finden. Es ist sozusagen dein Job, von mir begeistert zu sein.“

Wenn dann aber jemand anders die gleichen Stärken und Talente in ihnen sieht, dann kommen sie ganz erstaunt angerannt und sagen: „Der oder die ist doch tatsächlich der Meinung, ich sei richtig begabt in diesem Bereich. Kannst du dir das vorstellen, Mama?“

Ja, das kann ich, mein Kind. Ich versuche schon seit Jahren, es dir weis zu machen.

Augen zu!

Heute Morgen im Bus: Ich lese die Nachrichtenfetzen, die sich auf dem Bildschirm mit Werbung abwechseln. Lauter traurige Dinge, die da stehen. Millionen von hungernden Menschen, der leider inzwischen normale Irrsinn aus den USA, Unglücksfälle hier und dort, bedenkliche politische Entwicklungen im Inland – das volle Programm also.

In der Stadt dann Weihnachtskitsch, soweit das Auge reicht. Alles, was der Mensch nicht haben muss, gibt es im Überfluss. Mein persönlicher Favorit: Kuschelige Pyjama-Einteiler, mit deren Hilfe sich ausgewachsene – das Wort „erwachsen“ scheint mir hier fehl am Platze zu sein – Menschen zur Schlafenszeit wahlweise in Donald, Daisy oder Dumbo verwandeln können.

Auf der Heimfahrt dann wieder die gleichen trüben Nachrichten wie zuvor. „Was soll’s?“, sage ich mir. „Die Welt mag vor die Hunde gehen, aber immerhin haben wir die Wahl, ob wir als Daisy, Donald oder Dumbo die Augen vor der Realität verschliessen wollen.“

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Benimm dich wie ein Vollautomat!

Meine liebe Kaffeemaschine, so geht das aber nicht. Wenn du dich nicht wohl fühlst, musst du mir direkt ins Gesicht sagen, was dir fehlt. Da kannst du nicht tagelang klägliche Rinnsale von dir geben und pausenlos jammern, dein System müsse gefüllt werden, wenn ich dich um einen Koffeinschub bitte. Ich werde ja verrückt vor lauter Sorge um dich, wenn du plötzlich nur noch ein verzweifeltes Schluchzen von dir gibst, wo du doch eigentlich kräftig Wasser ansaugen solltest. Und weil du mir nicht offen sagen willst, was los ist, fange ich an, mich in dubiosen Kaffeevollautomatenforen rumzutreiben, um herauszufinden, wie ich dir helfen kann. Du machst dir ja keine Vorstellung davon, was für ein Schreck mir in die Glieder gefahren ist, als ich gelesen habe, was dein derzeitiges Verhalten alles aussagen könnte. Das ist so ähnlich, wie wenn man ein paar harmlose Schnupfensymptome googelt und nach einigen Klicks erfährt, dass man wohl nur noch ein paar Tage zu leben hat. Nun, zum Glück bin ich dann irgendwo über den Beitrag gestolpert, in dem zu lesen war, dass dein passiv-aggressives Getue auf eine Verkalkung hinweisen könnte. Und siehe da! Jetzt, wo das geklärt ist, spuckst du wieder Kaffee, als wäre nichts gewesen.

Schau, meine Liebe Kaffeemaschine, wir sind eine Menge Leute in diesem Haus und jeder hat sein Päckchen zu tragen. Da können wir es uns unmöglich leisten, dass eine wie du um den heissen Brei herum redet, wenn etwas nicht ist, wie es sein sollte. Ich habe wirklich keine Zeit, mich in dich hineinzufühlen, um zu erspüren, wo dich der Schuh drückt. Wo ich doch schon genug damit zu tun habe, zu spüren, ob der Zoowärter nur mies gelaunt ist, oder ob er mal wieder zu lange zu viel Ärger über seine Banknachbarin heruntergeschluckt hat, ob der FeuerwehrRitterRömerPirat sich wirklich nicht wohl fühlt, oder ob auf dem Stundenplan etwas steht, was ihn am Aufstehen hindert und ob meine Kinder heute tatsächlich Nervensägen sind, oder ob ich einfach keine Geduld für sie habe, weil „Meiner“ das Programm mal wieder überfrachtet hat. 

