Squeamish

War das wiedermal eine Szene. Ein Regenwurm, der sich im Wäschekorb verirrt hatte, – nein, bitte keine Fragen, wie der dahin gekommen ist, sonst werde ich wieder wütend – ein neugieriges Prinzchen, das den Wurm ohne Furcht in die Hand nimmt und eine Mama, die in den höchsten Tönen kreischt. „Nein, Prinzchen, schmeiss diesen schrecklichen Wurm weg! Bitte, weg damit!“ Natürlich stimmt das Prinzchen in das Gekreisch der Mama ein, weil er glaubt, er hätte etwas ganz Böses getan und so stehen wir zu zweit in der Waschküche, kreischend, das Prinzchen heulend, ich den Tränen nahe, das Prinzchen immer noch mit dem Wurm in der Hand. Ich will mich schon aufmachen, um die furchtlose Luise aus dem Bett zu holen, damit sie den Wurm in den Garten befördert, da naht die Rettung in Form meiner Mutter. Ich fühle mich wie eine Dreijährige: Mama muss kommen, um das Prinzchen und mich vor dem garstigen Wurm zu retten.

Nun ja, ich bin eben ein ganz kleines bisschen, ähm, wie soll ich bloss sagen,  ja, squeamish eben. Wer nicht weiss, was squeamish bedeutet, muss sich einfach vorstellen, wie ich kreischend in der Waschküche stehe, dann weiss er es. In der deutschen Übersetzung steckt für meine Ohren einfach zu wenig Gekreische drin…

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