Wo bleiben denn die Post-its?

Träume ich, oder haben wir die alljährlichen Post-it-Tage in diesem Jahr überstanden, ohne auch nur ein einziges Mal tatsächlich eine Haftnotiz schreiben zu müssen, um  ja nichts zu vergessen? Ich wage es kaum zu schreiben, aus Angst, dass man mir nicht glauben könnte, aber in diesem Jahr war alles ein wenig anders, viel ruhiger und geordneter als gewöhnlich, und da morgen die Sommerferien anfangen, kann ich heute mit absoluter Sicherheit sagen, dass kein Elternbrief mehr ins Haus flattern wird, der die ganze unerwartete Ruhe noch stören könnte. Und dies in einem Jahr, in dem gleich vier Kinder einen Lehrerwechsel vor sich haben. 

Ob es daran liegt, dass unsere Kinder inzwischen so gross sind, dass die meisten Abschiedsfeste ohne Eltern und von Eltern zubereiteten Kuchen stattfinden? Haben die Kinder diesmal so viele Dinge selbständig erledigt, dass ich mir weniger Zeit nehmen musste dafür? Oder lag es vielleicht daran, dass „Meiner“ aus gesundheitlichen Gründen in den vergangenen Wochen beruflich etwas kürzer treten musste und dafür mehr Zeit hatte, Papa zu sein? Habe ich mich am Ende so sehr an den alljährlichen Schuljahresendstress gewöhnt, dass ich ihn inzwischen als weniger schlimm empfinde? 

Was auch immer der Grund ist, eins kann es bestimmt nicht sein: Dass ich selber so durchorganisiert geworden bin, dass das alles einfach reibungslos läuft. Denn eine Mama, die es noch nicht geschafft hat, die Identitätskarten der Kinder erneuern zu lassen und die die Frage, womit es denn in zwei Wochen nach Prag gehen werde mit „Wir schauen mal…“ beantwortet, kann man ja wohl kaum als durchorganisiert bezeichnen, nicht wahr? Nun ja, immerhin weiss ich schon, dass wir ganz bestimmt nicht fliegen werden und es ist ja schon mal gut, wenn man weiss, wie man nicht reisen wird.

Von der besten Seite

Zuweilen kann Elternsein ganz schön frustrierend sein. Da erzählen dir alle, wie nett und anständig deine Kinder in der Schule oder bei den Klassenkameraden zu Hause sind und du selber bekommst nur das stetige Gemotze und Türenknallen mit. Natürlich bist du dankbar, dass deine Kinder sich immerhin auswärts zu benehmen wissen, aber hin und wieder packt dich der Neid, wenn du erfährst, dass dein Sohn den Eltern seines Freundes ohne zu murren beim Holzhacken geholfen hat und das nur Stunden nachdem er wutentbrannt in sein Zimmer gerannt war, weil du ihn dazu aufgefordert hattest, seinen Teller nach dem Essen abzuräumen. So unfair kann das Leben mit Kindern zuweilen sein. Du säst mühevoll und die anderen ernten.

Hin und wieder kommt es aber vor, dass du völlig unvermittelt ernten kannst, wo du gar nicht viel gesät hast. Und dann schaust du voller Staunen dabei zu, wie deine Tochter ohne deine Hilfe den Kuchen backt, den der kleine Bruder morgen in den Kindergarten mitbringen wird. Und als sie merkt, dass das Rezept etwas knapp berechnet ist, verdoppelt sie kurzerhand die Menge. Ja, natürlich, die Küche räumst du nach der Backorgie selber auf, aber das nimmst du noch so gerne in Kauf, wo du dank dieses Kuchens doch gerade Zeuge geworden bist einer geschwisterlichen Liebe, die sich nur selten so unverschleiert zeigt. Doch damit nicht genug. Da kommt doch tatsächlich der Sohn, der seiner Schwester am ersten Geburtstag aus lauter Eifersucht eins mit dem Hammer übergebraten hat, und sagt dir, wie sehr er sich doch freut, dass sein Bruder heute eine Geburtstagsparty feiern darf. Und du spürst, dass da nichts mehr ist von der Eifersucht, die das Kind bei jedem Geburtstag seiner Geschwister überwältigt hat. Da ist nur noch Freude, dass er auch dabei sein darf, wenn der kleine Bruder mit seinen Freunden schon mal vorfeiert für den Geburtstag, der wie jedes Jahr in die Sommerferien fällt. Und wenn du dann auch noch miterleben darfst, wie das Geburtstagsparty-Kind vollkommen selbständig und ohne Wutanfälle die Lego-Fahrzeuge zusammenbaut, die es geschenkt bekommen hat, dann wähnst du dich im siebten Himmel. 

