Migros-Kinder

Migros, das war ja früher eher etwas für jene, die etwas knapp bei Kasse waren. Wer sich dort mit dem Nötigsten für den Alltag versorgte, konnte sich das Einkaufen an einem „anständigen“ Ort eben nicht leisten, wer gar Frey-Pralinen verschenkte, entlarvte sich als Geizhals. Keiner könnte das besser beschreiben als der hier. 

Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Da unterhalten sich unsere Kinder mit Gleichaltrigen, wo die Eltern gewöhnlich einkaufen. „Aldi und Lidl“, sagen die meisten. „Immer nur Migros, und wenn es gar nicht anders geht, halt auch Coop“, sagen unsere Kinder. Und was bekommen sie dann zu hören, unsere Kinder? „Wahnsinn! Ihr müsst ja echt reich sein, wenn ihr euch Migros leisten könnt.“ 

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Trend der Saison

Ein Samstagnachmittag Ende Oktober: Mama Venditti spaziert mit fünf jungen Vendittis ins Schuhgeschäft, sieht sich ein wenig um, kauft für ihre vier Söhne je ein Paar ziemlich anständige Schuhe, bekommt einen grosszügigen Rabatt, spaziert mit allen ins nächste Schuhgeschäft, wo sie für Luise ebenfalls ein ziemlich anständiges Paar Schuhe kauft. Mama Venditti ist stolz auf sich selbst, weil die Sache für einmal ziemlich glatt über die Bühne gegangen ist.

Zwei Tage später: Zoowärters Stiefel sehen aus, als hätte er sie ein halbes Jahr getragen, ausserdem löst sich die Sohle. Mama Venditti ist zutiefst verärgert.

Ein paar Tage später: Papa Venditti geht mit Zoowärters Schuhen ins Schuhgeschäft, beklagt sich über die schlechte Qualität, bekommt zu hören, noch nie hätte irgend ein Mensch auf diesem elenden Planeten mit diesem Spitzenmodell Probleme gehabt, aber weil man nicht unfreundlich sein wolle, erstatte man den Kaufpreis zurück. Zoowärter läuft seither wieder in Halbschuhen rum. 

Zwei Wochen später: Just als Prinzchens Schuhe lange genug getragen sind, dass sich die im Laden ganz bestimmt nicht mehr zu einer Rückerstattung überreden lassen, lösen sich auch bei ihm die Sohlen. 

Wieder ein paar Tage später: Der FeuerwehrRitterRömerPirat jammert, seine Schuhe seien kaputt. „Einen gerissenen Schnürsenkel kann man ersetzen“, raunzt Mama Venditti, denn sie möchte der Tatsache lieber nicht ins Auge sehen.

Noch ein Tag später: Der FeuerwehrRitterRömerPirat jammert schon wieder. Es war halt doch nicht nur der Schnürsenkel, auch bei ihm löst sich die Sohle. Natürlich wird man auch in seinem Fall keine Reklamation mehr akzeptieren. Nach einem vollen Monat hat ein Schuh heutzutage seine Lebenserwartung schon deutlich übertroffen.

Letzte Woche: Luises Schuhe sind jetzt auch dahin. 

Heute Mittag: Auch bei Karlsson löst sich  die Sohle. Er versucht es mit Leim, aber wir alle wissen, dass diese lebensverlängernde Massnahme das traurige Ende nur herauszögern, nicht aber verhindern kann.

Ebenfalls heute: Mama Venditti konstatiert, dass sich lösende Schuhsohlen der Trend der Saison sind. Zudem ist sie stinksauer. Nicht nur, weil sie in Sachen Schuhkauf wieder auf Feld eins zurückgeworfen wird, sondern auch, weil die Hersteller offenbar kein Problem haben, Müll zu produzieren und dafür auch noch Geld zu verlangen.

(Oh ja, ich weiss, die teuren, überaus haltbaren Öko-Schuhe, die ich mir mir selbst gönne, gäbe es auch für Kinder. Aber wer kann es sich schon leisten, solches Schuhwerk für Menschen zu kaufen, deren Füsse pro Monat um etwa drei Schuhgrössen wachsen?)

(Ich weiss übrigens auch, dass ich über dieses Thema schon mehr als genug geschrieben habe, aber es ärgert mich halt immer wieder aufs Neue. Und mich dünkt auch, es werde mit jeder Saison ein wenig schlimmer mit der nicht vorhandenen Qualität.) 

