Auf der rosaroten Wolke

Man sollte ja meinen, nach mehr als elf Jahren Primarschule hätte ich schon alles gesehen, was man dort sehen kann. Aber was ich heute erlebt habe, gab es noch nie: Ein Mittelstufen-Elternabend, an dem ich – vermutlich mit einem idiotisch-seligen Grinsen auf dem Gesicht – vollkommen zufrieden den Worten lauschte, die da gesagt wurden. Endlich bekam ich das zu hören, was ich all die Jahre schmerzlich vermisst habe. Eine gelungene Mischung aus Wohlwollen, einem gesunden Mass an Forderungen, Offenheit gegenüber Neuem und immer wieder aufblitzendem Humor. Da standen Menschen, die ihren Beruf und die Kinder, die sie begleiten, zu mögen scheinen. Und das Schönste daran: Das alles war für mich kein billiges „Wir sind eine tolle Schule“-Theater, sondern die Bestätigung dessen, was der Zoowärter seit Beginn des Schuljahres Tag für Tag freudenstrahlend erzählt.

Weil wir heute bereits eine durchwegs konstruktive Gesprächsrunde mit den Menschen hatten, die den FeuerwehrRitterRömerPiraten unterrichten und fördern, war ich nahe daran, auf einer rosaroten Wolke der schulischen Glückseligkeit zu entschweben. Endlich sah die Zukunft unserer beiden Söhne, die bis anhin in der Schule nicht viel zu lachen hatten, so viel besser aus.

Naiv, wie ich nun mal bin, ging ich davon aus, dass es allen anderen Müttern und Vätern nicht anders ging und so wurde ich ziemlich abrupt aus meinen süssen Gedanken gerissen, als aus den Reihen der Eltern plötzlich ein heftiges Gewitter über die Lehrer hereinbrach. Was mich so begeistert – und den Zoowärter so beflügelt – kritisierten sie aufs Heftigste, was ich so positiv erlebe, macht ihnen zu schaffen. Zum Glück liessen sich andere Eltern nicht mitreissen, sonst wäre der Abend, der in meinen Augen so wunderbar war, im Eimer gewesen. 

Hätte ich nicht die Geschichte hinter mir, die ich habe, wäre mir der Ausbruch vermutlich mehr oder weniger egal gewesen. So aber musste ich mich zusammenreissen, um nicht laut zu rufen: „Ihr könnt euch ja nicht ausdenken, was für ein Glück unsere Kinder mit diesen Lehrern haben.“  

rosa

Abendstimmung

Das Prinzchen filzt mit rosaroter Wolle einen Hut, der später wegen mangelnder Grösse zu einem Füllhorn wird. Der Zoowärter, der eigentlich an seinem Wochenplan weiter arbeiten sollte, erklärt uns eins ums andere Mal, zum Wochenplan gehöre auch diese unsäglich spannende Aufgabe, die ihn an den Computer fesselt, der Lehrer habe das nur noch nicht auf den Plan geschrieben. Der FeuerwehrRitterRömerPirat bräuchte seinen Computer, bekommt ihn aber nicht, weil ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern kann, wo ich das Gerät versteckt habe, damit er es nicht immer unerlaubt an sich nimmt. „Meiner“ beginnt, die Küche zu fliesen. Das kann jetzt – eine Stunde vor dem Nachtessen – keine Minute länger warten, denn die Fliesen liegen schon seit Monaten im Treppenhaus bereit und werden allmählich ungeduldig. Karlsson würde sich gern über sein Geburtstagsmenü unterhalten, während Luise sich lieber nicht mit ihrer Familie unterhält, da sie nicht in Stimmung ist. Ich überziehe den Kürbisgnocchi-Teig mit wüsten Schimpfwörtern, weil er nicht will, wie ich will. Nach dem Essen schneidet „Meiner“, der das Fliesen für den Moment bleiben lässt, Karlsson die Haare. Der Haarschnitt muss jedoch unterbrochen werden, weil der FeuerwehrRitterRömerPirat so ausgiebig duscht, dass das Wasser in den Flur läuft und durch die Decke tropft. Der Zoowärter und das Prinzchen verkünden, sie hätten Angst und müssten deshalb im gleichen Zimmer nächtigen. Wenig später verkünden sie ausserdem, sie müssten jetzt unbedingt auch noch duschen, sonst werde das nichts mit der Nachtruhe. Ja, sie bestehen sogar auf das Waschen der Haare, denn was man an gewöhnlichen Tagen unter keinen Umständen tun will, muss heute unbedingt sein. Ich suche derweilen verzweifelt nach dem Fleischpasteten-Rezept. Vor Jahren soll ich mal genau die Pastete zubereitet haben, also soll es an Karlssons Geburtstag wieder die sein. Dazwischen verlangt natürlich auch das Telefon ab und zu nach Aufmerksamkeit.