Ja, es kommt selten vor, dass deine Kinder sich in den eigenen vier Wänden von ihrer allerbesten Seite zeigen. Die ist meist Auswärtigen vorbehalten. Und darum sind Tage, an denen du die beste Seite deiner Kinder gleich mehrmals zu sehen bekommst, ganz besondere Tage. Wenn wir heute nicht bereits gefeiert hätten, wäre das glatt ein Grund, die Korken knallen zu lassen. 

Ach ja, was ich noch sagen wollte: Mir scheint, dass die Kinder ihr Verhalten irgendwo abgeschaut haben. Bloss wo? Vielleicht etwa hier?

Mama und Kind sind auf dem Weg zum Laden, der in einer halben Stunde schliesst. Das Kind bleibt bei jeder Schnecke, bei jedem Kieselstein, ja, sogar bei jedem Zigarettenstummel stehen. „Nun komm schon!“, motzt die Mama. „Jetzt mach doch endlich vorwärts. Du weisst doch, dass wir nicht mehr viel Zeit haben.- Ach, guten Tag Frau Hugentobler! Ja, danke bestens. Und Ihnen? Ja, meinen Kindern geht’s auch prächtig. Schauen sie doch nur, wie gross er schon geworden ist. Das stimmt, sie sind ein wahrer Segen, diese kleinen Engel. Was wäre das Leben ohne sie? Ihnen auch noch einen schönen Tag, Frau Hugentobler. – Nun komm schon endlich! Mir platzt jetzt dann gleich der Kragen, wenn du nicht endlich vorwärts machst. Ja, natürlich stimmt das, was ich zu der Frau gesagt habe, du bist tatsächlich ein kleiner Engel aber das heisst noch lange nicht, dass du hier noch lange herumstehen sollst…“

 

 

Das grosse Schlafen

In meinem Kopf habe ich schon unzählige Male Anlauf genommen.

Anlauf, endlich an der Geschichte weiter zu arbeiten, die schon so lange auf die Feinarbeit wartet. Ich habe mir gar eine alte Schreibmaschine zugelegt, damit ich gezwungen bin, jedes einzelne Wort noch einmal umzudrehen und an den richtigen Platz zu setzen. Wo es keine Delete-Taste gibt, gibt es auch keinen Raum mehr für überzählige Wörter, so dachte ich mir. Aber eben, bis jetzt ist es beim Anlaufnehmen geblieben.

Ich habe auch schon unzählige Male Anlauf genommen, endlich mal wieder ein paar Kilos loszuwerden. Nein, ich habe nicht vor, einem ungesunden Schönheitsideal nachzueifern, aber einfach nur noch runder werden ist wohl auch nicht gerade gesund.  Auch hier ist es aber beim Anlauf geblieben.

Auch im Bezug auf meine Kinder bin ich in den Startlöchern: Endlich wieder mehr Energie in die Beziehung stecken, nicht immer nur müde mit dem Kopf nicken und „dann mach halt, wenn du unbedingt musst“ seufzen. Doch auch in diesem Bereich trete ich auf der Stelle, nehme mir jeden Tag vor, es anders zu machen als am Tag zuvor.

Wohin ich auch schaue in meinem Leben, überall sehe ich Dinge, die ich in Angriff nehmen will; Lebensbereiche, die mir wichtig sind, denen ich gerne wieder mehr Beachtung schenken würde.

Mein Kopf ist unglaublich aktiv, denkt sich neue Wege aus, entwirft Pläne für ein Leben, das mehr dem entspricht, was ich unter Leben verstehe. Aber was hilft es, wenn der Kopf wie verrückt arbeitet, solange der Körper nicht mitmacht? Das faule Ding hat nämlich seit einiger Zeit nur noch eins im Sinn: Schlafen, schlafen und nochmals schlafen. Kaum zeichnet sich ab, dass es da ein freies Zeitfenster geben könnte, beginnt mein Kopf zu planen. „Zuerst einmal werde ich eine oder zwei Stunden schreiben, dann mache ich einen Spaziergang und schliesslich spiele ich noch mit den Kindern dieses Spiel, das sie schon so lange spielen möchten“, sagt er dann zum Beispiel. „Nichts da!“ schreit der Körper. „Zuerst wird geschlafen.“ „Nicht schon wieder schlafen“, meckert der Kopf. „Das haben wir schon gestern zuerst gemacht und dann war wieder die ganze freie Zeit verpennt und alles, was ich tunt wollte blieb liegen.“ „Heute schlafen wir nicht so lang“, verspricht der Körper. „Nur ein halbes Stündchen, dann können wir tun, was immer du willst.“ „Das sagst du jedes Mal und am Ende bleibst du doch so lange liegen, bis die Kinder von der Schule nach Hause kommen und es Zeit wird zum Kochen“, brummt der Kopf. „Ach komm schon, du weisst, dass man viel besser arbeiten kann, wenn man ausgeschlafen ist. Und die Kinder erträgst du auch viel besser, wenn du nicht mehr so müde bist“, insistiert der Körper. „Da hast du ja schon Recht, aber meine Freizeit ist begrenzt, die kann ich nicht einfach verschlafen… Wobei, so eine Viertelstunde könnte nicht schaden. Vielleicht habe ich danach tatsächlich mehr Energie….“ „Ich hab’s doch gewusst, dass du zur Einsicht kommen wirst“, lobt der Körper, schmeisst sich aufs Bett und schon versinke ich im tiefsten Schlaf.