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Wer seid ihr und was habt ihr mit unseren Kindern gemacht?

Da kommen wir also von diesem unglaublich entspannenden Wochenende mit wunderbaren Menschen, köstlichem Essen und viel Sauna nach Hause, wagen kaum, das Haus zu betreten, weil wir fürchten, hinter der Tür das übliche Chaos anzutreffen, gehen dann aber trotzdem rein, weil es ja nichts hilft, die Augen vor der Realität zu verschliessen und was treffen wir an? Fünf junge Vendittis in friedlicher Eintracht beim Abendessen, das Karlsson zubereitet hat. Die Wohnung aufräumt, die Stimmung blendend. Nein, vermisst hätten sie uns eigentlich nicht besonders, meinen sie nach der Begrüssung. Wenn wir etwas länger weg gewesen wären, dann vielleicht schon, aber zwei, drei Tage ohne uns seien gar nicht so schlecht. Sie hätten da übrigens ein paar Verbesserungsvorschläge, meinen sie etwas später, nachdem sie uns erzählt haben, wie es so war mit den Babysittern. Also das mit dem vielen Geschirr in der Spüle, das müsse sich ändern, finden sie, das sei wirklich eine Saumode. Und sie fänden es eigentlich gut, wenn jeden Tag ein anderer Küchendienst hätte. Wenn immer alle helfen müssten, gäbe es jene, die sich vor der Arbeit drücken, während die anderen doppelt so viel leisten müssten, das sei unfair und mühsam. Ein Wochenplan, bei dem jeder wisse, wann er dran sei, wäre doch viel einfacher und man könne sich dabei ja auch ein wenig danach richten, wer nachmittags schulfrei habe. Ach, und wir sollten doch bitte dafür sorgen, dass morgen nichts mehr auf dem Klavier stehe, der Klavierstimmer komme am Nachmittag vorbei und das mache sich dann nicht so gut mit all dem Kram auf dem Deckel. 

Mich dünkt fast, wir hätten noch etwas länger wegbleiben sollen. Ein paar Tage mehr und die hätten unseren Haushalt komplett umorganisiert. 

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So ein Tag halt…

Okay, eigentlich müsste ich es inzwischen wissen: Ein Tag, der damit beginnt, dass der Zoowärter noch vor dem Frühstück seinen Mageninhalt von sich gibt, weil er dermassen herzzerreissend über seine unverschämten Eltern heulen muss, die allen Ernstes von ihm verlangen, an ein und demselben Morgen eine frische Hose und einen frischen Pullover anzuziehen, so einen Tag sollte man ganz einfach ignorieren. Die Decke über den Kopf ziehen, Augen zu und warten, bis der nächste Tag kommt, das sollte man eigentlich.

Aber natürlich macht man das nicht, man ist ja pflichtbewusst und so, also versucht man, den übellaunigen Stier – ich meine den Tag, nicht den Zoowärter – bei den Hörnern zu packen und ihn irgendwie zur Vernunft zu bringen. Doch dazu ist es bereits zu spät, denn inzwischen ist der FeuerwehrRitterRömerPirat auf die Idee gekommen, ein wenig Ohrenschmerzen wären heute ganz praktisch, man könnte so den endlosen Schultag deutlich verkürzen. Der Lehrer glaubt’s, die Eltern eher nicht so, also muss am Nachmittag trotz Krankheit das Zimmer aufgeräumt werden, was an einem Tag wie heute ganz besonders schön ist, denn „Meiner“ ist mal wieder von der grossen Aufräumwut gepackt worden und lässt keine Gnade walten, auch nicht bei den Dingen, die man ach so sorgsam unter das Bett gewurstelt hat. Also noch einmal lautes Geheul, diesmal einfach ohne Mageninhalt und dann später noch einmal, weil die bösen Eltern keine iPad-Zeit genehmigen und dann noch einmal, weil Luise und „Meiner“ sich ins Gehege geraten. Dazwischen ich, wie eine Furie durchs Haus rasend, lauthals schimpfend, weil die Aufräumenden in der Waschküche einen Wäscheberg von der Höhe des Matterhorns deponiert haben – unsortiert, versteht sich. Da ich mich aber bekanntlich dem Frieden verschrieben habe, herrsche ich meine Liebsten an, sie sollten sich doch endlich wieder einkriegen und gefälligst lieb sein miteinander, was aber irgendwie nicht so richtig wirken will, weshalb wir abends alle ziemlich grummlig auseinander gehen. Dies die Kurzversion eines Tages, der sich in Wirklichkeit noch viel unausstehlicher gebärdet hat.

