Sonntagsarbeit

Wenn man bedenkt, dass ich nicht nur christlich und links bin, sondern auch noch ganz und gar gegen Kinderarbeit, dann war es wohl ziemlich daneben, sonntags in der Abenddämmerung mit dem FeuerwehrRitterRömerPiraten, dem Zoowärter und dem Prinzchen im Garten zu arbeiten. Aber Himmel, war das ein Vergnügen, im Eilzugstempo siebenhundert alte Verbundsteine aus dem Boden zu holen, um mehr Platz für die Natur zu schaffen. Viel lustiger als spielen sei das, fanden meine Söhne, ob wir nicht gleich noch den ganzen Vorplatz abdecken könnten. Das konnten wir leider nicht, denn der muss bis nächstes oder übernächstes Jahr bleiben, auch wenn er nicht minder hässlich ist als der Weg, den wir freigelegt haben. Weil ich im Oktober trotzdem guten Gewissens links wählen will, entlöhnte ich meine Mitarbeiter fürstlich und ich hielt mich dabei gar an das biblische Gleichnis, in dem der jeder Arbeiter gleich viel bekommt, egal wie spät er sich zur Arbeit meldet. 

Okay, ich geb’s ja zu, das mit der Lohngleichheit tat ich vor allem, um zu verhindern, dass der ganz und gar friedliche Arbeitseinsatz in Tränen endet. 

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Therapiefeuer

Ausgelöst wurde das Ganze durch den Elternabend. Der erste Erstklässler-Elternabend, den ich rundum glücklich verliess. Ein Abend, an dem Sätze fielen, die einer Mama das Gefühl geben, dass hier Menschen unterrichten, die ihren Beruf und die Kinder, mit denen sie arbeiten, von Herzen mögen. Ein Abend auch, der mir schmerzlich bewusst werden liess, wie anders dies bei Karlsson, Luise, dem FeuerwehrRitterRömerPiraten und dem Zoowärter gewesen war. Ihnen blies in den ersten zwei Schuljahren ein steifer Wind um die Ohren und Standortgespräche waren in erster Line dazu da, den Kindern vor Augen zu führen, in welchen Bereichen sie nicht genügen. Keine optimalen Bedingungen, um die Freude am Lernen zu kultivieren.

Tja, und dann sprachen wir halt am Familientisch darüber, wie minderwertig sich unsere vier grösseren Kinder jeweils gefühlt hatten, wenn mal wieder nichts gut genug war. Wie es der Zufall wollte, brannte gerade ein Feuer im Garten und bald schon brannten da nicht nur Äste, die zu dick waren für den Häcksler, sondern alte Rechenaufgaben, Schönschreibblätter (die natürlich nie schön genug geschrieben waren), Prüfungen, ja, sogar ein ganzes Übungsbuch. Je höher die Flammen loderten, umso ausgelassener tanzten der FeuerwehrRitterRömerPirat und der Zoowärter ums Feuer herum, befreit von dem Ballast der Jahre, in denen sie nie genügen konnten, so sehr sie sich auch bemüht hatten.

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Wer verwöhnt denn da?

Vor ein paar Tagen geriet ich mit einem unserer grösseren Kinder in einen ziemlich heftigen Disput. „Das Prinzchen ist dein Lieblingskind. Er ist total verwöhnt und darf alles“, lautete der Vorwurf im Kern und ich versuchte, möglichst angemessen zu reagieren. Mir sei schon klar, dass „Meiner“ und ich mit dem Jüngsten weniger streng seien, gab ich zu. Wir täten das nicht mit Absicht und erst recht nicht, weil wir das Prinzchen lieber hätten als die anderen, aber als Eltern werde man mit zunehmender Erfahrung einfach gelassener. Ja, ich stand sogar dazu, dass ich als jüngstes Kind in meiner Familie mich ohne es zu wollen oft mit dem eigenen jüngsten Kind solidarisiere. Ich erklärte aber auch, die Position des Nesthäkchens bringe nicht nur Vorteile mit sich, übermüdete Eltern und besserwisserische grosse Geschwister könnten einem ziemlich zusetzen. Weil ich mich gerade für einen Artikel mit dem Thema „Geschwisterkonstellationen“ auseinandersetze und mehrere Fachbücher gelesen habe, konnte ich mein Geschwätz gar theoretisch untermauern, doch es half nichts; der Vorwurf, ich würde den Jüngsten krass bevorzugen, blieb im Raum.

