Aufwachen, Mama!

2001: Mama Venditti, vor wenigen Monaten erst Mama geworden, liest in der Tageszeitung, dass Jugendliche sich immer öfter bis zum Umfallen besaufen. „Auf jedes Extrem folgt ein Gegenextrem“, denkt sich Mama Venditti. „Bis Karlsson in dem Alter ist, wird saufen unter den Jugendlichen total out sein.“

2003: Mama Venditti liest, dass die Verbreitung jeder erdenklichen Schweinerei unter Jugendlichen dank Internet und Handy erheblich zugenommen hat. „Bis meine Kinder in dem Alter sind, wird man bestimmt für einen besseren Kinder- und Jugendschutz sorgen“, beruhigt sie sich selber. 

2005: Mama Venditti schaut sich eine Statistik an, die belegt, dass sich Mädchen immer öfter masslos betrinken, weil die süssen Mixgetränke ihren Geschmack genau treffen. „Bis Luise so gross ist, sind diese zuckersüssen Versuchungen bestimmt längst verboten“, murmelt sie vor sich hin.

2007: Mama Venditti erfährt, dass Cannabis für viele Jugendliche einfach dazugehört. „Was jetzt normal ist, wird in ein paar Jahren völlig veraltet sein“, beruhigt sie sich. 

2009: Mama Venditti liest einen Artikel, in dem steht, dass Jugendliche immer leichter an harte Drogen herankommen. „Bis meine Kinder in dem Alter sind, wird man viel härter durchgreifen“, hofft sie.

2011: Mama Venditti sitzt in einem Vortrag über Rauschtrinken und wird sich gewahr, dass a) die jüngsten Kinder, die in der Statistik erfasst sind, nicht erheblich älter sind als ihre eigenen und dass b) die Gefahren für Kinder und Jugendliche nicht ab- sondern zugenommen haben. Nicht, dass sie je allen Ernstes an ihre eigenen kläglichen Beruhigungsversuche geglaubt hätte, aber ein wenig mulmig wird ihr schon, wenn sie sich eingestehen muss, dass die Schonzeit wohl bald vorbei ist. Eines aber beruhigt sie dennoch: Die Referentin weist darauf hin, dass gute Beziehungen innerhalb der Familie Vieles verhindern helfen. Mama Venditti denkt sich, dass bei Vendittis im Alltag zwar fast alles anders läuft als im Erziehungsratgeber, dass aber kaum ein Tag vergeht, an dem nicht auf die eine oder andere Art – mal mit Loben und Unterstützen, dann wieder in einem lautstarken Streit, der in einer liebevollen Versöhnung endet –  an den Beziehungen gearbeitet wird.

Kinderwagen Nummer 8

Ganz ehrlich, das Kapitel Kinderwagen hatte ich abgeschlossen. Klar, ich zerbrach mir den Kopf darüber, wie wir das im Sommer in Prag machen würden und wäre das Prinzchen am Sonntag mit uns geströmt, als wir auszogen, die Atomenergie zu vertreiben, ich hätte mir einen Wagen aus dem Familienzentrum ausleihen müssen. Aber noch einmal einen kaufen? Nein, das wäre nicht in Frage gekommen. Jetzt sind andere Dinge dran: Die Kaffeemaschine zum Beispiel, oder mal wieder ein Coiffeurbesuch, oder ein Velo für den FeuerwehrRitterRömerPiraten. Man kann doch nicht immer alles Geld für neue Kinderwägen ausgeben. 

Dennoch wird morgen früh das Prinzchen mit Kinderwagen Nummer 8 in die Krippe fahren, anstatt auf meinen Schultern zu thronen. Meine Mutter hatte Erbarmen mit dem Prinzchen – oder vielleicht auch mit mir, weiss sie doch, wie schwer sich der Körper nach ein paar Schwangerschaften damit tut, kleine Kinder zu schleppen – und so kaufte sie heute kurz entschlossen Kinderwagen Nummer 8 für uns. Und das Schönste daran ist: Ich brauche nicht mal ein schlechtes Gewissen zu haben deswegen, denn zwei Franken sind wahrlich kein überrissener Preis für den Kinderwagen, der dereinst auch unseren Enkelkindern als Kutsche dienen wird.

Vorausgesetzt, ich überfahre das Ding nicht…

Das Prinzchen im Interview

Sag‘ mal, Prinzchen, wie findest du es eigentlich, dass deine Mama fast jeden Morgen zur Arbeit geht?

Das ist jeden Tag ein wenig anders. Am Donnerstag zum Beispiel, da finde ich das völlig okay, denn dann nimmt sie mich mit und liefert mich in der Krippe ab. 

Und an den anderen Tagen?