Habe ich allen Ernstes mal geglaubt, wenn die Kinder grösser seien, würde es ruhiger bei uns? 

himbeerrot

Tournee

„Meiner“ ist mal wieder auf Tournee. Freitag für Freitag, Samstag für Samstag tritt er an einem anderen Ort in der Schweiz vor die Leute. So häufig, dass er inzwischen ein wenig Mühe hat, den Überblick zu behalten. So kommt es, dass er vor einem Auftritt manchmal leise murmelt: „Okay, heute bin ich zuerst in da, abends dann in dort und morgen in…“ Dies nicht nur, damit er nicht plötzlich am falschen Ort landet, sondern auch, damit er nicht in Basel vors Publikum tritt und ins Mikrofon schreit: „Hello Frauenfeld! I love you!“

Wobei – machen das Männer, die durchs Land ziehen, um vorpubertäre Jungs aufzuklären, überhaupt? Wohl kaum. Wahrscheinlich stelle ich mir das nur so vor, weil ich an diesen Tagen mit Putzlappen, Besen und Sprühflasche durch die Wohnung tigere, die Ohren voller „Mama, darf ich…? Mama, hilfst du mir? Mama, wo ist schon wieder…?“ und – allmählich im Selbstmitleid versinkend –  vor mich hin grummle: „Immer darf er den ganzen Spass haben und ich muss mich mit diesem ganzen Kram abplagen.“

mörotter

Stellvertreter

Der Prinz will cool sein. So cool, dass er zu denken scheint, seine Leidenschaften aus früheren Zeiten seien irgendwie peinlich. Endlose Improvisationen am Klavier, Gesang in jeder Lebenslage, brennendes Interesse an Wissenschaft, fantasievolle Zeichnungen in sämtlichen Farben des Regenbogens – all dies war plötzlich nicht mehr da. Einer, der ein grosser Fussballstar werden will, hat für solche Dinge keine Zeit.

Auf unsere Frage, was denn aus seinen anderen Leidenschaften geworden sei, antwortete unser Sohn lange nur mit einem Schulterzucken. Keine Zeit für blöde Fragen, da war ein Fussball, der gejagt werden wollte. 

Jetzt aber, wo es draussen kühler wird, verliert der Ball seinen Reiz und das Prinzchen scheint sich zu entsinnen, dass es da noch ein paar andere Dinge gibt, die sein Herz höher schlagen lassen. Plötzlich singt er wieder aus voller Kehle und das Klavier zieht ihn so magisch an wie zu alten Zeiten.

Doch kann einer, der mit Feuereifer in die Tasten greift und andauernd singt, noch cool sein? Das Prinzchen ist sich da nicht so sicher. Eines aber weiss er: Der Riesenteddy, der ihn seit dem ersten Geburtstag begleitet, braucht nicht cool zu sein. Und so kommt es, dass seit einigen Tagen immer mal wieder der gute alte Bä! am Klavier sitzt, um uns mit seinen Improvisationen zu erfreuen. 

Zu unserem Erstaunen klingt seine Musik genau gleich wie diejenige des Prinzchens. Er muss ein gelehriger Schüler sein, dieser Bä!

