Gefährliche Feierabendbeschäftigung

Es ist wieder diese gefährliche Zeit im Jahr: Im Garten zeigt sich mit Ausnahme von zahllosen Schneeglöckchen, Osterglocken und Primeln noch gar nichts und ich verfalle mal wieder dem Irrglauben, wir hätten noch kaum Pflanzen in den Beeten. Also ziehe ich hunderte von Setzlingen heran, bestelle Dahlienknollen, Bodendecker und noch mehr Saatgut, tätige Hamsterkäufe in der Gärtnerei und trage mich mit dem Gedanken, von einigen Blumen, die ich bereits gezogen habe, noch mehr anzusäen. Man kann ja nie wissen, ob das, was schon da ist, auch wirklich reicht.

Ausgerechnet in dieser sensiblen Phase kommt „Meiner“ auf die Idee, mit mir zum Feierabend eine britische Gärtnersendung zu schauen. Man kann sich ja vorstellen, wozu das führt: Ich komme auf dumme Gedanken. Gartenpfade, die mit duftendem Thymian überwachsen sind, neue Hochbeet-Ideen, perfekte Pflanzengemeinschaften, noch mehr und noch buntere Blumen, jeder Flecken Erde mit etwas Schönem bewachsen und irgendwo, in unerreichbarer Ferne, der Traum von einem winzigen Home Office im Grünen. 

Was sich davon umsetzen lässt? Vermutlich gerade mal die Sache mit der üppigeren Bepflanzung. Woher soll ich auch Zeit nehmen für grössere Projekte, wo ich schon kaum damit nachkomme, meine zahllosen Sämlinge zu pikieren?

Aber man wird im Garten ja wohl noch ein paar Luftschlösser bauen dürfen… 

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2 Kommentare zu “Gefährliche Feierabendbeschäftigung

  1. Ich musste lachen, als ich deinen Beitrag gelesen habe. Irgendwie erkenne ich nämlich in deiner Beschreibung meine Schwester wieder, mit der ich zusammen unseren Garten bewirtschafte. Die ist auch so ein Pflanzenhamster. 🙂 Aber du hast schon recht, am besten ist es, man hat erst mal zu viel, verschenken oder die Schwächsten entsorgen kann man hinterher immer noch. Ich habe daher vollstes Verständnis für deine gefährliche Feierabendbeschäftigung. 😉 LG, Antje

    • Wusste ich es doch, dass es noch andere meiner Sorte geben muss… 😄 Pflanzen verschenken finde ich halt einfach etwas Wundervolles. Man muss es nur irgendwie schaffen, sich von den Dingern zu trennen…

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