Na ja, das kommt darauf an, ob der Zoowärter schon wach ist, wenn ich aus dem Bett komme. Schläft er noch und die Mama geht weg, dann finde ich das ganz schrecklich. Ist er schon wach und so gut aufgelegt, dass er bereit ist, bei jedem Mist, den ich mir ausdenke, mitzumachen, bin ich ganz froh, wenn die Mama endlich geht und uns mit dem Au Pair alleine lässt. Au Pairs sind im Allgemeinen weniger streng als Mamas und deshalb kann man ihnen viel besser auf der Nase herumtanzen.

Vorhin hast du erwähnt, dass du es an manchen Tagen ganz schrecklich findest, dass die Mama geht. Was tust du denn, um sie zurückzuhalten?

Zuerst einmal stelle ich mich ihr in den Weg und jammere, dass ich auch mitgehen will. Geht sie darauf nicht ein, klammere ich mich an ihrem Bein fest. Gelingt es ihr, mich sanft von ihrem Bein zu lösen – abschütteln würde sie mich nie – renne ich ihr hinterher und heule was das Zeug hält. Meist kommt sie dann noch einmal zurück und umarmt mich, doch dann geht sie trotzdem ohne mich. Meist allerdings erst, nachdem das Au Pair ihr gesagt hat, sie solle gehen, ich würde mich dann schon wieder beruhigen. Ich glaube, wenn das Au Pair nicht wäre, hätte die Mama aus lauter Mitleid mit mir ihren Job schon längst wieder geschmissen.

Was tust du denn in der Zeit, in der die Mama nicht zu Hause ist?

Nun, das ist ganz unterschiedlich. Meistens versuche ich, die Zeit sinnvoll zu nutzen. Ich teste, wie leicht sich die Tasten aus dem Klavier reissen lassen, probiere aus, wie sich blaue Kreide auf braunem Holzboden macht oder schmeisse Blumentöpfe vom Balkon, um herauszufinden, was mit ihnen geschieht, wenn sie landen.

Ich bin mir sicher, dass deine Mama unglaublich stolz auf ihren kleinen Jungen ist, der schon so viel mit seiner Zeit anzufangen weiss.

Tja, meine Mama sieht das leider etwas anders als du. Gewöhnlich ist sie nicht gerade erfreut über meine Leistungen. Noch schlimmer ist übrigens der Papa. Der liegt mir drei Wochen nach dem Vorfall mit dem Klavier noch immer mit seinem Gejammer in den Ohren, er sei sehr traurig, dass das Instrument nicht mehr alle Tasten hat. Also ich merke ja keinen Unterschied beim Klavierspielen, für mich lässt sich genau gleich herrlich in die Tasten hauen wie vorher. 

Zurück zu deiner Mama: Ich habe gehört, du hättest dir einen neuen Trick einfallen lassen, um ihr schlechtes Gewissen, dass sie morgens jeweils zur Arbeit geht, noch etwas zu verstärken…

Davon hast du schon gehört? Die Gerüchte verbreiten sich aber schnell hierzulande. Nun, mein Trick ist eigentlich ganz simpel: Ich lege mich abends wie gewohnt schlafen und beginne irgendwann leise zu wimmern. Irgendwann steigere ich das Wimmern zu einem lauten Weinen und dann, wenn Mama und Papa angerannt kommen, heule ich unablässig „Ich will auch mit!“. Um dem Ganzen etwas mehr Dramatik zu verleihen, mache ich das alles im Halbschlaf, so dass Mama und Papa spüren, dass mein Schmerz aus tiefster Seele kommt. 

Und, wie wirkt das auf deine Mama?

Sensationell! Als ich wieder in den Schlaf zurückdriften wollte, hörte ich, wie die Mama zum Papa gesagt hat, ich würde wohl sehr leiden darunter, dass sie viermal die Woche morgens zur Arbeit geht. Was sie zwar gehört hat, aber ihrem Gewissen nicht weitergeleitet hat: Dass ich im Halbschlaf noch gemurmelt habe, ich möchte mit dem Papa mitgehen. Grundsätzlich habe  ich nämlich gar kein Problem damit, dass sie zur Arbeit geht. Hin und wieder heule ich zwar, aber ich weiss ja auch, dass sie jeweils bald wieder zurückkommt und mich dann noch mehr hätschelt als gewöhnlich. Aber ich glaube, sie hat ein Problem damit, mich zurückzulassen und darum reichen ein paar Tränen von mir aus, um sie wieder in tiefste Zweifel zu stürzen, ob sie mir das zumuten kann. 

Nachlese

Okay, ich geb’s ja zu, die Nachwehen von der gestrigen Demo sind nicht nur positiv. So musste ich zum Beispiel mit Bedauern feststellen, dass es der Sonne völlig egal ist, ob man sich dafür einsetzt, dass sie mehr Strom produzieren darf. Sie brennt einem dennoch gnadenlos auf den Kopf und so trage ich heute voller Stolz einen verbrannten Scheitel zur Schau. Ausserdem musste ich heute beim Zwischendurcheinkauf feststellen, dass sechs Kilometer Menschenstrom ganz schön in die Beine gehen, auch wenn man sie im Schneckentempo zurückgelegt hat. Und schliesslich musste ich auch noch erkennen, dass der Kampf um die Fahne noch längst nicht ausgestanden ist, auch wenn die Kinder sie jetzt nur noch in der Wohnung oder auf dem Balkon – wenn die Ratte mal zufällig nicht da ist – schwingen können. 