Heute Abend trat das Prinzchen mit nackten Füssen in eine Nähnadel, die aus unerfindlichen Gründen auf dem Teppich lag. Die Nadel steckte tief im grossen Zeh und entsprechend laut war das Geschrei. Innert Sekunden kamen sie angerannt, die grossen Geschwister. „Prinzchen, was ist mit dir? Tut es schlimm weh? Kann ich dir helfen? Willst du meine Spielfigur haben?“ Das alles, obschon das Prinzchen längst auf meinem Schoss sass und „Meiner“ sich um die Entfernung der Nadel kümmerte. „Oh ja, er wird tatsächlich gehätschelt und verwöhnt, der Kleine“, brummte ich. 

Blöd war einfach, dass ausgerechnet das Kind, das so sehr mit der Sache gehadert hatte, nicht dabei war, um zu sehen, dass Mama und Papa bei Weitem nicht die einzigen in diesem Haus sind, die dem Jüngsten das Gefühl geben, er sei ein kleiner Prinz.

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Liebe Lehrmittelautoren

Heute Abend habe ich mit Luise für die erste Französischprüfung an der Oberstufe gelernt. „Quel est ton sport préferé?“, „Où habites-tu?“, „Comment tu t’appelles?“, „Est-ce que tu as des animaux?“ und solche Sachen. Kein Problem für jemanden, der bereits Französisch kann und offenbar geht ihr tatsächlich davon aus, dass die Klassen, die schon vier Jahre mit dem Vorläufer eures Oberstufenlehrmittels gearbeitet haben, die Grundlagen der Sprache beherrschen, aber darin irrt ihr leider. Wie hätten sie auch etwas lernen sollen, wo sie doch vier Jahre lang Liedchen gesungen und sich Wörter wie „giratoire“ (Verkehrskreisel) und „onomatopée“ (Lautmalerei) eingeprägt haben? Nichts gegen Liedchen und komplizierte Wörter, aber glaubt ihr wirklich, die Kinder seien danach fit, um an der Oberstufe gleich auf der ersten Doppelseite eures ach so modernen und lebhaften Lehrmittels mit „Est-ce que…“, Inversionsfragen, reflexiven Verben, männlichen und weiblichen Formen, Singular und Plural, etc. klarzukommen? Ein Wunder, dass ihr nicht gleich noch das passé composé reingewurstelt habt! Woher, meine lieben Autoren, sollen die Schüler das grammatikalische Geschlecht all der verwendeten Vokabeln kennen, wenn ihr euch nicht mal die Mühe nehmt, zu jedem Nomen den passenden Artikel zu liefern? Und wozu die App, deren Download eine Ewigkeit dauert, die dann aber doch nicht viel mehr liefert als das Buch? (Mal abgesehen von den Liedchen, auf die ihr auch an der Oberstufe nicht verzichten wollt.)

Klar, meine Französischkenntnisse reichen aus, um Luise beim Lernen beizustehen und ich habe auch volles Vertrauen in die Lehrerin. Aber wie um alles in der Welt soll ich meiner Tochter helfen, das Chaos im Kopf zu ordnen, wenn weit und breit kein klarer Aufbau erkennbar ist? Oder muss ich ihr jetzt wirklich im Eilverfahren den ganzen Stoff einprügeln, den das Frühfranzösisch eigentlich hätte liefern müssen, damit sie an der Oberstufe nicht den Anschluss verpasst? Das kann’s doch nun wirklich nicht sein. Zumal ich eine grottenschlechte Lehrerin bin. 

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Diebstahl!