Ein Tag halt, an dem ich mich abends frage, was die anderen Mamas, die immer so selbstzufrieden sanftmütig lächelnd ihren Nachwuchs durchs Leben geleiten, eigentlich heimlich schlucken.

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Sternenzauber-Vorfreude

Zwischen Karlsson-Geburtstag, Prinzchen-Geburtstagsparty, Luises Arztterminen, Zoowärters Erkältung und Hausaufgabenbergen des FeuerwehrRitterRömerPiraten versuchen „Meiner“ und ich, kreativ zu sein. Wir haben nämlich die grosse Ehre, wieder am Sternenzauber-Adventsmarkt bei uns im Dorf dabeisein zu dürfen. Na ja, am Stand werde nur ich anzutreffen sein, da „Meiner“ an diesem Tag in der Ostschweiz eine Gruppe Jungs aufklären darf, aber in unserem Sortiment wird man ihn sehr wohl auch finden. Zu kaufen gibt es sein Buch, unser Buch und meine Bücher, Gipsbildchen und bunt Bemaltes von ihm, Kaffeesirup, Gestricktes und Gebackenes von mir sowie ein paar weitere schöne Dinge. Am Nachmittag erzähle ich zweimal eine Geschichte für Kinder, am Abend eine für Erwachsene. Und dann sind da natürlich ganz viele talentierte, kreative Menschen, deren Stände einen Besuch wert sind. Wer alles mitmacht, könnt ihr hier nachlesen. Falls ihr also übernächsten Samstag in der Gegend von Schönenwerd seid, solltet ihr euch einen Besuch in unserem wunderschönen Kreuzgang auf gar keinen Fall entgehen lassen. 

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Nachgedacht

 

So, nun habe ich also nachgedacht, vielleicht auch gegrübelt. Habe viel gelesen, weiter nachgedacht, mich mit „Meinem“ ausgetauscht, noch mehr gelesen, wieder ausgetauscht. Habe mich gewundert, wie schnell es diesmal gegangen ist, bis die ersten Verschwörungstheorien die Runde machen, habe mich geärgert, weil sofort wieder provoziert wird, kaum ist der erste Schock verdaut, habe versucht, zu verstehen, was man eigentlich nicht verstehen kann. Habe gemerkt, dass ich nicht die geringste Lust habe, mit anderen zu diskutieren, da ohnehin erst die Zukunft zeigen wird, wer mit seinen Ansichten richtig gelegen ist. 

Und ich habe für mich eine Schlussfolgerung gezogen: Ändern lässt es sich nicht, die Welt wird weiterhin ein Ort bleiben, wo schlimmstes Grauen und atemberaubende Schönheit uns um den Verstand bringen. Mir bleibt nur, in meinem Handeln, meinem Schreiben, meinem Erziehen, meinem Reden,… ein Mensch zu werden, der Frieden lebt und nicht Hass verbreitet.

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Wieder so ein Abend…

Wieder mal einer dieser Abende: Der Zoowärter liegt mit Halsschmerzen und fiebernd auf dem Sofa, „Meiner“ hat Einsatz an der Erzählnacht seiner Schule und ich stehe bei uns auf dem Pausenplatz rum, versuche das Prinzchen und den FeuerwehrRitterRömerPiraten zwischen Laternenumzug und Erzählnacht im Auge zu behalten, was gar nicht so einfach ist, da der FeuerwehrRitterRömerPirat keine Ahnung hat, wo er seine Klasse treffen soll und ich keinen Schimmer habe, was auf all den Programmzetteln, die mir die Kinder in den letzten Tagen in die Hände gedrückt haben, draufstand. Luise taucht auf, will wissen, wie sie in die Stadt zu ihrem Teenie-Anlass kommen soll, wo ihr Papa doch immer nur die Arbeit im Kopf hat und die Mama die kleinen Geschwister. Karlsson kocht sich derweilen zu Hause Spaghetti, was man später, als ich endlich wieder alle mehr oder weniger beisammen habe, der Küche ansehen wird. Wieder so ein Abend halt, an dem ich grummle und motze und lästere, weil ich einfach nicht begreifen kann, warum man uns Müttern solche Sachen zumutet.