Dennoch würde ich sagen, dass der gestrige Tag in meinem Mikrokosmos als Erfolgserlebnis abzubuchen ist. Erstens mal, weil ich gestern, kaum zu Hause angekommen, Solarstrom für iPad und E-Bike bestellt habe. Man kann doch nicht weiter hemmungslos Atomstrom beziehen, wo man einen ganzen Tag lang dagegen geströmt ist. Ein weiterer Erfolg: Luise war nun doch ziemlich stolz, dass sie dabei war, als sie sah, dass das gestrige Grossereignis heute in allen Zeitung gross aufgemacht war. Seit der Prinzenhochzeit ist sie nämlich eine eifrige Zeitungsbetrachterin geworden – sie hofft auf weitere märchenhafte Bilder von Kate und William – und nun findet sie es plötzlich sehr beeindruckend, wenn sie sagen kann: „Da waren wir auch!“ Wo es doch sonst fast nur Prinzen und Prinzessinnen in die Zeitung schaffen. Der grösste Erfolg aber war, dass heute die Kindergärtnerin nicht angerufen hat. Nicht, dass sie uns jeden Tag anrufen würde, aber nachdem der FeuerwehrRitterRömerPirat heute voller Stolz die Anti-AKW-Fahne zum „Zeigitag“ in den Kindergarten brachte, rechnete ich mit einer Ermahnung wegen politischer Indoktrinierung kleiner Kinder. Und dass diese Ermahnung ausgeblieben ist, lässt mich hoffen, dass sich die Zeiten vielleicht doch allmählich ändern und dass Anti-Atom so langsam salonfähig wird.

Mitgeströmt

Zwei Gründe haben mich heute, an diesem drückend heissen Sonntag, dazu bewogen, mich mit Karlsson, Luise und dem FeuerwehrRitterRömerPiraten auf die Socken zu machen, um zusammen mit 19996 anderen am Menschenstrom gegen Atom mitzuströmen. Erstens gehört das für mich einfach dazu, war ich doch schon gegen AKWs bevor ich überhaupt wusste, was das ist. Klar, zuerst einmal habe ich einfach die Meinung meiner Eltern nachgeplappert, aber je älter ich wurde, umso klarer wurde mir, dass jedes Kind zum Schluss kommen muss, dass dieses Atom-Spielzeug viel zu gefährlich ist und dass nur Erwachsene so naiv sein können, sich einzureden, dass am Ende schon alles gut kommen wird, auch wenn man momentan noch nicht weiss, wohin mit all dem Mist. Klar also, dass ich dabei bin, wenn sich nach 25 Jahren endlich wieder Tausende dazu aufmachen, ihre Meinung kundzutun. 

Der zweite Grund, weshalb wir heute dabei waren: Politik gehört für mich auch zur Erziehung und so ein bunter, fröhlicher Demonstrationszug mit Musik und Fahnen ist doch perfekt, um den Kindern zu zeigen, dass Politisches nicht einfach trocken und langweilig sein muss. Nun, wie ich rückblickend einsehen muss, ist meine Rechnung nur halbwegs aufgegangen. Ich glaube, beim FeuerwehrRitterRömerPiraten ist es mir gelungen, ein Feuer zu entfachen, obschon ich den Eindruck habe, dass seine Begeisterung mehr dem Fahnenschwingen denn dem Atomausstieg gilt. Die Fahne war es auch, die beinahe dafür gesorgt hätte, dass es an der gewaltfreien Demo doch noch zu Handgreiflichkeiten gekommen wäre. Denn nachdem er ihrer habhaft geworden war, wollte unser Dritter sie nicht mehr aus der Hand geben, auch wenn ich klipp und klar gesagt hatte, dass die Kinder sich abwechseln müssten. Zum Glück zeigten sich Luise und Karlsson ziemlich pazifistisch, so dass die Polizisten, die diskret am Strassenrand stationiert waren, nicht in den Konflikt eingreifen mussten. 

Während der FeuerwehrRitterRömerPirat aus lauter Begeisterung abends mit der Fahne schlafen ging, scheint der Grossanlass bei Luise genau die gegenteiligen Gefühle ausgelöst zu haben. Zuerst war es ihr zu heiss, dann zu langweilig, dann schmerzten die Füsse und schliesslich geriet sie beim Einsteigen in den Sonderzug in die Nähe von drängelnden Senioren, was verständlicherweise eine ziemlich beängstigende Erfahrung war. Nun gut, ihr grosser Wunsch heute Abend war, dass die AKWs bald abgeschaltet werden. Vielleicht, weil sie hofft, dass sie dann nicht mehr zu solchen Veranstaltungen mitgeschleppt wird.

