Eine junge Frau steigt in den Bus, im Schlepptau ein etwa sechsjähriges Mädchen, die etwa zweijährigen Zwillinge im Doppelkinderwagen. Sie trifft auf eine Bekannte, die alleine unterwegs ist. „Und, wie läufts bei dir?“, fragt die Mutter. „Schlecht“, antwortet die andere mit bekümmertem Gesichtsausdruck. „Ich bin seit zwei Wochen ohne Katze. Das Tier ist einfach so verschwunden. Jetzt habe ich nur noch eine. Meiner ist fast ausgerastet, als ich ihm erzählt habe, dass Trixi verschwunden ist.“ Es folgt ein kurzes Gespräch über verschwundene Katzen, dann eine längere Pause. „Bei dir läuft sicher viel mit deinen zwei Kleinen?“, bricht die allein Reisende das Schweigen. „Ja, der Kevin redet im Moment nur noch von Babies“, erzählt die Mutter und lächelt vielsagend. „Und bei dir? Wann denkt ihr an Nachwuchs?“ „Nachwuchs? Noch lange nicht. Mit meinen vielen Schulden liegt Nachwuchs nicht drin.“ Damit ist das Gespräch beendet, die Busfahrt aber noch lange nicht. Es scheint, als würden alle im Bus Anwesenden die Luft anhalten ob der Peinlichkeit der Situation. Das war wohl eine intime Frage zuviel.
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