Du musst wissen, meine liebe Kaffeemaschine: Das komplizierte Getue ist in diesem Haus den Menschen überlassen. Also benimm dich bitte wie ein Vollautomat und kommuniziere durch unmissverständliche Fehlermeldungen mit uns, wenn dir etwas fehlt. 

pink

Viel cooler als Mama

Ein wenig leid tun sie mir ja schon, die weiblichen Teenager von heute. Auf gar keinen Fall wollen sie aussehen wie ihre Mütter, diese abgekämpften Frauen, die in altbackenen Klamotten rumlaufen und keine Ahnung von Mode haben. Aussehen wie Mama? Nie und nimmer! 

Also rennen die Mädchen am schulfreien Mittwochnachmittag in die Boutiquen, um sich einzudecken mit allem, was in ist. Boyfriend-Jeans, Mom-Jeans, Tüllröcke mit breitem Bund, Plateaupumps, senfgelbe Pullis und flatternde Stoffhosen mit Nadelstreifen – alles kommt in die Einkaufstüte. Wieder zu Hause lassen sie sich auf youtube zeigen, wie die Jeans stilecht gerollt wird und dann sind sie bereit, der Mama zu zeigen, wie man sich heute stylt. „Schau mal, wie cool ich bin. Nicht so langweilig wie du“, sagt ihr Blick. 

Und was geschieht? Die Mama kriegt vor lauter Staunen den Mund nicht mehr zu. Aber nicht, weil sie beeindruckt ist von so viel Modebewusstsein. Sondern nur, weil sie glaubt, einer gespenstische Erscheinung ihres früheren Ichs – Version 1988 oder 1989 – zu begegnen. Und dann lacht sie auch noch Tränen, wenn sie gesagt bekommt: „So eine Mom-Jeans könntest du ja nie tragen. Dafür bist du viel zu altmodisch.“ 

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So gross sind sie jetzt also schon

Seit etwas mehr als 17 Jahren bin ich Mutter. Mein Jüngster ist der einzige, der noch deutlich kleiner ist als ich, alle anderen haben mich schon längst überholt oder sind ganz nah dran. Ausser dem Jüngsten schreibt keiner mehr eine einstellige Zahl hin, wenn nach dem Alter gefragt wird. Bei den drei Grössten stellt sich die Frage nach der Berufswahl oder zumindest nach der Richtung, in die es gehen soll, immer deutlicher. Und auch bei den Jüngsten wird es nicht mehr allzu lange dauern, bis die ersten wichtigen Weichen gestellt werden. 

Man könnte also sagen, ich sei Mutter von fünf ziemlich grossen Kindern.

Dennoch hörte man mich heute früh sagen: „Aber klar darf dein Teddy neben dem Teddy deines Bruders auf dem Sofa sitzen. Warum sollte deiner nicht fernsehen dürfen, wenn seiner darf? Von mir aus dürfen sich die beiden den ganzen Vormittag Filme reinziehen, wenn ihr in der Schule seid.“

Und dies sagte ich nicht etwa zu meinem Jüngsten…

Ziemlich schräg.

Aber irgendwie auch ziemlich schön. 

schwanger

 

Zurück

Dinge, die man erfährt, wenn man nach einem wunderbaren Wochenende mit Freunden wieder nach Hause kommt:

  • „Meiner“ und ich sind viel die besseren Eltern als Karlsson und Luise (findet das Prinzchen).
  • „Meiner“ und ich sind viel die schlechteren Eltern als Karlsson und Luise (findet der FeuerwehrRitterRömerPirat).
  • „Meiner“ und ich können nicht anständig putzen (findet Luise, die solche Dinge ja wissen muss, da sie in der Kochschule fürs Putzen meistens Bestnoten bekommt).
  • Luise und Karlsson können wirklich ganz wunderbar putzen und für Ordnung sorgen (finden „Meiner“ und ich, die solche Dinge ja wissen müssen, weil wir seit 17 Jahren mehr oder weniger erfolglos darum bemüht sind, hier irgendwie das Chaos einzudämmen.
  • „Meiner“ und ich sollen bloss nicht glauben, wir hätten nach der Heimkehr das Recht, ganz langsam und sanft wieder im Alltag anzukommen, wo wir doch ganze 55 Stunden Erholung hinter uns haben, während unsere Kinder sich in dieser Zeit abrackern mussten wie die Ackergäule.
  • Unsere Kinder kommen ohne uns ganz wunderbar miteinander klar und sind durchaus in der Lage, ihre Differenzen auf den Moment zu verschieben, wo wir wieder da sind, um sie daran zu hindern, einander an die Gurgel zu springen. 
  • Während unsere Kinder das Wochenende ohne uns bestens überstanden haben, hätte mein Lievito Madre beinahe das Zeitliche gesegnet, weil Karlsson ihn für einen ganz gewöhnlichen Tortilla-Teig hielt. 
  • So schön es ist, am Freitagvormittag dem ganzen Trubel mal für eine Weile zu entfliehen, so schön ist es auch, am Sonntagabend wieder in den Trubel zurückzukehren und von denen, die einen grossen Teil des Trubels verursachen, bei Kerzenschein mit Tee und Guezli empfangen zu werden. 
  • Karlsson ist froh und dankbar, dass er nicht jeden Tag unseren Job machen muss.