Ein wenig ratlos bin ich bei Karlsson. Er, der schon seit frühester Kindheit gegen den Kühlturm wettert, auf den wir von unserem Küchenfenster beste Aussicht geniessen, zeigte sich erstaunlich teilnahmslos, ja, vielleicht sogar leicht rebellisch. Kaum waren wir auf dem Gelände angelangt, zückte er das iPad, um sich den „Karneval der Tiere“ anzuhören. Gerade so, als wüsste er nicht, dass man zum Aufladen des iPads Strom benötigt. Und auf dem Rückweg motzte er, dass es doch eigentlich sinnlos sei, eine solche Veranstaltung durchzuführen, wo man doch jede Menge Atomstrom gebraucht habe, damit das alles reibungslos ablaufe. Ich fürchtete schon, unser Ältester wolle aus Rebellion gegen seine Eltern das politische Lager wechseln. Aufgeatmet habe ich erst wieder, als er auf dem Heimweg den Vorschlag machte, wir könnten doch noch einen kurzen Abstecher zum Nachbardorf machen, um der Demo gleich Taten folgen zu lassen: „Komm wir gehen und schalten das AKW in Gösgen ab“, schlug er vor und hätte ich gewusst, welchen Knopf man drücken muss, wir hätten es wohl getan…

Von Brausetabletten und anderen Banalitäten

Mama Venditti sitzt auf dem Sofa, starrt ins Leere und man könnte meinen, sie würde mal wieder nichts tun. Was natürlich keineswegs stimmt, denn wenn es so aussieht, als würde Mama Venditti nichts tun, dann schreibt es in ihrem Kopf. Nur noch ein paar Momente, dann wird sie sich an den Computer setzen und in die Tasten hauen, was sie sich eben gerade ausgedacht hat. Manchmal aber – in letzter Zeit ziemlich oft – kommt es vor, dass sich der Innere Kritiker zu ihr gesellt, kaum sitzt sie auf dem Sofa und starrt ins Leere. Und dann geraten die zwei sich ins Gehege, die Mama Venditti und der Innere Kritiker:

IK: Was willst du denn heute wieder schreiben?

MV: Nun, ich überlege mir gerade, ob ich vielleicht darüber schreiben soll, dass „Meiner“ und ich uns manchmal wie Brausetabletten verhalten, die….

IK, unterbricht: Wie Brausetabletten? Wie kommst du auf so eine absurde Idee?

MV: Das ist keine absurde Idee. Ich will nur erklären, dass „Meiner“ und ich jeweils keine Grenzen mehr setzen, wenn wir eine Möglichkeit sehen, uns für eine gute Sache einzusetzen. Wir lösen uns dann beinahe auf in der Sache. Genau wie Brausetabletten eben.

IK: Und das soll einer verstehen?

MV: Aber klar. Ich will doch nur darauf hinaus, dass es zwar gut und recht ist, sich für etwas einzusetzen, dass es aber für eine Familie ziemlich belastend werden kann, wenn die Eltern unfähig sind, ihren Idealismus in die Schranken zu weisen.

IK: Das interessiert doch keinen. Das sind eure ganz persönlichen Probleme und auch wenn du dir noch so sehr einredest, bei anderen wäre das ganz ähnlich und du könntest vielleicht dem einen oder anderen Leser einen Gedankenanstoss geben, am Ende werden doch alle den Kopf schütteln ob deines absurden Vergleichs. Brausetabletten, pffff….

MV, schmollt eine Weile, meint dann aber: Vielleicht hast du ja Recht. Das will wohl wirklich niemand lesen. Aber erinnerst du dich noch an meinem Text mit dem Spielplatz? Ich könnte ja darüber schreiben, dass „Meiner“ und ich es noch immer nicht geschafft haben, die Wippe zu verlassen, dass wir immer noch damit beschäftigt sind, einander gegenseitig wieder aufzupäppeln, wenn einer von uns mal wieder unsanft gelandet ist.

IK: Schon wieder „Deiner“ und du. Glaubst du denn wirklich, eure Partnerschaft sei so interessant, dass man darüber lesen möchte?

MV: Nun, vielleicht erkennt sich ja der eine oder andere wieder in dem, was ich hier schreibe.

IK: Ach ja, natürlich. Die Leute werden sich in deinem Geschreibsel wiedererkennen. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass es noch andere gibt, die gleich ticken wie ihr zwei?