Grünzeug

 

 

Essen lernen

Solange sie noch gestillt werden, ist alles in bester Ordnung, aber sobald sie ihren ersten Brei bekommen, fängt das Theater an. Die einen verweigern den Broccoli, die anderen tun so, als wären geraffelte Äpfel das Schlimmste, was es auf diesem Planeten gibt. Wenn sie dann sprechen können, geht es so richtig los. Lautstark melden sie sich zu Wort, wenn ihnen das Essen, das auf den Tisch kommt, nicht passt. Ganz egal, was du auch kochst, es findet sich fast immer einer, der etwas auszusetzen hat und behauptet, du wolltest ihn vergiften mit dem, was du ihm vorsetzt. Natürlich finden sich auch immer zwei oder drei, die mit Hochgenuss zulangen und fast täglich bedankt sich einer von sich aus für die Mahlzeit, doch im Gemotze der anderen gehen solche Dinge leicht unter.

Obschon du fest entschlossen bist, die Freude am Kochen nicht zu verlieren und dich an denen zu freuen, die genüsslich schmatzen, gibt es doch Tage, an denen du dich fragst, ob sich der ganze Aufwand denn überhaupt lohnt. Du kannst es ja doch nie allen recht machen und dann sehen sie es auch noch als selbstverständlich an, dass du Tag für Tag für sie am Herd stehst. 

Du trägst dich schon mit dem Gedanken, den Kochlöffel abzugeben, doch auf einmal wendet sich das Blatt: Sie kommen in die Kochschule und lernen, wie andere Menschen kochen. Risotto, zum Beispiel. Ziemlich trocken, mit nur einem Hauch von Safran und ganz wenig Käse – also einfach fade.* Auf einmal sind sie nicht nur zufrieden mit dem, was du auf den Tisch bringst, sie fangen sogar an, Fragen zu stellen: „Wie machst du das? Warum schmeckt es bei dir so viel besser? Zeigst du mir, wie das geht?“

Sieht ganz so aus, als würde das Gemotze am Tisch allmählich verklingen. Und dann dauert’s wohl nicht mehr lange, bis sie vollmundig behaupten, so gut wie zu Hause schmecke das Essen nirgendwo, sie hätten es ja schon immer gewusst.

* Ich möchte darauf hinweisen, dass die Kochschullehrerin keine Schuld trifft. Mir ist bewusst, wie teuer die Zutaten für einen richtig üppigen Risotto Milanese sind. Das magere Budget, das man den Kochschulen zugesteht, kann so etwas kaum verkraften. 

fleur

 

Das soll Spass machen?

Mit vielen Spritzern und Geschmier einen schlammfarbenen Brei anrühren.

Verzweifelt nach Plastikhandschuhen suchen, die Karlsson bei jeder Gelegenheit kauft und irgendwo versorgt, wo sie nicht mehr auffindbar sind. 

Dann eben ohne Handschuhe anfangen, das ganze schmierige Zeug auf dem Kopf zu verteilen. Na ja, nicht das ganze, denn ein Teil davon geht immer daneben und landet auf dem Fussboden. Kleine Klumpen, klebrig und schmierig. Überall.

Ist alles verteilt – auf dem Haar und in der Wohnung – kommt die Folie auf den Kopf. Rundherum, bis man so doof aussieht, dass man nur noch hoffen kann, es möge in den nächsten drei Stunden keiner an der Tür klingeln, denn drei Stunden muss es bleiben, das Zeug. 

Wenn der Timer endlich piepst, noch einmal eine Sauerei. Das Geschmier muss wieder vom Kopf, was ohne starken Wasserstrahl nicht geht. Die Partikel, die eben noch im Haar klebten, kleben jetzt überall. An den Wänden, in der Badewanne, am Duschvorhang.

Noch Stunden – und vielleicht sogar Tage – später wird man überall Überreste der Schmiere finden. Im hintersten Winkel der Wohnung. Hinter den Ohren. Unter den Fingernägeln.