Vor vielen Jahren gab es in unserem Leben eine Sache, die wirklich kostbar war, aber da sie uns in rauen Mengen zur Verfügung stand, wussten wir ihren Wert nicht richtig zu schätzen, weshalb wir sie oft für unsinnige Dinge wie Endlossitzungen, Pflichteinladungen und Streitigkeiten verschwendeten. Als die Kinder kamen, begannen wir zu erkennen, was wir vergeudet hatten, aber da die Sache nur umkämpft, nicht aber verschwunden war, lernten wir mit der Zeit, sie zu geniessen. Jetzt erkannten wir erst, wie unglaublich wertvoll sie war und wir schätzten uns ausserordentlich glücklich, sie zu besitzen. Okay, an gewissen Tagen sah es so aus, als hätten wir sie verloren, aber je grösser die Kinder wurden, umso seltener war dies der Fall. Ja, zwischenzeitlich fühlten wir fast wieder so sicher wie zu kinderlosen Zeiten, so dass wir uns gar verstiegen, zu glauben, die Sache stünde uns zu. 

Tja, und dann wurden aus unseren Kindern Teenager und auf einmal war die Sache weg. Einfach so, mochten wir auch noch so lange danach suchen, sie war fort. Erst dachte ich ja, wir hätten sie einfach am falschen Ort versorgt und müssten nur mal gründlich unser Leben auf den Kopf stellen, um sie wieder zu finden. Doch seitdem Luise auch an der Oberstufe ist, gibt es keinen Zweifel mehr: Man hat uns beraubt, hat uns den Feierabend, der uns im Laufe der Jahre so kostbar geworden ist, brutal entrissen und ich fürchte, es wird eine Ewigkeit dauern, bis der Dieb gefasst ist und wir zurückbekommen, war wir so schmerzlich vermissen. 

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Letzter erster Schultag

Natürlich hat sie ein wenig geheult. Jede Glucke heult ein wenig, wenn sie ihren Jüngsten in die Klauen der Schule übergeben muss. In solchen Momenten ist es der Glucke egal, dass ihr Jüngster durchaus willig und bereit ist, endlich offiziell zu lernen, was er schon längst von den grossen Geschwistern abgeschaut hat. Sie blendet auch aus, dass die Schule heute die Erstklässler nicht mit dem bei den grossen Geschwistern üblichen Kasernenhofton, sondern mit einem freundlichen Lächeln und einem Glückskäfer empfing. Ja, nicht einmal die Tatsache, dass ich mir diesen Tag seit Wochen herbeigesehnt habe, weil endlich etwas Ruhe im Haus einkehrt, vermag sie daran zu hindern, ein paar Tränen zu verdrücken und auf dem Heimweg über diese „unbeschreibliche Leere“, zu klagen, die sich in ihr breit macht. 

Ich finde ja, die Glucke übertreibe mal wieder gewaltig. Noch nie konnten wir einem ersten Schultag so unbesorgt entgegen sehen. Eine neue Lehrerin, die ihre Schützlinge mit Herzlichkeit empfängt und über die noch kein grosser Bruder und keine grosse Schwester je ein böses Wort hat verlieren können, weil sie in der Familie noch gänzlich unbekannt ist. Ein vor Selbstbewusstsein strotzendes Kind – Hat man schon je zuvor einen Venditti gesehen, der sich am allerersten Schulmorgen freiwillig zu Worte meldet? -, das seine Mutter ermahnt, sie solle dann bitte nicht stören, wenn die Eltern noch kurz im Schulzimmer bleiben dürfen. Eine Mutter, die überreif ist, endlich mal wieder so etwas wie ein eigenes Leben zu leben. Viel besser könnten die Startbedingungen nun wirklich nicht sein. 

Aber für eine wahre Glucke spielen solche Dinge keine Rolle. Sie sieht nur, wie ihr kleines, zartes Prinzchen oben auf der grossen Schulhaustreppe steht und schon fliessen die Tränen. Dass dieses kleine, zarte Prinzchen dabei ein ziemlich freches „Nun krieg dich wieder ein, Mama“-Grinsen auf dem Gesicht hat, macht die Sache für sie nicht einfacher…

best mom award; prettyvenditti.jetzt

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Schulreif

Wenn sie….