Ich hoffe doch sehr, dass ich im Schlaf irgendwann genügend Energie für neue Taten gewonnen haben werde. Damit es nicht lange beim Anlaufnehmen bleibt…

Traumanfall

So ein kleiner Trotzanfall wirft mich eigentlich nicht mehr aus der Bahn. Zu viele habe ich bereits miterlebt, als dass ich mir noch allzu viele Gedanken darüber machen würde. Klar, ich weiss dass das Problem in den Augen des Kindes weltbewegend ist, sonst würde es ja nicht so ein mörderisches Gebrüll anstimmen. Darum würde ich es auch nie und nimmer wagen, mich über den Grund des Gebrülls lustig zu machen. Aber aus meiner Warte gesehen ist keines dieser Probleme so gravierend, als dass ich mir die Mühe machen würde, mich darüber zu ärgern. Grund zum Ärgern gibt es im Familienalltag schon genug, da muss man nicht auch noch aus den Trotzanfällen, die nun mal einfach zum Kindsein dazugehören, ein Theater machen.

So, jetzt wo das klargestellt ist, kann ich ja gestehen, dass mich das Prinzchen heute mitten in der Nacht mit seinem Trotzanfall ganz schön ins Schwitzen gebracht hat. Ja, gut, auch ein Trotzanfall in der Nacht ist für mich nichts Neues. Aber ein Trotzanfall mitten in der Nacht wegen einer Ungerechtigkeit, die dem Kind im Traum widerfahren ist? Noch nie zuvor gehabt. Da sitzt der Kleine zornig in seinem Bett und brüllt: „Will auch mitkommen! Will auch mit dem Bus mitkommen!“ Ich nehme mal an, dass es eine Weile gedauert hat, bis der Protest unseres Jüngsten mich überhaupt aus dem Schlaf geschreckt hat, denn als ich endlich wach war, hatte er sich schon so sehr in die Sache hineingesteigert, dass er sich kaum mehr beruhigen lassen wollte. „Prinzchen, wir schlafen alle, draussen ist es dunkel und der Bus schläft auch“, murmelte ich schlaftrunken und meinte, damit sei die Sache abgehakt. War sie aber nicht, denn offenbar hatte das Prinzchen in seinem Traum so eindeutig mitgekriegt, dass alle ihren Spass haben würden und er alleine zu Hause bleiben müsse, dass eine eindeutig nicht ausgehfertige Mama, die keine Anstalten machte, sich demnächst aus dem Bett zu begeben und zur Bushaltestelle zu hetzen, ihn nicht zu beruhigen vermochte. „Will aber auch mitkommen! Will auch mit dem Bus fahren! Will nicht hier bleiben!“, brüllte er weiter. „Wir gehen aber nirgendwo hin. Wir wollen jetzt alle nur schlafen“, antwortete ich genervt.

Nun versuche mal einer, einem zornigen Zweijährigen beizubringen, dass das, was ihn so sehr in Rage bringt, sich nur in seinem Kopf abgespielt hat und dass es keinen Grund gibt, sich so sehr aufzuregen. Nun ja, ich weiss, auch beim ganz gewöhnlichen Trotzanfall spielt sich das Meiste im Kopf ab, aber die Sache, um die es geht, ist meist ziemlich handfest, wie zum Beispiel das Brötchen, das man nicht haben darf, oder der Waschlappen, den man nicht im Gesicht haben will, oder die grosse Schwester, die einen nervt.  Was aber, wenn der Auslöser dieses unbeschreibliche Phänomen genannt Traum ist, ein Phänomen, das auch grösseren Kindern und Erwachsenen ein Rätsel bleibt? Vielleicht hätte ich in wachem Zustand einen Weg gefunden, das Prinzchen zu beruhigen, im Halbschlaf aber war ich seiner Wut ratlos ausgeliefert.

Also schrie das Kind weiter nach Leibeskräften, versuchte, sich aus der Zewi-Decke zu befreien und drohte an, er werde zur Bushaltestelle gehen. So langsam wurde ich nervös. Der kleine Trotzkopf würde noch die ganze Familie wecken. „Meiner“ zumindest tappte schon schlaftrunken zum Bett seines Jüngsten. Und was tat der gute Mann? Setzte sich auf die Bettkante, fragte seinen Sohn „Prinzchen, hast du geträumt? Komm, wir schlafen weiter.“ Und dann war Ruhe. 

Wie macht der Mann das bloss?

