Was ich durch 4 x Open House gelernt habe

Wenn um unseren Esstisch die verschiedensten Menschen, die sich ohne unsere Einladung vielleicht nie begegnet wären, versammelt sind, dann bin ich zutiefst glücklich.

Egal, wie viele Desserts man zubereitet, man wünscht sich jedes Mal, man müsste – und könnte – noch ein paar Dinge mehr machen, weil die Auswahl an verführerischen Rezepten einfach zu gross ist.

Noch nie im Leben ist es mir so leicht gefallen, auf Süsses zu verzichten. Nach so vielen Stunden in der Küche habe ich mich schlicht und einfach sattgerochen.

„Meiner“ und ich arbeiten so reibungslos zusammen, dass wir in Versuchung stehen, solche Anlässe öfter mal durchzuführen.

Wenn ein Mensch, den ich noch nie getroffen habe und den „Meiner“ seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr gesehen hat, uns mitteilt, Sonntag sei für ihn generell nicht so günstig, er würde lieber am Samstag kommen, aber nicht an dem Samstag, an dem wir auch noch eingeladen haben, sondern bitte an einem anderen, vielleicht im Dezember, kurz vor Weihnachten, dann ist mein flauschiges „Ich liebe alle Menschen und möchte alle um meinen Tisch versammelt sehen“-Gefühl auf einmal wie weggeblasen.

Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man hausgemachte Pains au Chocolat als ähnlich alltäglich empfindet wie ein Butterbrot.

Genau so, wie es Bad-Hair-Days gibt, gibt es auch Bad-Frosting-Days. Zum Glück hat man hin und wieder auch einen Good-Frosting-Day…

Egal, wie sehr wir uns um Ordnung und Sauberkeit bemühen, unsere Gäste werden sich immer mit einem Hauch Venditti-Chaos abfinden müssen.

Ich brauche ein anständiges Rezept für Vanillie-Pudding.

Wenn morgen die letzten Gäste nach Hause gegangen sind, werde ich vermutlich eine leise Wehmut empfinden. Es war viel Arbeit, aber es war auch wunderschön.

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2 Kommentare zu “Was ich durch 4 x Open House gelernt habe

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