…die unreifen Äpfel vom Baum reissen und anbeissen, obschon du ihnen eben erst zum hunderttausendsten Mal erklärt hast, es sei noch nicht Erntezeit,…

…in Nachbars Garten heimlich ein Feuer machen, nachdem du ihnen diesen Sommer nur etwa eine Million Mal von der Sache mit der grossen Hitze und dem fehlenden Regen erzählt hast,…

…beim Spiel mit dem Gartenschlauch die frisch gewaschene Wäsche nass spritzen und die Waschküche unter Wasser setzen,…

…sich wegen irgend eines dämlichen Plastik-Minions aus der Chipspackung die Köpfe einschlagen,…

…sich überhaupt aufführen wie Dreijährige, sobald du ihnen den Rücken zudrehst,…

…dann ist es allerhöchste Zeit, dass endlich wieder die Schule beginnt. Ja, ich weiss, spätestens übernächste Woche werde ich wieder über den Schulalltag jammern, aber für den Moment habe ich die Nase gestrichen voll vom Sommerferienbetrieb.

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Auch du, mein Sohn?

Seitdem der FeuerwehrRitterRömerPirat zehn geworden ist – also seit mehr als einem Jahr -, male ich mir aus, wie das werden wird, wenn wir zwei den Mama-Tag, den unsere Kinder zum ersten runden Geburtstag geschenkt bekommen, miteinander verbringen. Ich stellte mir vor, wie wir mit dem Zug irgendwo hin fahren würden, die ganze Fahrt über in angeregte Gespräche über Napoleon, Karl den Grossen und Obelix vertieft. Am Zielort angekommen würden wir von einem Museum zum nächsten ziehen, ab und zu in einem Bücherladen einen Zwischenstop einlegen und vielleicht auch das eine oder andere historische Gebäude besuchen.

Eine absurde Vorstellung? Mitnichten, denn der FeuerwehrRitterRömerPirat und ich teilen eine tiefe Leidenschaft für Bücher und Historisches. Okay, er hat’s mehr mit den Schlachten und den hinterhältigen Anschlägen, aber im Grossen und Ganzen interessieren wir uns für die gleichen Epochen und wir beide wünschten uns nichts sehnlicher, als dass die anderen Vendittis mal ihre Klappe hielten, damit wir in Ruhe nachdenken könnten. Durchaus verständlich also, dass ich mir den Tag mit meinem Dritten wie oben beschrieben vorstellte, zumal er mir mehrmals Andeutungen in diese Richtung machte.

Aber wie das so ist, wenn ein Kind zu lange Zeit hat, darüber nachzudenken, was es an diesem besonderen Tag wirklich anstellen möchte, kommt es irgendwann auf Ideen, die so gar nicht seinem Naturell entsprechen. Es hört, wovon andere schwärmen, sieht Werbeprospekte von ihm gänzlich fremden Welten, überlegt sich, womit man die Schulkameraden am ehesten beeindrucken könnte, berät sich mit seinen Geschwistern und irgendwann steht es da und verkündet: „Mama, du kommst mit mir in den Europa Park.“ „Aber du magst doch keine wilden Bahnen…“ „Egal, ich will in den Europa Park!“ „Aber hast du nicht gesagt, dieses Museum da….“ „Nein, Europa Park!“ „Aber….“ „Europa Park!“ 

Und so bleibt am Ende nichts anderes, als mit zittriger Stimme zu sagen: „Auch du, mein Sohn Brutus?“ Was aber leider nichts an seinem Entschluss ändert….

more than 17 pieces; prettyvenditti.jetzt

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Teenieprogramm

Eigentlich müsste das ja so sein: Die Teenies müssten sich irgendwo hinter ihren Gadgets verschanzen, wir Eltern müssten motzen, dass das so nicht geht und uns den Kopf zerbrechen, wie wir die Brut dazu bringen, nicht gänzlich zu verfaulen. Irgendwann hätten wir die grandiose Idee, einen Abendspaziergang vorzuschlagen, was natürlich auf erbitterten Widerstand stiesse. Nach einigem „Wenn du nicht mitkommst, gibst du das Handy ab und zudem ist es eine wundervolle Fast-Vollmondnacht…“, würden wir schliesslich mit zwei übellaunigen Teenagers im Schlepptau eine kurze Runde im Quartier drehen.