MV: Okay, dann schreibe ich eben nicht über „Meinen“ und mich, wenn du denkst, dass das die Leute so sehr langweilt. Dann nehme ich halt die Sache mit dem Vertrag, den die Kinder nicht eingehalten haben. Du weisst, dieser Fackel mit dem Versprechen, dass sie in Zukunft jeden Tag ohne Gemecker eine Viertelstunde aufräumen werden. Gestern Abend haben Karlsson und der FeuerwehrRitterRömerPirat doch tatsächlich ihre Unterschriften auf dem Dokument wieder durchgestrichen, damit sie sich nicht an den Vertrag halten müssen.

IK: Darüber kannst du natürlich schon schreiben, wenn du unbedingt deine Unfähigkeit als Mutter vor aller Welt breitschlagen möchtest. Ich finde es ja eher beschämend, dass du es nicht fertig bringst, deinen Kindern ein wenig Sinn für Ordnung beizubringen. Aber wenn es dir nichts ausmacht, Tag für Tag über die gleichen Banalitäten zu schreiben und dich dabei zum Affen zu machen, nur zu! Ich will dir nicht im Wege stehen.

MV, leicht verunsichert: Meinst du wirklich, dass ich mich zum Affen mache?

IK: Aber klar doch. Wenn du mich fragst, dann hast du alles, was in deinem Leben überhaupt erwähnenswert ist, schon längst in irgend einem mittelmässigen Text verwurstet. Demnächst wirst du wohl damit anfangen, über den Inhalt der Prinzchen-Windel zu berichten.

MV: Dann soll ich vielleicht heute gar nichts schreiben? Und morgen auch nicht? Und übermorgen auch nicht?

IK: Das wäre wohl das Beste, aber so, wie ich dich kenne, wirst du schon bald wieder an deinem Bürotisch sitzen und Banalitäten ausbrüten.

MV, zu sich selber: Vielleicht sollte ich das mit dem Schreiben vielleicht wirklich lassen. Zumindest heute. Morgen kann ich ja darüber schreiben, wie sehr mir dieser Innere Kritiker zuweilen zusetzt….

IK, zu sich selber: Natürlich, jetzt soll ich wieder dran Schuld sein, wenn sie nicht schreibt. Als ob nicht sie diejenige wäre, die mit solch hirnverbrannten Ideen kommt, dass man sie einfach kritisieren muss. Brausetabletten! Hat man schon einmal so etwas Bescheuertes gehört?

Berufswunsch: Kind

„Nur mal schnell zur Post und danach noch ein paar Joghurts einkaufen.“ Was so einfach tönt, wird mit dem Zoowärter und dem Prinzchen zu einem neunzigminütigen Abenteuerspaziergang mit Balancieren auf hohen Mauern, mit Schrecksekunden am Fussgängerstreifen, mit Diskussionen über die Frage, weshalb Rosen und Brombeerranken überhaupt Dornen haben und natürlich mit unzähligen „Nun kommt doch endlich! Der Papa wartet zu Hause“ und „Nein, Jungs, wir müssen hier durch und passt bitte auf, da vorne ist ein Auto.“ Stress pur also, aber wenn sich dabei der folgende Dialog über des Zoowärters berufliche Zukunft entspinnt, hat sich der Aufwand mehr als gelohnt:

Der Zoowärter findet am Wegrand einen Stecken. Anfangs ist es ein ganz gewöhnlicher Stecken, dann ein Wanderstab und schliesslich wird er zum Hirtenstab. „Den brauche ich dann später einmal, wenn ich für meine Schafe sorgen will“, erklärt mir der Zoowärter. „Dann willst du also später einmal Schafhirte werden?“, frage ich meinen Zweitjüngsten. Der Kleine bejaht, erinnert sich dann aber wieder an seinen Polizisten-Pyjama, den er heute bekommen hat- oder „übergschänkt“, wie das Prinzchen sagen würde. „Nein, ich will nicht Schafhirte werden“, sagt er nachdenklich. „Ich werde Polizist und dann kann ich den Stecken ja auch gebrauchen.“ Vor meinem inneren Auge ziehen Schreckensbilder auf  von Polizisten, die auf Demonstranten einknüppeln. Nicht, dass ich grundsätzlich etwas gegen Polizisten hätte, aber woran soll ich denn sonst denken, wenn mein Sohn mir erklärt, dass er als Polizist einmal seinen massiven Holzknüppel gebrauchen will? Während ich mir noch überlege, ob ich dem Zoowärter das mit der Karriere bei der Polizei ausreden soll, sagt er entschlossen: „Nein, ich glaube, ich will doch nicht Polizist werden. Ich will lieber für immer ein Kind bleiben.“

Hach, was bin ich stolz auf meinen Sohn! Lässt einfach so, an einem heissen Mittwochnachmittag mitten im Verkehrslärm und ohne gross zu überlegen einen Spruch raus, der das Herz einer jeden erwachsenen Romantikerin wärmt. Ein Satz für’s Bilderbuch, findet ihr nicht auch?