Familienharmonie

Dass Vendittis Familienleben selten so beschaulich und harmonisch ist wie in der Fernsehwerbung dürften die meisten meiner Leser inzwischen mitgekriegt haben. Oh ja, wir haben sehr wohl unsere Sternstunden – an gewissen Tagen auch nur unsere Sternminuten -, aber die sind so eng verwoben mit dem ganz banalen Alltag, dass man oft erst abends beim Einschlafen erkennt, wie kostbar dieser oder jener Moment war. Nun ja, dann gibt es natürlich auch die Tage, an denen man sich mit Sternsekunden zufrieden geben muss. Es sind die Tage, an denen alles irgendwie so schräg zusammenkommt, dass man nur noch hinter den zusammengebissenen Zähnen hervorpressen kann: „Ich weiss, dass es der richtige Entscheid war, eine Familie zu gründen und ich weiss, dass ich meine Kinder über alles liebe, aber spüren werde ich das alles erst wieder, wenn sie alle schlafen und dieser elende Tag endlich vorbei ist.“ Momentan haben wir das zweifelhafte Vergnügen, gleich mehrere solcher Tage zu erleben. 

Die Voraussetzungen sind geradezu perfekt:

– Da wäre erstens einmal diese schwüle Hitze, die sowohl aus Eltern als auch aus Kindern diese einmalige Gereiztheit hervorruft, die man nur hinkriegt, wenn man einerseits wünschte, man könnte das sonnige Wetter geniessen, es aber andererseits keine Sekunde an der prallen Sonne aushalten mag. 

– Die Hitze zieht eine bleierne Müdigkeit nach sich, die man nur durch Schlafen kurieren könnte, aber schlafen geht nicht, weder für Eltern noch Kinder. Tagsüber nicht, weil weder bei der Arbeit noch in der Schule die Sommerpause begonnent hat, nachts nicht, weil wahlweise die Mücken summen, der Donner grollt oder das Kind, das es sich im Elternschlafzimmer bequem gemacht hat, einen ständig gegen den Bauch tritt. 

Soweit die meteorologischen Bedingungen. Aber Übermüdung alleine reicht noch nicht aus, um den Familienfrieden ernsthaft zu gefährden. Wie hätten wir denn sonst die vergangenen zehn Jahre überstanden? Nein, das Wetter bildet nur die Kulisse zu dem Drama, das sich auf schulischer Ebene abspielt:

– Da wäre zum Beispiel irgend ein sadistischer Bürokrat, der entschieden hat, dass die Sommerferien im Kanton Solothurn erst am 8. Juli beginnen. Und dies, obschon jeder weiss, dass die kindlichen Batterien spätestens am 3. Juli entladen sind. 

– „Das Schuljahr ist noch nicht zu Ende, also nützen wir die verbleibende Zeit für ein paar Lernzielkontrollen“, scheint sich die Lehrerschaft zu sagen. „Und wo wir schon dabei sind, könnten wir ja gleich noch einen Elternabend abhalten. Ach ja, und dann veranstalten wir noch ein paar Abschiedsfeste. Aber die Einladungszettel verteilen wir erst ein letzter Minute.“ Und schon bist du eingedeckt mit Lernzielkontrollen, die du noch unterschreiben musst, mit Stundenplänen für das neue Schuljahr und mit Elternbriefen, die über Schulausflüge, Abschiedsfeste, Schulhausfeste und dergleichen informieren. Oh, den Anmeldezettel für das „gesunde Znüni“, dem jeweils ein Franken fünfzig beigelegt werden muss, den darfst du auch nicht vergessen. Und bitte schön in dreifacher Ausführung, denn schliesslich wollen alle drei schulpflichtigen Kinder die letzte gesunde Zwischenverpflegung des Schuljahres bekommen.

– Weil „Meiner“ und ich ein besonderes Flair für stressige Situationen haben, haben wir bei der Familienplanung streng darauf geachtet, dass alle unsere Kinder gleichzeitig einen Lehrerwechsel haben. So kommen wir alle zwei Jahre in den Genuss von Kindern, die einerseits geplagt sind von Abschiedsschmerz, andererseits vor lauter Angst vor der neuen Situation, die sie nach den Sommerferien erwartet, nicht mehr schlafen können. Das bedeutet, dass unser Sofa abends um halb elf noch immer von weinenden Kindern bevölkert ist, die sich zwar inzwischen mir der Hitze abgefunden haben, die aber ihr Schlafmanko weiter kultivieren, indem sie allerlei Ängste und Sorgen dann mit den Eltern besprechen wollen, wenn sie eigentlich darüber schlafen sollten. Und auch wir Eltern arbeiten weiter fleissig an unserer Übermüdung, denn wenn die Kinder erst um elf Ruhe geben, bedeutet das, dass unser Feierabend auch erst dann beginnt und was ist denn schon ein Tag ohne Feierabendlektüre?

Man sieht also, die Schule trägt beträchtlich dazu bei, dass es bei Vendittis nicht allzu harmonisch zu und her geht. Aber weil auch das noch nicht reicht, gönnen wir uns noch ein paar Extras:

– Wir sorgen dafür, dass Luise weder ihre Brille noch ihr Schmusetier finden kann und deswegen vollkommen aus dem Tritt gerät.

– Wir planen noch kurz vor den Sommerferien die alljährliche Vorgeburtstagsparty für den FeuerwehrRitterRömerPiraten. Weil an seinem richtigen Geburtstag alle seine Freunde in den Ferien sind.

– Wir verknurren unsere Kinder dazu, ihre Zimmer aufzuräumen, weil wir nicht wollen, dass sich so kurz vor den Ferien jemand ein Bein bricht, wenn er versucht, sich einen Weg durch das Chaos zu bahnen.

– Wir zerbrechen uns den Kopf darüber, was die Lehrerinnen zum Abschied geschenkt bekommen sollen. Denn das Geschenk, das die Kinder zusammen mit ihren Klassenkameraden gebastelt haben, reicht uns natürlich nicht. Was ja auch verständlich ist, wissen wir doch aus eigener Erfahrung, dass Schülergeschenke für den Lehrer etwa die gleiche Bedeutung haben wie der Bonus für den Banker. 

– Ich begehe den grossen Fehler, unsere Kinder ausgerechnet jetzt in die hohe Kunst des Monopoly-Spiels einzuführen. Was bekanntlich in keiner Familie ohne Tränen und Streit vor sich geht. Ist ja auch kein Wunder, bei diesem Kapitalistenspiel.

Glaubt mir, wir würden alle ganz furchtbar liebenswürdig und geduldig miteinander umgehen, wenn es denn bloss nicht so heiss wäre. Und wenn bloss dieses Schuljahresende endlich da wäre. Und wenn wir endlich all diese Extras aufgearbeitet hätten. Ach ja, und dann sollten wir auch noch zum Fotografen. Wir brauchen ganz dringend neue Passbilder für die Sommerferien. Das werden bestimmt ganz reizende Familienbilder, fast wie in der Fernsehwerbung…

 

 

Neue Welten

Mir wurde ja schon ein wenig mulmig, als „Meiner“ Karlsson zum zehnten Geburtstag das Versprechen abgab, dass er im Laufe des Jahres je einen ganzen Tag mit Papa und einen ganzen Tag mit Mama verbringen dürfe. Das Programm, so sagte „Meiner“, würde ganz vom Kind bestimmt. An sich eine tolle Sache, denn es gibt für Mehrfacheltern ja eigentlich nichts Schöneres, als einen ganzen Tag Zeit zu haben für ein einziges Kind. Zeit zum Reden, Spass haben, dem Kind die volle Aufmerksamkeit schenken. Doch man weiss ja auch, wohin es führen kann, wenn man den Kindern freie Hand lässt bei der Programmgestaltung: Plötzlich findet man sich inmitten von kreischenden Teenies am Justin Bieber-Konzert wieder. Oder hustend und keuchend an einem Moto-Cross-Rennen. Oder, schlimmer noch, auf einer Fresstour durch sämtliche Fastfood-Tempel des Landes. Man kann nie wissen, welche abartigen Vorlieben angehende Teenager entwickeln und deshalb finde ich ein solches Versprechen ziemlich risikoreich. Hätten meine Eltern mir damals ein solches Angebot gemacht, ich hätte sie bestimmt zu einem Michael Jackson-Konzert geschleppt, oder ich hätte sie dazu gezwungen, mit mir ins Kino zu gehen, um Dirty Dancing zu schauen. Nun gut, da war ich schon etwas älter als zehn, aber man weiss ja, dass die Pubertät und damit auch die Geschmacksverirrungen heutzutage früher einsetzen als zu unseren Zeiten. Klar, aus Liebe zum Kind ist man zu allem bereit, aber nicht zu allem gleich gern.

Aus diesem Grund sah ich dem Mama-Karlsson-Tag mit gemischten Gefühlen entgegen. Was würde unser Ältester von mir erwarten; auf welche Tortur musste ich mich gefasst machen? Nachdem „Meiner“ am Papa-Karlsson-Tag schon sämtliche bekannten Highlights – Kino, Antiquitätenhändler, gut essen und Thermalbad – abgehakt hatte, wusste ich erst recht nicht mehr, womit ich zu rechnen hatte. Mit einem Vergnügungspark vielleicht, oder mit einem Besuch im „Spassbad“, das nur für Menschen unter zwanzig lustig und Berufsjugendliche lustig ist? Oder am Ende vielleicht ein Essen in einem Nobelrestaurant, in dem ich mich nicht zu benehmen weiss? Immerhin ist Karlsson ein bekennender Feinschmecker. Nun, es kam nicht ganz so schlimm: Mein Sohn und ich fahren am Samstag nach Avenches in die Oper. Offen gestanden habe ich keine Ahnung, wie man sich in einer Oper aufführt, aber die Veranstaltung findet ja in der Arena statt, da werde ich nicht viel falsch machen können. Ob mir die Musik gefallen wird, weiss ich nicht und ob ich die Handlung verstehen werde erst recht nicht, aber immerhin beschert mir der Ausflug keine Albträume, mal abgesehen von der Fahrt nach Avenches, die bei meinem Orientierungssinn durchaus zur Katastrophe werden könnte. Im Gegenteil, ich sehe dem Abend mit eienr gespannten Vorfreude entgegen. Und sollte mir das Ganze nicht zusagen, so kann ich immerhin dankbar sein, dass unser Ältester mich verschont vor kreischenden Teenagern, irrsinnigen Rutschbahn-Fahrten und missgünstig dreinblickenden Kellnern, die nur darauf warten, bis mir ein Bissen unter den Tisch fällt.  

Als

Ein Kandidat für den Tischlerschuppen

Wie schafft es ein Kind, das noch keinen Meter hoch ist, auf das Dach einer Garage zu klettern? Nein, ich meine keine Spielzeug-Garage, ich meine eine echte, in der zwei ausgewachsene Autos Platz finden.

Wie schafft es dasselbe Kind, mal schnell eine Honigmelone in sich hineinzustopfen, während Mama kurz auf dem WC ist. Nein, ich meine nicht einen Schnitz einer Honigmelone, ich meine eine ganze. Nun gut, Karlsson hat auch ein kleines Stück abgekriegt, aber den Rest hat der Kleine alleine vertilgt.

Wie schafft es dieses kleine, zart gebaute Männlein, seine grossen Geschwister zum Weinen zu bringen? Nein, ich meine nicht dieses künstliche Weinen, das grosse Geschwister so gerne einsetzen, um dem Kleinen das Gefühl zu geben, er hätte die Grossen besiegt. Ich meine echte Tränen und echtes Gejammer à la „Mama, ich trau mich nicht. Ich will nicht, dass das Prinzchen mich schlägt.“

Wie schafft es dieses Kind, einfach so, aus lauter Freude an der Sache, mit dem Besen die Lampe im Elternschlafzimmer von der Decke zu holen und die Energiesparlampe zu ruinieren? Nichts da mit 10’000 Stunden Leuchtdauer, wenn ein Prinzchen in der Nähe ist. 

Und wie um Himmels Willen sollen wir es schaffen, diesem kleinen Menschen beizubringen, dass das alles so nicht geht? Wo er doch so hinreissend aussieht, wenn er uns stolz davon erzählt, was er wieder ausgefressen hat? Ob wir uns auf unsere alten Elterntage noch einen Tischlerschuppen zulegen müssen?

 

 

Geschichtsklitterung

„Meiner“ und ich sind jetzt in dem Alter, wo man zurückschaut und findet, man hätte so ziemlich alles anders machen sollen, als man es gemacht hat. Nun ja, nicht ganz alles. Das mit „Meinem“ und mir und das mit den fünf Kindern das würden wir noch heute so machen und das ist ja wohl das Entscheidende. Aber das ganze Drumherum sehen wir heute ziemlich anders als damals. „Wenn ich noch einmal heiraten würde, dann würde ich einfach eine riesengrosse, unkomplizierte Fete mit vielen netten Leuten veranstalten und mich um all die Wünsche deiner Mutter und deiner Tante einen Dreck scheren“, sage ich dann zum Beispiel zu „Meinem“ und er findet, dass ich vollkommen Recht hätte. „Das würde ich genau so machen“, meint er „und anstatt viel Geld für das Fest auszugeben, würde ich heute ein paar Monate lang mit dir in der Weltgeschichte herumreisen.“ „Und zur Hochzeit würden wir uns nicht irgend welche Haushaltgegenstände wünschen, sondern Geld für die Reisere“, träume ich weiter. „Ja, und dann würden wir uns eine günstige Wohnung mieten, eine Ausbildung machen, die uns gefällt und dann, wenn wir Kinder hätten, beide Teilzeit arbeiten“, spinnt „Meiner“ den Faden weiter und plötzlich finden wir uns wieder in einem Traumleben, in dem zwar noch immer wir zwei und später auch unsere Kinder die Hauptrolle spielen, das aber so ganz anders aussieht, als es in Wirklichkeit war.  

Da sitzen wir zwei, übermüdet und abgekämpft und voller Ideen, wie man die Vergangenheit hätte gestalten sollen, damit die Gegenwart nicht ganz so anstrengend wäre, wie wir sie zuweilen empfinden. Ja, wir haben uns immer eine Grossfamilie gewünscht, aber hätten wir das Ganze nicht unkonventioneller, unkomplizierter, mehr auf unsere Persönlichkeiten zugeschnitten aufgleisen können? Wir malen uns aus, wie schön es gewesen wäre, wenn wir doch damals schon gewusst hätten, was wir heute, nach all den Ernüchterungen, die uns auf unserem Weg begegnet sind, wissen. Wir stellen in Gedanken unser ganzes damaliges Handeln auf den Kopf und vergessen dabei beinahe, dass in dem Kontext, in dem wir uns damals bewegten, Vieles von dem, was wir getan haben, ganz richtig und passend war.  

Manchmal seufzen wir tief und sagen uns, dass wir ganz furchtbar viel verpasst haben, weil wir damals, als wir noch keine Verantwortung für Kinder zu tragen hatten, das Leben so furchtbar ernst nahmen, dass wir gar nicht daran dachten, das Ganze etwas lockerer, spontaner und mit weniger Verpflichtungen anzugehen. Wenn wir schliesslich fertig geseufzt haben, dann sagen wir uns, dass es nur einen Ausweg aus unserem Dilemma gibt: Unser Leben als Familie geniessen und gleichzeitig dafür sorgen, dass im Familientrubel die Liebe nicht untergeht. Damit wir später dann, wenn die Kinder mal ausgeflogen sind, noch richtig viel Spass daran haben, miteinander das nachzuholen, was wir heute glauben, verpasst zu haben.

Vielleicht können wir ja noch einmal heiraten. Mit einer  riesengrossen, unkomplizierten Fete und vielen netten Leuten…

Mir ist sooooooo langweilig

Es ist die Standard-Bemerkung, wenn ich von meinem Leben mit fünf Kindern, Mann, Haus, Job, Schreiben etc. erzähle: „Dir wird bestimmt nie langweilig.“ Ohne viel zu überlegen, kommt dann meistens meine Standard-Frage zurück: „Langeweile? Was ist das?“ Und lange Zeit war es ja auch tatsächlich so, dass ich gar keine Zeit dazu hatte, mich zu langweilen. Da war immer jemand, der gewickelt werden wollte, immer einer, der Hunger hatte, der getröstet werden wollte, der ein paar Minuten bei Mama kuscheln wollte. Und wenn kein Kind etwas von mir wollte, dann rief der Haushalt mit seinen endlosen Aufgaben. Und wenn der Haushalt erledigt war, dann kam das Ehrenamt. Oder die Arbeit. Oder „Meiner“, mit dem ich ja auch noch ganz gerne Zeit verbringe.

Es ist nicht etwa so, dass mein Leben ruhiger geworden wäre, aber etwas hat sich in den vergangenen Monaten geändert. An Tagen, an denen ich mit allen Kindern alleine zu Hause bin, schleicht sich immer öfters die Langeweile bei mir ein. Ja, ich weiss, jetzt denkt ihr, ich sei vollkommen durchgedreht, aber ich versichere euch, dass ich für meine Verhältnisse geradezu erschreckend auf dem Boden der Tatsachen stehe, wenn ich sage, dass ich zuweilen kaum mehr weiss, was ich mit der Zeit anfangen soll. Seit ein paar Monaten können sich unsere Kinder – inklusive Prinzchen – ganz gut ohne mich unterhalten. Hin und wieder scheint mir gar, dass ich als Störfaktor wahrgenommen werde, aber das will ich noch nicht wahr haben.

„Umso besser“, mögt ihr jetzt denken „dann hast du jetzt also ganz viel Zeit, um dich dem Haushalt und deiner Schreiberei zu widmen, während die Kinder so schön mit sich selbst beschäftigt sind.“ Aber so einfach ist es leider nicht, denn die Kinder kommen wohl sehr gut ohne mich zurecht, solange ich in ihrer Nähe bin und irgend etwas tue, das man so nebenbei tun kann, den Geschirrspüler ausräumen, zum Beispiel, oder den Fussboden fegen. Sobald ich aber den grossen Fehler begehe, irgend eine grössere Arbeit in Angriff zu nehmen, weil die Kinder gerade so schön spielen, dann geht’s los mit dem Radau. Die fünf können sich während Stunden mustergültig verhalten, doch kaum liegen zum Beispiel alle meine Kleider auf dem Fussboden, weil ich die Gunst der Stunde nützen will, um mal wieder den Kleiderschrank aufzuräumen, legen sie los: Das Prinzchen öffnet sämtliche Joghurtbecher im Kühlschrank, der Zoowärter giesst einen Liter Apfelsaft in eine Espressotasse, der FeuerwehrRitterRömerPirat stürzt sich mit Feuereifer und einer Tube Leim auf eine Bastelarbeit, Luise verspürt den unbändigen Drang, sämtliche sich im Haus befindlichen Kosmetikartikel auszuprobieren und Karlsson fängt an, irgend einen obskuren Zaubertrank aus Ketchup, Honig und ich weiss nicht was sonst noch – das Rezept ist streng geheim – zusammenzubrauen. Spätestens nach fünf Minuten sieht es aus, als wäre eine Bombe geplatzt und ich werde plötzlich wieder von allen gleichzeitig gebraucht.

Man sieht also, das mit dem Arbeiten, währenddem die Kinder spielen, funktioniert nicht so richtig. Wie wär’s also mit lesen? Irgend ein oberflächliches Buch, das nicht allzu viel Konzentration erfordert und das man problemlos zur Seite legen kann, wenn man gebraucht wird. Nun, das ging früher, als die Kinder noch kleiner waren, ganz gut, aber heute hat „Mama mit Buch“ eine ähnlich fatale Wirkung auf die friedlich spielenden kleinen Menschen wie „Mama, die eine Arbeit in Angriff nimmt“. Spätestens nach einer halben Seite ist es vorbei mit der Ruhe und was dann abgeht, brauche ich euch nicht noch einmal zu schildern.

Nun gibt es ja noch andere Möglichkeiten, die Zeiten, in denen man nicht gebraucht wird, zu überbrücken. Man könnte zum Beispiel telefonieren. Anrufe, die getätigt werden sollten, gibt es genug. Zu dumm nur, dass die Wirkung von „Mama mit Telefon“ noch viel schlimmer ist als „Mama mit Buch“ oder „Mama, die eine Arbeit in Angriff nimmt“. Bevor du die Nummer fertig gewählt hast, heult der Erste und spätestens, nachdem du der Person am anderen Ende der Leitung deinen Namen genannt hast, musst du wieder auflegen, weil eines deiner Kinder in Lebensgefahr schwebt. Das Telefon ist also Tabu. Den allerschlimmsten Fehler, den du aber begehen kannst, ist, dass du die Zeit, in der die Kinder dich nicht brauchen, zur Entspannung nützen willst. Wehe, du machst dir einen schönen Kaffee und gönnst dir ein Stück Schokolade, vielleicht sogar noch ein Fussbad obendrein! Spätestens nach fünf Minuten müsstest du die Feuerwehr rufen, wenn du nicht wüsstest, dass alles nur noch schlimmer wird, wenn du den Hörer in der Hand hältst.

Ihr seht also: An solchen Tagen bleibt mir nichts anderes übrig, als anspruchslosen Kleinkram zu erledigen, während die Kinder sich ohne mich amüsieren. Und weil es selbst in unserem Haushalt nicht immer Kleinkram zu erledigen gibt – der Geschirrspüler braucht immerhin eine halbe Stunde, bis er fertig gespült hat und wieder ausgeräumt und neu beladen werden kann -, kommt es doch tatsächlich vor, dass ich zwischendurch mal auf dem Sofa sitze und wie ein Teenager jammere, mir sei so schrecklich langweilig. Und wie damals, in Teenagerzeiten, gibt es auch heute noch die Besserwisser, die nicht mitleiden, sondern einen pädagogisch wertvollen Ratschlag bereit haben: „Würdest du ein Musikinstrument spielen, dann müsstest du dich nicht langweilen, Mama“, tönt es aus dem Mund unseres Ältesten. Und schon ist er wieder weg. Seine Geschwister warten auf ihn.

 

Ich versteh’s ja nur zu gut…

… dass Karlsson nicht mehr so begeistert davon ist, zum Spiel- und Sporttag zu gehen, seitdem nicht mehr ein gemütlicher Ausflug mit Würstchen bräteln, sondern ein Ballspiel-Turnier auf dem Programm steht. Ich erinnere mich noch als wäre es gestern gewesen, wie nutzlos man sich auf dem Spielfeld fühlt, wenn man im gewöhnlichen Leben lieber Bücher verschlingt und Kuchen backt.

… dass Luise ausrastet, wenn sie das Blatt mit den Mathe-Aufgaben vor sich liegen hat und vor lauter Zahlen das Ende der Hausaufgaben nicht mehr sieht. Ich habe nicht vergessen, wie es sich anfühlt, wenn einen die Verzweiflung packt und man das Blatt am liebsten zusammenknüllen und in die Ecke schmeissen möchte.

…dass der FeuerwehrRitterRömerPirat allem, was er an Neuem lernt, nicht viel abgewinnen kann. Ich kenne dieses unbefriedigende Gefühl, dass alles, was eigentlich spannend und herausfordernd sein sollte, schon so abgestanden daherkommt, weil man es bei den grossen Geschwistern bereits unzählige Male gehört hat. Wenn dann auch noch die exakt gleichen Arbeitsblätter verteilt werden, die schon Bruder und Schwester lösen mussten, dann erstaunt es nicht, dass ihn das Zeug nicht aus den Socken haut.

Oh ja, ich verstehe das alles nur zu gut und dennoch ertappe ich mich zu oft dabei, wie ich sehr verständnislos und ungeduldig reagiere, wenn die Kinder voller Trotz versuchen, den Dingen auszuweichen, um die wohl kein Kind herumkommt.