Genau so stellt man sich das doch vor, wenn man noch keine Kinder in dem Alter hat.

Es könnte aber auch so kommen: Ein Abend in den Sommerferien, drei von fünf schlafen auswärts, „Meiner“ hat ein Rendez-vous mit Netflix, ich liege schlapp auf dem Sofa und klappere das www nach Bausteinen für mein aktuelles Hirngespinst ab, Karlsson räumt sein Zimmer auf und Luise fordert Action. Etwa so…

Luise: „Gehen wir in den Aarekanal?“

Ich: „Nein, keine Lust. Bin viel zu müde. Und überhaupt, mein Asthma…“

Luise: „Spielen wir Monopoly?“

Ich: „Nein, keine Lust. Bin viel zu müde. Und überhaupt, viel zu kapitalistisch….“

Luise: „Wir könnten Velo fahren…“

Ich: „Nein, keine Lust. Bin viel zu müde. Und überhaupt, mein Asthma…“

Luise: „Machen wir wenigstens einen Spaziergang? Das wäre doch so schön…“

Ich: „Äääääähm….“

Irgendwann sind sie halt einfach aufgebraucht, die faulen Ausreden und dann findest du dich auf einmal in Begleitung sämtlicher an diesem Abend verfügbaren Familienmitglieder auf einem ausgedehnten Abendspaziergang mit viel Gequatsche, ein wenig Gezicke, ein paar Geständnissen – und zwei Fackeln.

(Fackeln? Voll peinlich! Als Wiedergutmachung für diese Peinlichkeit fordere ich einen Freipass für mindestens fünf ganz und gar deplacierte Mama-Bemerkungen.)

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Das Stundenplanwunder wiederholt sich

Das Stundenplanwunder, welches letztes Jahr ehrfürchtiges Staunen in mir ausgelöst hatte, ereignet sich dieses Jahr aufs Neue. Alle sechs schulpflichtigen Vendittis – „Meinen“ schliesse ich grosszügig in diese Kategorie ein, da es bei der Schulpflicht ja keine Rolle spielt, ob man vor der Klasse steht oder die Schulbank drückt – haben im nächsten Schuljahr am gleichen Wochentag morgens und nachmittags Unterricht. Es ist sogar noch wundersamer als letztes Jahr. Stundenplanwundertag ist diesmal nämlich der Dienstag.

Jawohl, Dienstag! Der Tag, dem ich nun über viele Jahre jede Woche mit neuem Grauen entgegen gesehen habe. So fein in zahlreiche Zeitabschnitte zerstückelt, dass sich beim besten Willen nichts Sinnvolles damit anfangen lässt. So endlos, weil „Meiner“ erst dann nach Hause kommt, wenn meine Tagesration Geduld schon längst zur Neige gegangen ist. So zähflüssig, weil man sich immer irgendwie zwischen zwei wichtigen Terminen befindet, die man auf gar keinen Fall verpassen darf, weshalb es sich gar nicht erst lohnt, so zu tun, als würde man etwas tun. So mies abgestimmt, dass immer genau die Familienmitglieder zur gleichen Zeit im Hause sind, die sich am allerwenigsten ertragen können. Dienstag eben…

Damit soll jetzt also Schluss sein. Einfach so, Knall auf Fall, soll aus diesem mühsamen Dienstag ein ganz normaler – vielleicht sogar ein ganz brauchbarer – Wochentag werden. Ein nahezu unfassbares Glück. Aber auch eines, auf das wenig Verlass ist. Auf dem Papier sieht es ja jeweils ganz nett aus, das Stundenplanwunder. Ob sich die Realität an das hält, was der Stundenplan verspricht, ist eine andere Frage. Im letzten Schuljahr habe ich da eine gewisse Diskrepanz festgestellt…

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