Schweinisch?

Was Karlsson gestern nach Hause gebracht hat, verbreitet sich rasend schnell in der ganzen Familie. Heute Mittag lag der FeuerwehrRitterRömerPirat flach, an Nachmittag erwischte es den Zoowärter, am Abend jammerte Luise über unerträgliche Kopfschmerzen, das Prinzchen jammerte den ganzen Tag und jetzt tut mir jeder Knochen im Leibe weh. So langsam habe ich einen Verdacht: Uns geht es schweinisch schlecht… Nur „Meiner“ ist bis jetzt noch vollkommen gesund, aber er ist ja auch Lehrer und wird seine Grippe pflichtbewusst auf die nächsten Ferien verschieben.

Zum Glück habe ich gerade eine Bücherlieferung erhalten. Dann können wir uns getrost einbunkern, bis wir wieder gesellschaftsfähig sind.

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Nebenjob

Nicht, dass ich mir diesen Nebenjob ausgesucht hätte. Aber wenn eine neue Aufgabe an uns Mütter herangetragen wird, dann übernehmen wir sie klaglos, nicht wahr? Und so mache ich mich selbstverständlich auf die Socken, um die Briefe zu verteilen, die der Pöstler fälschlicherweise bei uns abgegeben hat. Lasse meinen armen kranken Karlsson – ohne Kuckelimuck-Medizin – zu Hause auf dem Sofa liegen. Verschiebe die volle Windel des rückfälligen Zoowärters auf später und lasse das Prinzchen schlafen. Ich darf doch die lieben Nachbarn nicht zu lange auf ihre Post warten lassen. Sonst gibt’s Reklamationen. Auch wenn man sich eine Aufgabe nicht ausgesucht hat, ist voller Einsatz gefragt, das wissen wir Mütter.

So mache ich mich ans Werk, sorge dafür, dass jeder Brief am rechten Ort ankommt. Nun fragt sich bloss noch, wie unsere Briefe den Weg zu uns finden.  Den Abfall-Entsorgungkalender, den unsere Nachbarn heute bekommen haben, werde ich mir wohl abschminken müssen. Ausgerechnet an dem Tag, an dem eines der wichtigsten Dokumente überhaupt verteilt wird, macht die Post schlapp! Ich glaube, ich muss mal mit unserem Pöstler ein Mitarbeitegespräch führen. Solche Schlampereien schaden dem Ruf unseres Arbeitgebers. Und wenn ich als unbezahlte Mitarbeiterin ein grösseres Pflichtbewusstsein an den Tag lege als ein Bezahlter, dann stimmt doch etwas nicht mehr, oder?

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Wo bleiben die denn?

Seit Jahren nun warte ich schon auf die Lieferung und noch immer sind sie nicht eingetroffen, die zusätzlichen Arme, die ich gleich nach Karlssons Geburt bestellt hatte. Eigentlich habe ich pro Kind ein weiteres Paar bestellt, müsste also inzwischen zwölf Arme haben. Aber noch immer mühe ich mich ab mit den Zweien, die ich bei meiner Geburt auf den Lebensweg mitbekommen habe. Versuche irgendwie, dafür zu sorgen, dass Karlsson sein Pausenbrot bekommt, währdenddem ich Luises Haar kämme, die Schuhe des FeuerwehrRitterRömerPiraten suche, den Zoowärter davon abhalte, dem Prinzchen auf den Rücken zu steigen und dem Prinzchen den versabberten Pulli ausziehe. Das alles natürlich mit dem Telefon in der Hand, denn meistens hat man ja auch noch einen Anruf entgegenzunehmen.

Okay, ich weiss, ich sähe ziemlich sonderbar aus mit zwölf Armen. Aber dennoch träume ich da wohl einen alten Menschheitstraum. Wie anders will man sich erklären, dass die Inder eine überaus hässliche vielarmige Göttin namens Kali haben? Ich bin mir sicher, dass diese von einer gestressten Mutter erfunden worden ist. Nun ja, die Idee hat auch ihre Nachteile. So dürfte zum Beispiel die Bekleidungsindustrie Probleme haben damit, uns Mütter elegant einzukleiden. Aber wenigstens hätten die Schneider mal wieder eine Herausforderung. Und wahrscheinlich müsste man auch furchtbar aufpassen, dass sich die vielen Arme nicht ineinander verknoten. Aber wenn ich mal wieder, wie heute früh, verschlafen habe und vor lauter Hetze nicht mehr weiss, wo ich zuerst anpacken soll, dann verwünsche ich die Tatsache, dass ich nur zwei Hände und  zwei Füsse habe. Und dass ich noch immer auf die Lieferung meienr Bestellung warte.