Tja, und dann kommt man nach so einen Abend nach Hause, startet den Computer auf, liest von Paris, ist zutiefst erschüttert und plötzlich wieder von Herzen dankbar, in dieser herrlich kleinkarierten, nervtötenden Welt leben zu dürfen. 

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Teenagerträume

Vor etwas mehr als 26 Jahren sprach ein Vater zu seiner Tochter, die gerade ihren fünfzehnten Geburtstag feierte: „Hättest du Lust, für ein Jahr in die USA zu gehen?“ Die Tochter, ein echter Teenager halt, sah vor ihrem inneren Auge eine dieser knallbunten Hollywood-Teeniekomödien ablaufen und antwortete in totaler Selbstüberschätzung: „Klar! Warum nicht?“ Auf das Anmeldeformular schrieb sie, sie würde ganz gerne zu einer Gastfamilie fahren, die in der Nähe des Meeres lebt, was die Austauschorganisation auf die Idee brachte, den Teenager auf einer abgelegenen Farm in Nebraska zu platzieren, denn dort, zwischen endlosen Maisfeldern, gab es einen seichten Tümpel. Der Teenager sah zwar nicht, wie man diesen Tümpel mit dem pazifischen Ozean hatte verwechseln können, flog dann aber im Sommer, noch vor dem sechzehnten Geburtstag, trotzdem nach Nebraska. Dort gab es eine Schule, die eben erst von den letzten Asbestresten gesäubert war, sonntags ging es morgens und abends zum Gottesdienst, „Scheisse“ sagen war streng verboten und das Essen kam von Tiefkühler in die Mikrowelle und dann ungewürzt auf den Tisch. Da man an diesem verlassenen Ort Menschen aus dem Ausland mit Aliens gleichsetzte, fühlte sich die Fünfzehnjährige ziemlich einsam. Trotz schlimmstem Heimweh versuchte sie, das Beste aus der Sache zu machen, frass sich ein paar Kilo Kummerspeck an, lernte fleissig Englisch, gab am Sonntagabend fast nie vor, an Kopfweh zu leiden um den Gottesdienst zu schwänzen und liess nur ganz wenige der Fettnäpfchen aus, die unreife Schweizerinnen in den USA eigentlich meiden sollten. Hin und wieder setzte sie sich an den seichten Tümpel, um über das Leben im Allgemeinen und die Trostlosigkeit Nebraskas im Besonderen nachzudenken und irgendwann war das Jahr um. Sie kehrte um ein paar Erfahrungen reicher und ein paar Illusionen ärmer in die Schweiz zurück, jetzt immerhin fliessend Englisch sprechend. 

Nächste Woche feiert ein anderer Teenager seinen fünfzehnten Geburtstag, aber er wird vergeblich darauf warten, dass ihn seine Eltern fragen, ob er nicht vielleicht alleine ins Ausland fahren wolle. Die Träume des Teenagers, für ein paar Monate ins Ausland zu entschwinden, sind den Eltern zwar bekannt und sie werden auch versuchen, diese irgendwann wahr werden zu lassen, aber die Mama findet, für so etwas sei man mit fünfzehn ganz einfach noch zu jung, man müsse erst noch ein wenig reifen, ehe man in der Lage sei, sein Glück in der grossen, weiten Welt zu versuchen, sie rede da aus Erfahrung. Sie ist froh, dass sie diesen Grund vorschieben kann. Mit dem Argument: „Kindchen, du bist doch noch so klein und eben erst geschlüpft. Wie kannst du es wagen, nur schon daran zu denken, deiner armen Mama so etwas anzutun?“, liesse sich der Teenager vermutlich nicht davon abhalten, zu gehen.

Wo er doch gar nicht über den Ozean will, sondern nur nach Frankreich und das liegt doch sozusagen im Quartier, findet er. 

british lady; prettyvenditti.jetzt

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Flügge?