Ein Spass sei das, verspricht die Firma, die das Zeug verkauft. Die perfekte Beschäftigung für einen gemütlichen Abend zu Hause. 

Ich würde es ja eher als Tortur bezeichnen. Eine, die man nur auf sich nimmt, wenn nicht einmal die eigene Mutter sich die Bemerkung verkneifen kann: „Unglaublich, wie grau du inzwischen geworden bist.“

färg

 

Eine Frage der Einstellung

Ich kann mich darüber ärgern, dass andauernd alle Grundzutaten, die eigentlich im Haus sein müssten, aufgebraucht sind, weil sie alles für die Zubereitung ihrer Zwischenmahlzeiten verwendet haben.

Ich kann schimpfen, dass zwischen meinem „Du räumst nach dem Kochen aber alles wieder auf“ und ihrem „Natürlich mache ich danach wieder Ordnung“ eine gewisse Diskrepanz liegt, deren Beseitigung meistens an mir hängen bleibt. 

Ich kann mich empören, wenn nach den Kochversuchen ungeniessbare Reste übrig bleiben, weil sie sich mit der Menge von Salz, Zucker, Öl oder sonst irgend einer Zutat ein wenig vertan haben. 

Ich kann zetern, weil sie – kaum haben wir fertig gegessen – schon wieder am Herd stehen, um sich etwas zu kochen. 

Ich kann mich enervieren, wenn sie mir mit ihrer Kocherei andauernd in die Quere kommen, wo ich mich doch eigentlich in Ruhe mit meinem Brotteig vergnügen möchte. 

Ich kann entsetzt sein, wenn ich höre, wie der FeuerwehrRitterRömerPirat sein rudimentäres Küchenwissen an seine kleine Brüder weitergibt, was meistens zu ziemlich schrägen Experimenten führt.

Ich kann mir die Haare raufen, wenn der Zoowärter mal wieder meine Bratschaufel, die er zärtlich „mein aller-allerliebstes Küchengerät auf der ganzen Welt“ nennt, entwendet hat. 

Oder ich kann mich darüber freuen, dass inzwischen alle fünf Vendittis in der Lage wären, sich irgendwie mit etwas Essbarem über Wasser zu halten, falls ich mal beschliessen sollte, in einen Kochstreik zu treten. 

bees

Samstägliche Einsichten

  • Hätte ich doch bloss früher einen Schrittzähler besessen, der mir sagt, wie viele Kilometer ich an einem ganz gewöhnlichen AufräumBrotbackPutzWäscheKleinkram-Samstag abspule. Dann hätte ich in den vergangenen Jahren nicht jedes Mal, wenn mich ein gestrenger Arzt nach meinen sportlichen Aktivitäten fragte, verschämt zu Boden geblickt und gemurmelt: „Ich weiss ja, dass ich sollte…“ Nein, ich hätte ihm voller Selbstbewusstsein ins Gesicht geschaut und gesagt: „Dauerlauf ist mein Leben.“
  • Es mag ja rührend sein, dass das Prinzchen mich darauf aufmerksam macht, es fange gleich an zu regnen, ich sollte vielleicht lieber die Wäsche reinholen, damit ich sie nicht zweimal waschen müsse. Daraus sollte man aber nicht schliessen, dass der Junge allmählich lernt, den Wert von Hausarbeit zu schätzen. Eine halbe Stunde später lässt er nämlich wieder seinen ganzen Kram im eben erst aufgeräumten Wohnzimmer liegen. Und wehe, man bittet ihn, das Zeug wegzuräumen, man wolle doch nicht die ganze Arbeit zweimal machen…
  • Wenn der FeuerwehrRitterRömerPirat nach einer Woche Abwesenheit sagt, er habe die ganze Familie furchtbar vermisst und sei froh, wieder zu Hause zu sein, bedeutet dies nicht, dass er deshalb ganz viel Zeit mit uns verbringen will. Sein Handy hat ja während dieser Woche auch fast gänzlich ohne ihn auskommen müssen und braucht jetzt ganz viel Aufmerksamkeit.
  • Niemand hat die Banane geschält, gedrückt und dann wieder zurück in die Obstschale gelegt. Bananen tun solche Dinge manchmal ganz von sich aus und es ist eine Unverschämtheit, dass ich eines der Kinder dafür verantwortlich machen wollte. 
  • Wenn Karlsson sagt, er werde eine Sache „gleich“ erledigen, dann kann dies durchaus bedeuten, dass erst noch Klavier spielen, Violine üben, im Zimmer herumhängen, nach Basel an die Herbstmesse fahren, essen, lernen und sich ein wenig ausruhen wird. Aber er wird tun, was er versprochen hat. Man muss sich nur ein wenig gedulden. 