Man komme mir jetzt nicht mit der Ermahnung, ich müsse mich eben nicht verschlafen, dann sei es kein Problem, mit der Grundausstattung an Extremitäten auszukommen. Wie soll man sich denn nicht verschlafen, wenn man die halbe Nacht auf den Beinen gewesen ist, weil Karlsson  eine Grippe aufgelesen hat?

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So also läuft das, ….

…. wenn eine Grossmama die Autorität der Eltern untergräbt. Ich hatte heute das Privileg, live dabei zu sein. Und da keine mir bekannten Personen involviert waren, konnte ich heimlich, still und leise meine Schlüsse ziehen.

Enkel, ca. 5 Jahre alt: Letzte Woche hatte ich Ausschlag. Meine Mama hat gefragt, ob ich Bonbons gegessen hätte.

Nonna: Nickt, lächelt, sagt nicht viel.

Enkel: Mama hat gefragt, ob Nonna mir Bonbons gegeben hätte.

Nonna, gibt sich entrüstet: Ich gebe dir doch nie Bonbons!

Enkel: Mama hat gesagt, ich hätte Ausschlag, weil Nonna mir Bonbons gegeben hat.

Nonna, hämisch grinsend: Von mir bekommst du nie Bonbons. Verstehst du, nie!

Enkel: Aber Mama hat gesagt…

Nonna unterbricht ihn: Nein, ich gebe dir nie Bonbons. Sag das der Mama.

Die Nonna grinst mir schelmisch zu, und sagt mir damit, dass sie sehr wohl diejenige ist, die dafür sorgt, dass der Junge regelmässig Ausschlag bekommt. Ich grinse nicht zurück. Wie könnte ich auch? Dafür bin ich schon viel zu lange Schwiegertochter…

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Halbzeit

Mein Novembertext ist zur Hälfte fertig. Mehr als fünfundzwanzigtausend Worte habe ich geschrieben in der vergangenen Woche.  Ohne mein Blog-Geschreibsel dazuzuzählen. Habe zu wenig geschlafen, zu viel gegessen, um wach zu bleiben, meinen Haushalt schleifen lassen, dass es eine Schande ist. Aber es hat sich gelohnt: Noch nie zuvor war ich so zufrieden, noch nie zuvor habe ich mit einer solchen Gelassenheit auf die zahlreichen Mätzchen meiner Kinder reagieren können, noch nie zuvor habe ich mich so ausgeglichen gefühlt.

Zu dumm nur, dass ich schon die Hälfte geschafft habe. Was mache ich bloss, wenn der November vorbei ist?

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Morgen, Sophie, wird’s was geben…

Morgen, meine liebe Sophie, gibt’s eine Überraschung für dich. Nein, keine neue Rührschüssel, zumindest keine für dich ganz alleine. Etwas viel besseres: Eine kleine Schwester. Ach, rümpf jetzt bitte nicht die Nase, Sophie. Kleine Schwestern sind wunderbar. Nicht, dass ich eine hätte. Aber immerhin bin ich selber eine, eine sechsfache. Und du willst doch nicht etwa behaupten wollen, ich sei nicht wunderbar, oder Sophie? Und falls dir dieser Grund nicht ausreicht, um dich zu freuen, dann frag mal Luise, ob man sich etwas auf dieser Welt sehnlicher wünschen kann, als eine kleine Schwester.

Morgen also wirst du sie bekommen, liebe Sophie. Ich habe sie eigens für dich aufgestöbert in den unendlichen Weiten des Internets, das letzte verkäufliche Exemplar deiner Art, nur wenig gebraucht und unglaublich sympathisch. Deine kleine Schwester sieht fast genau gleich aus wie du, nur etwas jünger, etwas weniger abgekämpft. Aber das haben kleine Schwestern eben so an sich. Dafür haben sie nicht so viel Lebenserfahrung. Natürlich kann sie auch ein paar Dinge, die du nicht kannst, aber das ist kein Grund, eifersüchtig zu werden. Ich bin mir sicher, dass du auch noch ein paar Tricks auf Lager hast, mit denen du die Kleine beeindrucken kannst. Und das mit der Schüssel die ihr euch teilen müsst,  werdet ihr schon miteinander aushandeln können.

Somit ist also alles wieder perfekt. Sophie die Zweite braucht nur noch einen neuen Namen und dann legen wir los mit der Weihnachtsbäckerei.