Und stellt euch nur vor, wie ich mich mit ihm dereinst im Altersheim werde brüsten können, wenn meine Freundinnen mit der glanzvollen Karriere ihrer Kinder prahlen. „Meine Tochter, die Bundesrätin, ist ja so unglaublich beschäftigt. Aber sie nimmt sich immer Zeit, mir eine Postkarte zu schicken, wenn sie sich mit dem Präsidenten der USA trifft“, wird die eine mit gespielter Bescheidenheit erzählen. „Tja, mein Sohn hat ja auch so schrecklich wenig Zeit für mich, seitdem er den Nobelpreis für Literatur verliehen bekommen hat. Seither hetzt er von einer Lesung zur anderen. Dafür wird er mir seinen nächsten Bestseller widmen“, wird eine andere erzählen. Ich werde schweigend daneben sitzen und gelassen zuhören, wie die Frauen sich gegenseitig zu übertrumpfen suchen. Irgendwann wird mich jemand fragen, was denn überhaupt aus meinem Zweitjüngsten geworden sei und dann werde ich voller Stolz verkünden können: „Mein Zweitjüngster, der hat schon als Vierjähriger gewusst, worauf es im Leben wirklich ankommt und deshalb hat er alles daran gesetzt, immer ein Kind zu bleiben.“

Und dann wird all den alten Damen die Spucke wegbleiben, weil mein Sohn schon so früh die Weichen für die wichtigste Karriere der Welt gestellt hat. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie ich dafür sorgen kann, dass der Junge ob all der Versuchungen, viel Geld zu machen, sein Karriereziel nicht aus den Augen verliert.

Das wäre doch was für uns

Die Ratte hat die alte Diskussion wieder angefacht: Sollen wir uns doch vielleicht ein Haustier anschaffen, jetzt, wo die Familie nicht mehr weiter wachsen wird? Man kann die Frage ja nicht ewig vor sich herschieben, vor allem, weil der FeuerwehrRitterRömerPirat heute schon droht, er werde sich dann eines Tages einfach ohne Erlaubnis eine Ratte anschaffen. Da muss man doch vorbeugend eingreifen, indem man das Bedürfnis nach einem Haustier stillt, bevor es ungesunde Züge annimmt. Und so zermarterte ich mir einige Tage lang das Gehirn, was wohl zu tun sei. Gestern dann, als ich zum zehnten Mal in diesem Frühjahr meine Zuckermelonen-Setzlinge, die Nachbars Katze jeweils über Nacht ausgräbt, wieder in die Erde pflanzte, dämmerte mir, was uns fehlt: Eine Katze, die sich voller Selbstbewusstsein unseren Garten zum Revier erklärt und alle anderen Katzen von meinen Setzlingen fern hält. Eine stubenreine Katze natürlich, eine, die sich zu fein ist, um ihr Geschäft im Garten zu verrichten, denn sonst wird das Leben für meine Setzlinge nicht sicherer. 

Das mit der Katze, so überlegte ich, hätte ja den zusätzlichen Vorteil, dass sich die Ratte bei uns nicht mehr so wohl fühlen würde. Habe ich doch neulich gelesen, dass schon der Geruch von gebrauchtem Katzensand genügt, um eine Ratte zu vertreiben. Und so fiel der Entschluss: Vendittis brauchen eine Katze. Natürlich konnte ich die Sache nicht lange für mich behalten und deswegen war schon bald einmal klar, dass Vendittis nicht nur eine Katze haben werden, sondern mindestens zwei. Denn die kleinen Vendittis können sich nicht entscheiden, ob es eine Katze oder ein Kater sein soll. Erstaunlicherweise schien nicht mal „Meiner“ der Sache abgeneigt zu sein, zumindest brachte er nicht allzu viele Einwände, und so brüteten Luise und ich schon bald einmal über der neuesten Ausgabe der „Tierwelt“, um herauszufinden, ob da vielleicht jemand bereit wäre, uns zwei Kätzchen abzugeben. 

Es ist ja wohl kaum verwunderlich, dass es da ein paar ganz interessante Inserate gab. Immerhin haben wir Mai und da wollen bekanntlich alle ihre überzähligen Kätzchen loswerden. Luise hätte schon fast zum Telefon gegriffen, um sich zwei Tierchen zu sichern, doch da meldete sich „Meiner“ dann doch noch zu Worte. Wir hätten viel zu viel Chaos im Haus, es würde sich ja doch keiner um die Tiere kümmern, Katzen zu halten sei ein teurer Spass, den wir uns nicht leisten könnten, die ganze altbekannte Spielverderber-Leier. 