skog

Fertig gewitzelt

Du kannst genau so lange über ungeübte „Mobility“-Autofahrer spotten, bis dein Jüngster beschliesst, es mit Akrobatik zu versuchen und dann ist fertig gewitzelt.

„Akrobatik? Klingt gut“, sagst du. „Tausendmal besser als Fussball. Wir melden dich an.“ Weil aber dein Jüngster nicht das einzige Kind ist, das liebend gerne waghalsige Turnübungen macht, wird er vor die Wahl gestellt: Entweder freitags um halb fünf oder nie.

Freitags um halb fünf? Genau die Zeit also, zu der das Familienauto in der Regel mit „Meinem“ drin irgendwo in der Schweiz in einem Stau steht. 

Dann also nie? Aber nicht doch! Das Kind liebt Sport und wo er schon eine Alternative zum Fussball gefunden hat, kann man ja nicht so sein… 

Also nicht mit dem Familienauto und auch nicht nie. Wie dann? ÖV kommt diesmal leider nicht in Frage, weil der Fahrplan für die 7,7 Kilometer Fahrt 40 Minuten und ein- bis zweimal Umsteigen vorschlägt. Und damit wäre erst die Hinfahrt geschafft. 

Was dann?

Man könnte es ja mal mit einem Mobility-Probeabo versuchen.

Tja, und so kommt es, dass du dich am späten Freitagnachmittag hinter dem Steuer eines Smart wieder findest, wo du mit Schrecken feststellst, dass das Ding keine Handschaltung hat. Ein Umstand, der deinem linken Fuss nicht in den Kopf will, so dass er verzweifelt nach der Kupplung sucht, dabei aber natürlich die Bremse trifft, was dazu führt, dass du jedes Mal, nachdem du Gas gegeben hast, das Wägelchen wieder zum totalen Stillstand bringst. 

Du weisst nur zu gut, was jene, die hinter dir warten, vor sich hin knurren: „Sch… Mobility-Faherein! Soll doch die Finger ganz vom Steuer lassen, wenn sie vom Autofahren keine Ahnung hat.“

Dabei liegt es gar nicht an den mangelnden Fahrkünsten. Richtig reservieren müsste man können. Dann bekäme man nämlich auch ein Auto mit Gangschaltung.

blommor

 

 

Spatz

Gestern im fast leeren Bus:

Eine junge Frau mit Kinderwagen steigt ein. Das Kind ist total friedlich, sie wirkt vollkommen entspannt. Ihr Handy piepst. Eine Anruf von einem Mann, der – wie man den Antworten entnehmen kann – auf den Namen Spatz hört:

„Ja, Spatz…“

„Natürlich, Spatz…“

„Nein, Spatz, so können wir das nicht machen.“

„Sicher, Spatz, so sehe ich das auch.“

„Aber klar doch, Spatz.“

„Finde ich gut, Spatz.“

Und schliesslich, als der Bus in den Bahnhof einfährt: „Hör mal Spatz, ich bin jetzt grad total im Stress. Ich hab‘ jetzt wirklich keine Zeit für dich.“ Sagt’s, spaziert gemütlich aus dem Bus, fällt einer Freundin um den Hals und schlendert mit ihr fröhlich plaudernd zum nächstgelegenen Café.

Armer Spatz! Ob er ahnt, dass er gerade brandschwarz angelogen worden ist? 

färg