Normalerweise schläft der Kleine ja in seinem eigenen Bett, doch weil er seine Matratze mit Exkrementen beschmiert hat, – auf weitere Details verzichten wir an dieser Stelle – nächtigt er im Elternschlafzimmer, bis die Matratze wieder trocken ist. Aber daran denkt Mama natürlich nicht mehr, als sie nachts um eins wegen eigenartiger Motorengeräusche erwacht. Sind die Nachbarn jetzt vollkommen durchgedreht, dass sie mitten in der Nacht ihre Motorsäge laufen lassen? Oder lässt da ein Teenager den Motor seines Rollers aufheulen? Aber nein, das Geräusch kommt nicht von draussen. Es ist der Kleine, der bereits im zarten Alter von 18 Monaten dermassen laut schnarcht, dass die Mutter in Versuchung gerät, wegen nächtlicher Ruhestörung die Polizei zu rufen. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie der Junge jemals eine Frau finden soll, wenn er mit seinem Schnarchen bereits jetzt die Wände zum Wackeln bringt. Ihm bleibt nur zu hoffen, dass der Trend der getrennten Schlafzimmer bis dahin anhält…
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Aus dem turbulenten Leben einer grossen Familie
Zurück auf Feld 53!
Manchmal ist das Leben eben doch wie ein Brettspiel. Da glaubt man, man komme vorwärts und plötzlich landet man auf einem Feld, das einem ganz weit zurück schickt. „Zurück auf Feld 53!“, wird einem da zum Beispiel befohlen. Und auf Feld 53 wird man dann aufgefordert: „Du bekommst noch ein Kind. Kauf dir einen Geschwisterwagen und bezahle dafür einen beliebigen Betrag zwischen 10 und 1000 Franken.“
Geplatzte Träume
Eigentlich hat man sich die Ferien schon etwas anders vorgestellt. Und diesmal lag es nicht daran, dass man sich die Feriendestination unsorgfältig ausgesucht hätte. Oder dass der Hotelprospekt zuviel versprochen und zu wenig gehalten hätte. Oder dass gegenüber des Hotels gebaut worden wäre. Nein, es war wirklich alles perfekt. Es war ein geplatzter Blinddarm, der den Traum von den unbeschwerten Ferien zum Platzen brachte.
Wie war das nochmals mit den Genen?
Woher hat er das bloss? Der Papa drückt sich seit frühester Kindheit erfolgreich ums Fussballspielen und dies trotz italiensicher Wurzeln. Die Mama begreift noch immer nicht, was es mit der Offsideregel auf sich hat. Und der Sohn bricht in Tränen aus, wenn Deutschland das EM-Finalspiel verliert.
Der ganz normale Wahnsinn
In der Höhle des Drachens
Tage, an denen man sich schon am frühen Morgen zum ersten Mal in einen Drachen verwandelt, sind nicht die besten. Aber hat man denn eine Wahl, wenn die kinderlose Arbeitskollegin des Mannes um zehn nach sieben anruft um zu fragen, ob er über Mittag auch ins Schwimmbad komme? Bleibt einem da als Ehefrau und Mutter etwas anderes, als die liebe Frau zu bitten, nicht mehr so früh anzurufen, weil die Kleinen noch schlafen? Nachdem man aufgehängt hat, fühlt man sich natürlich ganz mies, denn die gute Frau weiss ja gar nicht, was sie falsch gemacht hat. Sie hat doch nur eine harmlose Frage gestellt. Meint sie. In Wirklichkeit hat sie bereits morgens um sieben drei gravierende Fehler begangen, die den Tag der Mutter in gefährliche Bahnen lenken können. Um das bessere Verständnis zwischen Kinderlosen und Kinderreichen zu fördern, sei hier kurz darauf hingewiesen, was an diesem Anruf in den Augen der Mutter so schlimm war.
Sonnenstich
Das von den Kindern ersehnte Jugendfest ist endlich da. Und für einmal sind die Eltern perfekt vorbereitet. Die Jungs haben neue T-Shirts, die weissen Kleider der Tochter liegen frisch gewaschen bereit, keiner der unzähligen Zettel, die den Tagesablauf im Detail vorgeben, ist verloren gegangen und die Blumen für die Krone des Zweitjüngsten sind gepflückt. Ausserdem hat die Tochter genau festgelegt, wer wann abgeholt werden muss, so dass keiner lange warten muss. Ist also alles perfekt.
Entsorgt
Der Säufer ist weg. Nun ja, so ein Haushaltgerät mit Alkoholproblem ist wirklich kein Vorbild für kleine Kinder. Kaum hatte er seinen Rausch ausgeschlafen, ging’s in den nächstgelegenen MMM. Dort gab der Kerl allerdings noch seine letzte peinliche Vorstellung. Tropfte einfach noch eine Lache von abgestandenem Wein auf den Boden, bevor ihn der Verkäufer in den Container hieven konnte. Also wirklich, hat der sich denn gar nicht mehr im Griff? Zum Glück sind wir ihn los!
Von Adlern und besoffenen Staubsaugern
Diktat
Es kommt zwar nicht oft vor. Doch da man sich in einer Familie gegenseitig hilft, liegt zuweilen ein Stapel von Diktaten auf dem Tisch, die korrigiert werden sollten. Gestern war es mal wieder soweit. Der Anfang war ziemlich knifflig. Zuerst einmal galt es, die teils grässlichen Klauen zu entziffern. Zu unseren Zeiten achteten die Lehrer doch noch auf Schönschrift, oder nicht? Aber das sagt man besser nicht zu laut, sitzt doch der betroffene Lehrer gleich daneben und korrigiert Matheprüfungen. Und ausserdem sollte man nacher noch im gleichen Bett schlafen.