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Der Musterknabe

Gar nicht so einfach, einen Sitzungstermin mit dem FeuerwehrRitterRömerPiraten zu vereinbaren. Zwischen Mittagessenhinunterschlingen, Pingu-Kassette hören und Spielnachmittag mit dem Nachbarsmädchen, dem man schon vor Jahren versprochen hat, es eines Tages zu heiraten, bleibt nicht gerade viel Zeit für Mama. Aber nachdem die Kindergärtnerin heute angerufen hatte, gab es da noch Einiges zu klären. Zum Beispiel, weshalb er seine Finken – für deutsche Leser: Finken sind Hausschuhe, nicht Vögel, – herumgeschmissen hat. Die weiteren „Vergehen“ bleiben ein Familiengeheimnis. Nur soviel: Überrascht hat mich nichts. So ist er eben, mein FeuerwehrRitterRömerPirat. Und schlimm war es auch nicht, was die Kindergärtnerin da erzählt hat, aber doch wichtig genug, dass ich einen Gesprächstermin mit meinem Dritten ausmachen musste.

Nach dem Mittagessen schenkte er mir gnädigerweise zehn Minuten seiner wertvollen Zeit, wies mich aber jedes Mal, wenn ich Luft holte, darauf hin, dass er jetzt eigentlich viel lieber Pingu hören möchte. Was bedeutet, dass es noch langweiliger ist, mit mir zu reden, als Pingu beim Quasseln zuzuhören. Quä quä! Das Gespräch war dennoch äusserst fruchtbar. So weiss ich jetzt zum Beispiel, dass der FeuerwehrRitterRömerPirat seine Finken nur herumgeschmissen hat, weil er herausfinden wollte, ob sie fliegen können wie Helikopter. Also keine böse Absicht, nur unstillbarer Forscherdrang, physikalische Früherziehung  sozusagen. Deswegen muss man doch nicht gleich die Mama anrufen, liebe Kindergärtnerin! Aber die Wissenschaft hat es eben schwer hierzulande. Ich weiss jetzt auch, dass alle anderen Kinder im Kindergarten die Regeln brechen und dass es dem FeuerwehrRitterRömerPirat fast das Herz bricht, dies mit ansehen zu müssen. Und  furchtbar laut sind die anderen Kinder und sie stören meinen FeuerwehrRitterRömerPiraten beim Nachdenken. Ja, das Leben eines Musterknaben, der umgeben ist von lauter ungehobelten Rabauken, ist nicht einfach.

Da frage ich mich doch, wie mein Sohn mit seinem Alter Ego klarkommt, mit dem säbelschwingenden, herumbrüllenden, sich um sämtliche Regeln foutierenden FeuerwehrRitterRömerPiraten, den er jeweils hervorkehrt, kaum hat er die Schwelle zu seinem Zuhause überschritten. Wie schafft er es nur, tagein tagaus mit einem Jungen im selben Körper zu stecken, der seine Müesliriegel auf dem Sofa isst anstatt, wie befohlen,  in der Küche? Der erst dann das Zimmer aufräumt, wenn man ihm droht, sämtliche Spielsachen in den Keller zu verbannen? Der unverschämt grinst, wenn die Mama ihm eine Standpauke hält? Leider hatte der FeuerwehrRitterRömerPirat keine Zeit mehr, mir diese Fragen zu beantworten. Pingu wartete und die Freundin auch. Ich werde ihn um eine weitere Audienz ersuchen müssen.

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Halten Sie die Klappe, Frau Klum!

Ach, wie schön! Wir dürfen uns mal wieder anhören, was Frau Klum zur Mutterschaft zu sagen hat, oder genauer gesagt dazu, wie man als Mutter so bald als möglich nach einer Geburt wieder durch die Gegend klappern kann. Diesmal will Frau Klum bereits mehr als zwanzig Kilos verloren haben, was gar nicht so einfach sei. Doch mit dem Stress einer Grossfamilie und einem Laufband im Haus schaffe man das, will sie uns weis machen.

Liebe Frau Klum, ich glaube Ihnen kein Wort. Zu lange schon stille ich meinen Hunger mit da einem Bissen aus dem Teller eines meiner Kinder, dort einem angebissenen Brötchen, das vergessen wurde. Zu lange schon überwinde ich meine unglaubliche Müdigkeit mit starkem Kaffee und einem Stück Schokolade. Zu oft habe ich mir vorgenommen, ab jetzt täglich dreissig Minuten Sport zu treiben, doch nach dem alltäglichen Herumrennen schaffe ich es nur noch, meine müden Knochen vor den Computer zu schleppen, um ein wenig zu schreiben. Meine zehn Kilo Übergewicht werde ich trotz meines erfüllten Lebens nur sehr zaghaft los. Wäre es wahr, was Frau Klum sagt, ich bestünde nur noch aus Haut und Knochen.

Also Frau Klum, hören Sie endlich damit auf, zu behaupten, es sei alles ganz eifach. Hören Sie auf, jungen Müttern das Leben schwer zu machen mit Ihrem kranken Schönheitsideal. Sehen Sie endlich ein, dass nur die privilegiertesten Mütter es sich leisten können, sich wenige Wochen nach der Geburt schon wieder nur um sich selber zu drehen. Und dann hören Sie endlich auf, ihre privilegierte Situation zum Mass aller Dinge zu machen.