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Nur ein Fenster, mehr nicht

Es ist ja nicht so, dass wir eine Totalrenovation unseres Hauses inklusive Neugestaltung des Gartens verlangt haben. Alles, was wir möchten ist ein neues Fenster, damit der FeuerwehrRitterRömerPirat im Winter nicht erfrieren muss. Wir sind auch nicht erst jetzt, wo der Winter vor der Tür steht, auf die Idee gekommen, das Fenster, das sich nicht mehr schliessen lässt, ersetzen zu lassen. Nein, wir haben uns bereits damals, als der Sommer sich allmählich seinem Ende zuneigte, darum bemüht, einen Handwerker zu finden, der sich der Sache annimmt.

Und es kam ja tatsächlich mal einer. Irgendwann, als es noch sommerlich warm war, stand er pünktlich zum angekündigten Zeitpunkt auf der Matte, um Mass zu nehmen und zu fragen, ob wir denn lieber einen Fensterrahmen aus Holz oder aus Kunststoff hätten und wie dick das Glas sein solle. Fein säuberlich notierte er sich, was ich ihm sagte, sorgfältig schrieb er sich meine Mailadresse auf, um mir die Offerte zukommen zu lassen, aufgeräumt plauderte er mit mir über Gott, die Welt und die vielen anderen Fenster in unserem Haus, die wohl in nicht allzu ferner Zukunft ebenfalls ersetzt werden müssen. Dann ging er und ward nimmer wieder gesehen. Die versprochene Offerte bekamen wir nie zu Gesicht, ein einziges Mal nur ging er ans Telefon, als „Meiner“ anrief um zu fragen, ob er denn gedenke, irgendwann vor Wintereinbruch dafür zu sorgen, dass unser Sohn ein neues Fenster bekäme. Trotz wortreicher Versprechungen, dass er uns nicht vergessen habe, herrschte von da an Funkstille. Während „Meiner“ noch mehrmals versuchte, ihn zu erreichen, wurde es draussen – und im Zimmer des FeuerwehrRitterRömerPiraten – allmählich herbstlich und kühl. 

„Es gibt ja auch noch andere Handwerker“, sagte „Meiner“ und rief den nächsten Fensterbauer an. Auch dieser stand wenig später im Zimmer des FeuerwehrRitterRömerPiraten, nahm Mass, notierte, plauderte, fragte nach, notierte wieder, plauderte noch ein wenig und versprach mir, sich demnächst wieder zu melden. Es wäre mir eine grosse Freude, wenn wir schon sehr bald von ihm hören würden, sagte ich, bevor er ging, denn unser Sohn habe inzwischen ein wenig Mühe, morgens aus dem Bett zu kommen, weil es im Zimmer so kühl sei und der Winter liesse ja auch nicht mehr allzu lange auf sich warten. In ein paar Tagen bekämen wir die Offerte, versprach der Mann.

Diese „paar Tage“ sind inzwischen auch schon seit längerer Zeit verstrichen, im Zimmer des FeuerwehrRitterRömerPiraten ist es inzwischen richtig kalt und ich ahne, wie die Geschichte enden wird: Irgendwann wird ein dritter Fensterbauer auf der Matte stehen, vor dem Fenster werden dicke Schneeflocken fallen, der Mann wird weder plaudern noch viele Fragen stellen, sondern nur mit klammen Fingern seine Notizen machen und mir derweilen vorwerfen, man dürfe mit solchen Dingen eben nicht so lange zuwarten, bis das arme Kind in seinem Bett fast erfrieren müsse. 

rosa vogel