Nun gut, dann müssen wir ihn eben noch ein wenig bearbeiten, ihm noch ein paar kitschige Kätzchenbilder unter die Nase halten, ihm ein paar Statistiken aufbereiten, die belegen, dass Katzenhalter eine weitaus höhere Lebenserwartung haben als Nicht-Katzenhalter. Und wo wir schon dabei sind, ihn zu bearbeiten, können wir ihm ja gleich noch in den Ohren liegen, dass wir jetzt endlich diese umweltunfreundliche Kapselkaffeemaschine – nein, nicht die von George Clooney, so tief sind wir dann doch nicht gesunken – loswerden müssen. Die ist mir nämlich auch schon lange ein Dorn im Auge, aber „Meiner“ findet, ein funktionierendes Gerät loszuwerden sei weder umwelt- noch budgetfreundlich.

Mal sehen, wie wir ihn rumkriegen können. Vielleicht finden wir ja jemanden, der uns gerne zwei überzählige Kätzchen andrehen will, aber nur, wenn wir ihm im Gegenzug einen anständigen Kaffee anbieten…

Schlaues Kind

Donnerstags hat Luise Ballettunterricht und weil Donnerstag EinkaufAbholTerminKrimskramserledigenChaosTag ist, halte ich jeweils nur kurz an, um meine Tochter aus dem Auto aussteigen zu lassen und schon bin ich wieder weg. Ab nach Hause, wo Karlsson und der FeuewehrRitterRömerPirat vielleicht gerade dabei sind, alles in Brand zu setzen. Oder vielleicht auch ab in die Migros, um die doppelten Cumuluspunkte einzuheimsen. Oder ab ins Familienzentrum, um das Prinzchen aus der Krippe abzuholen. Völlig egal, was gerade dran ist, Hauptsache, ich bin schnell wieder weg, damit ich auch rechtzeitig wieder da bin, um Luise nach dem Ballettunterricht abzuholen.

Dumm nur, dass heute die Lehrerin krank war, wovon wir nichts wussten, weshalb Luise schon bald einmal alleine im strömenden Regen dastand und nicht wusste, was sie jetzt tun sollte. Zuerst einmal tat sie das naheliegendste: Sie vergoss ein paar Tränen. Dann erinnerte sie sich daran, dass die Mama einer ihrer Freundinnen ihr vor einigen Monaten mal gesagt hatte, sie könne jederzeit bei ihr anklopfen, wenn sie in Not sei. 

Wäre ich Luise gewesen, ich hätte mich an dieses Versprechen erinnert, hätte hin und her überlegt, ob ich der Familie meinen unangemeldeten und tropfnassen Besuch zumuten könne, hätte mich gefragt, ob ich denn den Weg bis zum Haus der Freundin kenne, oder ob ich mich verlaufen würde, hätte mir eingeredet, dass die Mama der Freundin bestimmt nur hatte nett sein wollen und es mit dem Angebot gar nicht so ernst gemeint haben konnte, hätte mich schliesslich schweren Herzens dazu durchgerungen, nicht zum Haus der Freundin zu laufen, weil ich niemandem zur Last fallen will, hätte heulend im strömenden Regen darauf gewartet, bis ich abgeholt worden wäre oder hätte mich traurig und voller Selbstmitleid auf den langen und einsamen Heimweg gemacht.

Aber Gott sei Dank ist Luise sich selber und darum hat sie, nachdem sie ihre Tränen getrocknet hatte, keinen Augenblick gezögert und ist zu ihrer Freundin gegangen. Und weil die Mama der Freundin ihr Angebot damals wirklich ernst gemeint hatte, nahm sie Luise mit offenen Armen in Empfang, griff zum Telefon, um mich zu informieren, dass Luise noch bis um sechs mit ihrer Tochter spielen würde und der Tag war gerettet.

So einfach ist es, wenn man ein Kind ist: Ein lieber Mensch bietet dir Hilfe an und du glaubst ihm, dass du dich auf ihn verlassen kannst. Und plötzlich ahnt man, was mit dem berühmten Ausspruch „Werdet wie die Kinder“ gemeint sein könnte.

Rattenkampf

Die Besuche der Ratte auf unserem Balkon häufen sich und inzwischen hat jedes Familienmitglied das Vieh zu Gesicht bekommen. Und so langsam habe ich den Eindruck, dass die Sache den Zusammenhalt in unserer Familie arg auf die Probe stellt. Seit ihrem plötzlichen Erscheinen vor einer Woche hat die Ratte es doch tatsächlich zustande gebracht, unsere sonst so harmonische Familie – hat da vielleicht jemand gelacht? – in vier Fraktionen zu trennen. Seit einigen Tagen gibt es bei uns

1. Die Rattenversteher: Das sind diejenigen, die finden, man müsse doch verstehen, dass das possierliche Tierchen sich täglich bei uns verköstigen wolle, wo es doch hierzulande für eine Ratte so schwer sei, sich ein Auskommen zu sichern. Sie setzen sich dafür ein, dass der ungebetene Gast den Status eines Familienmitglieds verliehen bekommt und wenn andere Familienmitglieder antönen, dass die Ratte so schnell als möglich verschwinden muss, protestieren sie heftig. Leider ist dies die grösste Fraktion. Ihr gehören Karlsson, der FeuerwehrRitterRömerPirat und das Au Pair an, hin und wieder auch der Zoowärter, wenn er sich mal wieder dazu durchringen kann, sich nun doch nicht vor dem Tier zu fürchten.