Und überhaupt: Was ist so schlimm daran, wenn man einer Frau ansieht, dass sie ein paar Schwangerschaften hinter sich hat, dass sie wunderbaren Geschöpfen das Leben Geschenkt hat? Immerhin hätte Peter Paul Rubens seine wahre Freude daran, Frau Klum hingegen würde er links liegen lassen. Und Rubens Frauen hängen immerhin  heute noch in den Museen, während Heidi Klums Klone morgen schon vergessen sein werden.

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Sniff!

„Leider gibt es zur VarioTronic profi überhaupt keine Ersatzteile mehr, nicht einmal mehr die Rührschüssel“, muss ich heute Morgen beim Abrufen meiner Mails lesen. Die „VarioTronic profi“, das wäre dann die Sophie. Und die soll jetzt keine neue Rührschüssel mehr bekommen! Warum stellen die Küchengeräte für die Ewigkeit her und haben dann keine Ersatzteile an Lager? Und wie soll ich das bloss Sophie beibringen? Ich sehe ihr doch an, dass sie arbeiten möchte, Teig kneten, Rahm schlagen, dafür sorgen, dass Vendittis schön rund bleiben. Ich weiss doch, dass sie sich so drauf gefreut hat, auszuprobieren, ob man Luxemburgerli auch in der heimischen Küche herstellen kann. Und jetzt soll nichts daraus werden. Ein trauriger Tag also. Aber ich gebe erst auf, wenn ich das ganze Internet nach einer neuen Rührschüssel abgeklappert habe, wenn ich wirklich sicher bin, dass sich die Schüssel nicht reparieren lässt. Sophie muss bleiben!

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Bleib bei uns, Sophie!

Man sollte doch meinen, eine Küchenmaschine wäre froh darüber, dass sie gebraucht wird. So ein Gerät will doch auch nicht einfach in der Ecke rumstehen. Aber nein, die faulen Dinger machen schlapp, sobald sie mal etwas mehr Teig kneten müssen, als ihnen lieb ist. Ich weiss nicht, wie viele Küchenmaschinen in meiner Küche die Arbeit aufgenommen haben und nach kurzer Zeit wieder weg waren, weil sie den Anforderungen im Hause Venditti nicht gewachsen waren. Memmen waren das, allesamt.

Mit Sophie wird sicher alles anders, dachte ich, als sie eines Tages bei uns einzog. Denn Sophie ist nicht irgend eine dahergelaufene Küchenmaschine, Sophie hat mehr als ein Jahrzehnt lang einen tadellosen Dienst bei Linders verrichtet. Wer schon bei Linders gespiesen hat, weiss, dass Sophie dort keine ruhige Kugel schieben konnte und deswegen traute ich ihr die harte Arbeit in meiner Küche zu. Und ich hatte mich nicht getäuscht. Sophie ist die erste Küchenmaschine, die nicht zusammenzuckt, wenn ich mit meinen Teigzutaten anmarschiert komme. Die Erste, die klaglos knetet, ohne zu stinken, ohne heiss zu laufen, ohne irgendwann entnervt den Geist aufzugeben. Eine wahre Perle, diese Sophie.

Aber Sophie ist eine Frau und Frauen müssen bekanntlich zuweilen ein wenig gehätschelt werden, damit sie ihren Dienst weiter tun. Die einen brauchen ein Wellness-Weekend, um wieder neue Kräfte zu schöpfen, andere lassen sich mit einem ausgiebigen Shopping-Trip neu motivieren, wieder andere sind im siebten Himmel, wenn sie einen Abend lang ungestört lesen dürfen. Sophie, so haben wir feststellen müssen, braucht eine neue Teigschüssel, sonst macht sie nicht mehr mit. Klar wäre die alte noch gut genug, aber nicht für eine Perle, wie Sophie eine ist. Und deshalb hat Sophie einfach eines Tages ihre Schüssel in alle Einzelteile zerfallen lassen, als ich den Teighaken, ganz sachte und mit viel Fingerspitzengefühl,  entfernte. Hat sich einfach so gehen lassen, ein deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl: „Ich bin bereit, für euch zu arbeiten, aber nur, wenn ich eine neue Rührschüssel bekomme.“ Und seither befindet sich Sophie im Streik, denn ohne Rührschüssel nützen alle anderen herausragenden Fähigkeiten nichts. Wenn sie nicht sofort eine neue Schüssel bekommt, macht sie keinen Wank mehr, auch wenn ihr Motor noch längst stark genug wäre.

Hoffentlich hat der Hersteller noch irgendwo eine verstaubte Sophie-Schüssel auf Lager. Denn Sophie ist die erste Küchenmaschine, die ich erst dann ziehen lasse, wenn wirklich Hopfen und Malz verloren sind.

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