Die Glucke heute Abend zu mir, den Tränen nahe: „Hast du gehört? Er will ausziehen! Einfach so, mit Sack und Pack. Dabei haben wir ihm doch eben erst sein Zimmer neu eingerichtet, haben die Wände neu gestrichen und alles so schön gemütlich gemacht für ihn. Wie kann er da auf so eine Idee kommen?“ Ich schaue die Glucke verständnislos an, habe keine Ahnung, was sie da wieder faselt. „Nun sag schon was! Du kannst ihn doch nicht einfach so ziehen lassen“, jammert sie. „Also, äääähm, ich weiss nicht so recht…“, fange ich an, aber sie fällt mir ins Wort. „Bricht es dir denn nicht fast das Herz, wenn er dir sagt, dass er weg will? Er ist doch noch so klein und hilflos. Er kann doch nicht einfach gehen.“ Ich habe noch immer keinen Schimmer, was das soll, aber ich kann gar nicht erst fragen, denn die Glucke jammert weiter: „Du musst ihm das ausreden. Er kann das noch nicht. Denk nur, wie einsam und elend er sich in der Nacht fühlen wird. Er wird nicht mehr schlafen können, nicht mehr essen und elendiglich verkümmern, der arme Kleine…“ Bei diesen letzten Worten kann die Glucke nicht mehr, sie heult hemmungslos. Da endlich gelingt es mir, meine Frage zu stellen: „Von wem redest du eigentlich? Wer will denn ausziehen?“ „Na, wer wohl?“, fragt sie zwischen zwei Schluchzern zurück. Einmal mehr schaue ich verständnislos, denn ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass einer davon geredet hat, das Nest zu verlassen. Also frage ich erneut, wen sie denn meine. „Das Prinzchen natürlich“, presst sie unter Tränen hervor und da endlich dämmert mir, was los ist. Unser Jüngster hat heute Abend nämlich durchblicken lassen, dass er sein Zimmer nicht mehr länger neben Mama und Papa haben möchte, sondern lieber nach oben zu den Grossen ziehen will. Und während ich bei dieser Nachricht höchstens murmelte: „Bitte nicht schon wieder Kinderzimmer umräumen!“,  brach die Glucke in Panik aus und sah ihr Prinzchen flügge werden. 

Tja, so verschieden sind wir eben, die Glucke und ich. 

luna piena; prettyvenditti.jetzt

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Kleine Klimakunde für Dummies

Das mit dem Wetter ist ja nicht so ganz einfach, vor allem, wenn man einer Generation angehört, die sich für die Sache einzig und alleine im Zusammenhang mit der Freizteitplanung interessiert. Aus diesem Grund – und weil ich mich heute früh wieder mal ganz fürchterlich über einen „Juppppiiiiii!!!!! Frühling im November!!!!!“-Post geärgert habe – eine kleine Klimakunde für Dummies.

Also, mit dem Wetter, meine Lieben, ist es in unseren Breitengraden eigentlich so:

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Damit das gut funktioniert, braucht es

☀️⛅️💧❄️☁️💨☀️⛅️💧❄️💨☀️⛅️💧❄️☁️💨 und immer so weiter.

Seit einiger Zeit haben wir vor allem das hier

🌞☀️🌞☁️☀️🌞☁️☀️🌞🌞🌞🌞🌞☁️☀️

und fast gar nie das hier,

☔️☔️☔️☔️☔️☔️☔️☔️☔️☔️☔️☔️

was die meisten fruchtbar toll finden, denn dann steht dem

🏊🏽🚴🏼🏇🏻🎭🎪⛳️🏄🏼⛺️🎆etc. nichts im Wege.

Blöd ist einfach, dass es 💧💧💧💧💧💧💧💧bräuchte, damit 🍎🍉🐳🐄🌳🌻🍄🐔🐟🌰🌲🐓 gut über die Runden kommen. 💧💧💧💧💧💧💧💧💧 ist also nicht einfach eine Spassbremse, sondern relativ wichtig, damit wir weiterhin 🍆🍅🍝🍕🍜🌯🍦🍰🍼🍷🍳🍞🧀 auf den Tisch bekommen. Das Zeug wächst nämlich nicht hier

IMG_0456 im Regal. 
Wenn also die Wetterprognose über Wochen und Monate mehr oder weniger so aussieht 🌞🌞🌞🌞🌞🌞🌞, dazwischen vielleicht mal noch so ⛅️⛅️⛅️⛅️⛅️⛅️ und manchmal ein paar Minuten lang so ☔️, dann ist das kein Grund, die hier 😀😃😍👍🏽👏🏼😺❤️ hervorzuholen und das ganze Facebook damit zuzupflastern.

Die hier wären im Moment eher angebracht 🙊🙊🙊.