2. Die Rattengegner: Diese Gruppe will das Vieh mit allen Mitteln so schnell als möglich loswerden. Man erkennt sie an ihrem hysterischen Gekreische, an den verstohlenen Blicken auf den Balkon und daran, dass sie das Haus nur noch in Begleitung anderer Familienmitglieder verlassen. Leider ist diese Gruppe bedeutend schwächer als diejenige der Rattenversteher. Ihr gehören nur gerade Luise und meine Wenigkeit an.

3. Die Unentschlossenen: Sie können sich nicht entscheiden, ob sie das Tier, das sich da an den Grünabfällen gütlich tut, süss finden sollen, oder ob sie es doch lieber verabscheuen wollen. Hin und wieder werden sie dabei ertappt, wie sie die Meinung der Rattenversteher oder der Rattengegner nachplappern, je nachdem, wer gerade die Oberhand hat. Man müsste sie als wahre Opportunisten bezeichnen, wäre da nicht ihr zartes Alter. Weil sie aber noch so jung sind, kann man ihnen ihre Wankelmütigkeit nicht verübeln. Mitglieder dieser Fraktion sind der Zoowärter und das Prinzchen.

4. Die Rattenleugner, auch Ungläubige genannt: Die kleinste Fraktion, denn sie besteht aus einem einzigen Mitglied, nämlich „Meinem“. Der Mann behauptet standhaft, dass das Lebewesen, das uns inzwischen fast täglich besucht, keine Ratte, sondern eine Maus ist. Man mag ihn auslachen oder ihm erklären, dass eine Maus nie und nimmer so gross wird, er bleibt stur bei seiner Meinung, was sowohl den Rattenverstehern, als auch den Rattengegnern nicht so recht passen will. Während Erstere sich darüber ärgern, dass „Meiner“ sich nicht auf ihre Seite schlagen will, können Letztere nicht verstehen, weshalb er nicht endlich etwas unternimmt gegen das Vieh. Wo er doch der Einzige ist, der sich auf den Balkon begibt, ohne die Absicht, der Ratte das Leben zu erleichtern. Aber solange er glaubt, die Ratte sei eine Maus, sieht er leider keinen Handlungsbedarf. Denn vor Mäusen fürchtet sich hier niemand, nicht einmal die Rattengegner. 

Das also sind die Fraktionen, die sich spätestens seit heute Morgen aufs Heftigste bekämpfen. Schlägt die grosse Rattengegnerin schreiend und kreischend mit dem Abwaschlappen gegen die Balkontüre, um das Vieh zu vertreiben, bricht der Rattenversteher namens FeuerwehrRitterRömerPirat in Tränen aus, weil er es nicht ertragen kann, dass man seinem Liebling Angst einjagt. In hitzigen Diskussionen wird debattiert, ob eine Falle aufgestellt werden darf und wenn ja, welches Modell es sein soll. Die Grosse aus dem Lager der Rattengegner lässt sich nicht von ihrem Entschluss abbringen, eine Falle zu erstehen, muss aber die Konzession machen, dass eine Lebendfalle gekauft wird. Kaum ist die Falle gekauft, geht der Proteststurm los. „Die Falle ist ja viel zu klein. Das arme Tier kann sich darin ja nicht bewegen“, setzt sich Rattenversteher Karlsson für die Rechte des Viehs ein. „Damit wird sich die Arme doch den Schwanz einklemmen. Du bist ja so gemein!“, entrüstet sich das Au Pair. Der FeuerwehrRitterRömerPirat lässt sich gar zu einem Sabotageakt hinreissen und entschärft in einem unbeobachteten Moment die Falle.

Das alles ginge ja noch, aber dass nun auch noch die Kleine aus dem Lager der Rattengegner anfängt, das Tier zu bemitleiden, geht zu weit. Ohne ihre Unterstützung wird das nie was mit dem Einfange und Aussetzen der Ratte. Da ist es doch beruhigend, dass heute Abend der Zoowärter wieder einen Schwenker in Richtung Rattengegnerschaft gemacht hat. Nachdem ich ihm erklärt hatte, dass die Viecher alle möglichen Krankheitserreger herumschleppen, fragte er ganz besorgt, ob sich denn die Bakterien an dem endlos langen Schwanz festkrallen würden. Was ich ihm natürlich bestätigt habe, denn im Kampf um die Meinungsvorherrschaft müssen hin und wieder ein paar Unwahrheiten sein. Sonst verliert man am Ende die Schlacht und wir bekommen ein Haustier. Und das darf nicht sein. Zumindest kein solches Haustier.

Und übrigens auch kein Solches: