Far far away…

 

Grundsätzlich finde ich es ja ganz nett, wie die modernen Technologien uns ermöglichen, mit Menschen in Verbindung zu stehen, die weit weg sind. Man bleibt so schön auf dem Laufenden, weiss Bescheid über den Nachwuchs von ehemaligen Schulkameraden, erkennt, mit wem man beim nächsten Treffen besser nicht über Politik zu reden anfängt und staunt, dass man doch tatsächlich Menschen kennt, die für jede Verschwörungstheorie empfänglich sind.

Ganz spannend also, aber auch ziemlich anstrengend, wenn man mal ein paar Tage verreisen möchte. Einfach so verschwinden geht heutzutage nicht mehr, denn die Cellolehrerin kann dich nicht nur anrufen, sie erreicht dich auch per WhatsApp und so erfährst du, dass der Zoowärter mal wieder nicht in der Stunde erschienen ist, obschon du alles genau eingefädelt hast und dich solche Sachen in diesem Moment ganz und gar nicht interessieren.

Aber auch wenn die Cellolehrerin dich in Ruhe lässt – die Stunde ist heute ausgefallen, die Sache mit dem Zoowärter war beim letzten freien Wochenende -, gelingt es dir nicht ganz, dich von den Geschehnissen zu Hause fernzuhalten. Luise kommuniziert nämlich momentan mit ihrem Papa lieber via Mama und so erwartet dich im Hotel, nachdem du das WLAN-Passwort eingegeben hast, als erstes eine Sprachnachricht deiner verzweifelten Tochter, die vergessen hat, dem Papa etwas mitzuteilen.

Gut, auch das lässt sich in den Griff kriegen, indem der herzlose Papa eine Mama-Kontaktsperre ausspricht, aber das heisst noch lange nicht, dass du jetzt nicht mehr mitkriegst, was zu Hause läuft. Begehst du nämlich den grossen Fehler, für deinen Blog ein Bild zu suchen, triffst du in der Cloud auf das hier:

Und obschon du gewusst hast, dass „Deiner“ irgendwann in nächster Zeit die Küchendecke erneuern will, wird dir ein wenig mulmig bei diesem Anblick und du fragst dich, ob du besser gleich nach Hause gehen sollst, weil Papa offensichtlich nicht so viel Zeit für die Kinder hat, oder ob du deinen Nerven zuliebe so lange wegbleiben sollst, bis die Küche fertig renoviert ist. Also etwa bis Februar…

 

 

5 Kommentare zu “Far far away…

  1. so schlimm kann es nicht sein.Immerhin hatte er noch genügend Nerven, um Fotos zu schiessen. Am Rande eines Zusammenbruchs hätte er das nicht gemacht. Merke: Man kann auch durch Abwesenheit zur Entspannung bei Angehörigen beitragen!

  2. Pingback: Denkmalpflege | Beautiful Venditti - Grossfamiliengroove à discrétion

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