Von Schwiegertöchtern und Schwiegermüttern

Wann genau haben eigentlich die ewigen Grabenkriege aufgehört? Seit der ersten Begegnung war man sich suspekt. Die Junge war zu klein, die Alte zu unfreundlich. So fing es an und noch gehässiger ging es weiter. Jedes Geschenk war ein Affront, zwischen jeder Zeile las man einen Vorwurf, in jeden Blick wurde etwas hineininterpretiert. Und natürlich war jeder Feiertag mit seiner erzwungenen Fröhlichkeit eine Tortur. Noch schlimmer war der Muttertag. Wer hat  mehr Anrecht darauf, gefeiert zu werden? Die Alte, die die anstrengendsten Seiten der Mutterschaft schon längst hinter sich hat, oder die Junge, die noch mitten im Stress steckt? Man redete nie darüber, doch insgeheim dachte jede, sie hätte mehr Beachtung verdient.

Und dann, ganz plötzlich, ist es kein Problem mehr. Nicht, dass man sich viel besser verstehen würde. Die gegenseitigen Besuche sind auch jetzt noch eine eher anstrengende Angelegenheit. Dennoch hat es eine Veränderung gegeben. Die Junge hat begriffen, dass sie auch dann Mutter ist, wenn sie den Muttertag teilen muss. Die Alte ist froh, wenn ihr die Enkel nicht allzu oft das wohlgeordnete Leben durcheinander bringen. So ist inzwischen der Muttertag beiden egal und man lässt einander  in aller Ruhe den freien Sonntag geniessen.

Das beste Spielzeug der Welt

Endlich hat Karlsson mal ein Spielzeug gefunden, das er nicht herumliegen lassen kann.  Eines, das nicht im Regal verstaubt, und vor allem Eines, das ihm keines seiner jüngeren Geschwister kaputt machen kann. Entdeckt haben wir es eher zufällig. Lusie kommt völlig in Tränen aufgelöst angerannt. Auf die Frage, was denn los sei, heult sie: „Der Karlsson will nicht mit mir spielen!“ „Warum denn nicht? Habt ihr euch gestritten?“ „Nein. Er sagt, er will lieber mit seinem Gehirn spielen als mit mir!“

Ein paar Tage später gehe ich zufällig am Fussbalplatz vorbei, als eine Gruppe von Jungen dem Ball hinterher rennt.  Karlsson sitzt einsam am Rande des Spielfelds. Ein Anblick, der jeder Mutter das Herz bricht. Können die denn meinen Sohn nicht mitspielen lassen? Ist es denn so schlimm, dass er nicht der Schnellste ist. Es geht ja hier nicht um einen Weltmeistertitel. Da muss ich doch einschreiten, oder? „Soll ich den anderen sagen, sie sollen dich auch mitspielen lassen?“, frage ich besorgt. „Nein Mama, auf keinen Fall!“ „Warum denn nicht, hast du Angst, sie würden dich auslachen?“. „Aber nein Mama. Ich will doch nur in Ruhe mit meinem Gehirn spielen und hier stört mich mal endlich niemand.“

Schon verstanden, Karlsson. Ich verschwinde ja gleich wieder.

Sorgen

Als Mutter von mehreren Kindern lernt man immer wieder neue Mütter kennen. Viele davon stehen noch ganz am Anfang ihrer Karriere. Meist sind dies sehr angenehme Begegnungen, denn die meisten Mütter sind ja auch sehr vernünftige Wesen. Es ist also fast immer eine wahre Freude, einen Haufen interessanter Frauen kennenzuklernen, die man nicht kennen würde, hätte man keine kleinen Kinder mehr.

Leider nur fast immer, denn zuweilen kommt es zu Begegnungen, auf die man gerne verzichten könnte. „Weisst du, mein Kleiner ist so sensibel. Ich weiss gar nicht, wie ich ihm beibringen soll, dass ich nicht immer Lust habe, mit ihm zu spielen.“, erzählt die Eine. Dass ihr ach so sensibler Kleiner gerade dabei ist, mit Bauklötzen um sich zu schmeissen und damit nur um ein Haar den  Kopf eines Babys verfehlt, kümmert sie einen Dreck. „Meine Kleine will partout keine Petit-Beurres mehr essen. Ich weiss gar nicht, was ich noch machen soll. Sie hat sie immer so gerne gemocht.“, seufzt die andere. Darauf beklagt sich die Erste, dass ihr Kind seine Windel nicht mehr zur gewohnten Zeit voll hat, worauf die Zweite jammert, sie wisse manchmal nicht, wie sie es schaffen solle, ihr Kind bereits um 11 Uhr in den Kleidern zu haben, wenn sie einen Arzttermin habe. 

Meistens beteilige ich mich nicht an solchen Gesprächen. Das Zuhören reicht mir vollauf. Und ausserdem ist mir vollkommen bewusst, dass schon ein einziges Kind es fertigbringt, einen an den Rand eines Nervenzusammenbruchs zu treiben. Doch wenn sie mich dann belehren wollen, weil sie glauben, ich hätte von Tuten und Blasen keine Ahnung, kann ich es mir nicht mehr verkneifen, zu bemerken, mit meinen fünf Kindern verlaufe der Tag auch nicht immer in Minne. Was darauf folgt, ist immer das Gleiche: Zuerst starren sie mich ungläubig an, dann quietschen sie: „Du hast fünf Kinder! Wie schaffst du das nur?“ Dann mustern sie mich von Kopf bis Fuss und murmeln „Respekt!“

Ich will keinen Respekt! Ich will bloss, dass ihr aufhört, über Probleme zu jammern, die keine sind!

Nichts für Skeptiker

Achtung! Diese Geschichte ist nichts fürs Menschen, die finden, man müsse alles immer wissenschaftlich belegen können. Deshalb bitte ich meine Leserinnen und Leser, Beda Stadler nichts zu verraten. Sonst müssen wir uns wieder seine Tiraden anhören.

Nein, es war keine alternative Heilmethode, die dazu geführt hat, dass die Krücken seit fast zwei Wochen nutzlos in der Ecke stehen und ich wieder die Treppe hochrenne, als sei nie etwas gewesen. Es war ein Gebet, und zwar nicht eines bei irgend einem Wunderdoktor, sondern eines mit drei Frauen, die genau wie ich, nicht sicher waren, ob etwas passieren würde. Aber es passierte etwas. Wir waren noch nicht fertig, da knackte es zwei oder dreimal und danach war das Knie wieder so gut wie neu. So schnell, wie der Unfall passiert war, so schnell war alles wieder gut.

Wenn nun die lieben Kinderlein noch so nett wären, mich nicht mit herumliegenden Flaschen zu Fall zu bringen, könnte ich wieder springen wie ein junges Reh.

Qualitätssicherung

Das mit der „Kinderqualität“ will mir einfach nicht aus dem Kopf gehen. Sie wissen schon, der Typ, der im „Beobachter“  behauptet hat, es komme auf die „Kinderqualität“ an, ob ein Kind der Gesellschaft Freude bereite oder nicht. Seitdem ich den Artikel gelesen habe, frage ich mich, was genau das gewöhnliche Kind zum Qualitätskind macht? Genügt es schon, wenn es immer schön brav danke und bitte sagt, oder muss es sich auch entschuldigen können? Oder zählen da ganz andere Qualitäten, zum Besipiel, dass das Kind bereits mit drei perfekte Tore schiesst, dass es grösser ist als andere, oder dass es zur richtigen Zeit am richtigen Ort in die richtige Familie geboren wurde? Oder setzt gar jenes zweijährige Mädchen, das bei Mensa aufgenommen wurde, die Messlatte für Kinderqualität?

Heute, wo alles nach Qualitätssicherung schreit, findet sich bestimmt  demnächst ein Irrer, der festlegt, welche Ziele ein Kind erreichen muss, um als Qualitätskind zu gelten. Und schon bald werden wir unsere Kinder zertifizieren lassen können, unsere Häuser mit Labels schmücken und am ersten Schultag der Lehrkraft stolz belegen können, dass unser Nachwuchs Qualität hat und nicht etwa zum gewöhnlichen Pöbel gehört.

Solche Gedanken lassen mich zuweilen fast wahnisinnig werden. Schaue ich dann aber im Morgengrauen nach dem Stillen mein Prinzchen an, kann ich nur staunen, wie perfekt so ein Menschlein ist und ich freue mich, dass auch er sich nicht in ein Schema pressen lassen wird. Und dann denke ich, dass er, und all die anderen Kinder, eigentlich eine bessere Welt verdient hätten, eine Qualitätswelt, sozusagen.

Was denn nun?

Da soll einer noch drauskommen. Was heute noch richtig war, ist morgen schon genau das Falsche. Nehmen wir zum Beispiel die Frage, ob man ein Baby gleich nach der Geburt baden soll. Bei Kind Nummer eins war das noch keine Frage. Es wurde gebadet, ob man wollte oder nicht. Bei Kind Nummer zwei war Baden nach der Geburt „nicht mehr üblich“, man durfte aber, wenn man unbedingt so altmodisch sein wollte. Bei Kind Nummer drei durften die Eltern selber entscheiden. Bei Nummer vier musste man doch ziemlich lange warten, bis eine Badewanne aufgetrieben war und bei Kind Nummer fünf war Baden ein Fremdwort, das im Wortschatz der Hebamme nicht mehr existierte.

Ähnliches erlebt man derzeit mit der Ernährung. Durften sich die ersten vier Kinder im ersten Lebensjahr einer Erdbeere oder einem Kuhmilchjoghurt nicht auf 500 Meter nähern, heisst es jetzt, man solle den Kleinen ohne Bedenken alles, sogar Nüsse,  zutrauen. Das beuge Allergien vor. Erst noch war das Gegenteil wahr, aber wir Eltern sind ja flexibel. Müssen wir auch sein, denn bei den Kindern ist das ja ähnlich. Gestern war Kartoffelgratin noch das Beste und heute, wo man absichtlich eine dreifache Portion der Leibspeise gekocht hat, bleibt man auf dem Zeug sitzen, weil keiner diesen ekligen Frass auch nur anrührt. Letzte Woche war Brigitte noch die dümmste Kuh auf diesem Planeten, heute ist sie die beste Freundin, die unbedingt bei uns übernachten muss.

Die Flexibilität ist also nicht das Problem. Mehr Kummer bereitet mir, dass jetzt schon absehbar ist, dass wir als Grosseltern auf völlig verlorenem Posten stehen werden. Ich sehe es schon vor mir, das mitleidige Lächeln von Luise, wenn ich ihr erklären werde, die Temperatur eines Babys messe man am besten im Nacken. Wo man doch bereits heute sagt, die Stelle zwischen den Schulterblättern sei viel besser geeignet. Und wie wird das erst mit den Schwiegertöchtern? Als Mutter von vier Söhnen sind meine Zukunftsaussichten da doch ziemlich düster. Der Zoff ist programmiert,  wenn ich meine Enkel dereinst ganz vorschriftsgemäss in der Rückenlage ins Bettchen legen werde. Wo doch bis dahin jeder Depp wissen wird, dass einzig der Kopfstand das Baby vor dem plötzlichen Kindstod schützt. 

Deshalb mein Appell an alle Experten: Bleibt endlich bei eurer Meinung! Ich will meine Enkel auch mal hüten dürfen.

Was wollt ihr denn schon wieder?!

Geht das wirklich jetzt schon los? Da ist man seit man denken kann eine bekennende Nachteule und plötzlich verspürt man diesen unbändigen Drang, morgens früh aufzustehen. Und es ist nicht etwa so, dass man abends den guten Vorsatz fasst, um sich dann am Morgen doch wieder auf die andere Seite zu drehen und weiterzuträumen. Nein, man hüpft tatsächlich aus dem Bett und stürzt sich voller Tatendrang in den Tag. Setzt die senile Bettflucht wirklich schon jetzt ein?

Nun, vielleicht liegt es ja auch nur daran, dass morgens um sechs noch keiner wach ist und man ungestört seinen Gedanken nachhängen kann. Könnte, muss man sagen. Denn egal, wie leise man ist, irgend einer wacht bestimmt auf, um die Ruhe zu stören. Vielleicht das Prinzchen, das sich für einmal dazu entschieden hat, bereits um sechs zu frühstücken anstatt um halb acht. Oder Karlsson, der unbedingt mal in Ruhe über den Wahrheitsgehalt von Asterix-Abenteuern diskutieren möchte. Oder Luise, die momentan alles genau so machen muss wie Mama und deshalb nicht mehr länger schlafen kann. Oder der FeuerwehrRitterRömerPirat, der gemerkt hat, dass heute keine Spielgruppe ist und dass er sich deshalb für einmal beeilen muss, um möglichst viel aus dem Tag herauszuholen. Oder der Zoowärter, der Angst hat, etwas zu verpassen.

Heute aber blieb alles ruhig und schon fast hätte man glauben können, für einmal habe es geklappt mit dem Vorsprung. Himmlische Ruhe! Genau drei Minuten lang. Dann nämlich merkt „Meiner“, dass er wieder mal zu lange liegen geblieben ist und darum braucht er unbedingt jemanden, der ihm seinen Gurt in die Hose einfädelt, während er sich in die restlichen Kleider stürzt. Kann er das nicht selber tun? Sieht er nicht, dass ich am Nachdenken bin?

Nein sieht er nicht. Und dann hat er auch noch die Frechheit, sich zu beschweren, weil der Gurt auf Linkshänderart eingefädelt ist. Wart nur, „Meiner“! Wenn du das nächste Mal bei „Glanz und Gloria“ einpennst (Gibt es das überhaupt, Männer, die ihre Frau damit nerven, dass sie nach „Zehn vor Zehn“ unbedingt noch die Wiederholung von „Glanz und Gloria“ anschauen müssen um besser einschlafen zu können?) werde ich dich fragen, was du über die Abschaffung des Milchkontingents denkst. Und ich werde dich nicht eher schlafen lassen, bis dass du mir eine befriedigende Antwort geliefert hast.

Lass die Tussi raus!

Das war jetzt einfach wieder mal dran. Ein paar so richtig kitschige, geblümte Sommerschuhe mit einem Keilabsatz, der so hoch ist, dass einem fast schwindlig wird beim Gehen. Dazu erst noch überteuert und garantiert ungesund. So richtig unvernünftig eben.

Manchmal muss man beim Schuhkauf einfach zugreifen, wenn echter Kitsch zu haben ist. Auch wenn man schon beim Kauf weiss, dass man mit diesen Dingern hilflos in der Gegend herumstolpern wird und sich am Kinderwagen wird festhalten müssen, um nicht die Balance zu verlieren. Auch wenn „Meiner“ die Nase rümpft und findet, das sei jetzt doch etwas zu viel des Guten. Auch wenn man mit diesen Dingern an den Füssen garantiert nicht das Brombeerbet umgraben kann. Für solche Zwecke hat man ja noch Ballerinas.

Immerhin hat man ja jetzt neun Jahre lang bei jedem Schuhkauf Vernunft walten lassen, hat alles, was hochhackig und schreiend bunt war, links liegen gelassen und sich für die langweiligen Braunen entschieden. Aus Rücksicht auf den Rücken, das Kind im Bauch, den Zweijährigen, der einem garantiert entwischt, wenn man ihm hinterherstöckeln muss. Und in den letzten Wochen auch noch aus Rücksicht auf das Knie, doch wie sich dieses wieder erholt hat, erzähle ich ein andermal.

Nun, so sinnlos der Schuhkauf auch gewesen sein mag, zumindest sind die Dinger pädagogisch wertvoll. Denn ist es nicht längst erwiesen, dass ein Mädchen mindestens einmal in seiner Kindheit die Gelegenheit haben muss, in Mamas Tussischuhen durch die Wohnung zu staksen? Und als verantwortungsbewusste Mutter lasse ich natürlich nicht zu, dass Luise diesen immens wichtigen Entwicklungsschritt verpasst.

Wie bitte? Ob ich in einer Midlife-Crisis stecke? Aber nicht doch. Ich lasse nur wieder mal die Tussi raus.

Komm lieber Mai…

Wissen die nichts besseres mit ihrer freien Zeit anzufangen? Müssen die alle am ersten Mai im Garten malochen, in der Erde wühlen, Setzlinge einpflanzen und den Rasen mähen? So denkst du, wenn du zwischen 5 und 34 Jahre alt bist. Erst neulich wollte mein fünfzehnjähriger Neffe von mir wissen, was die Erwachsenen so toll daran finden, sich den halben Sommer im Garten abzurackern. Ich wusste keine Antwort, denn ich war ja erst 34.

Dann plötzlich dauert es nur noch ein halbes Jahr bis zu deinem 35. Geburtstag und ganz unvermittelt findest du dich am ersten Mai mit der Rebschere im Garten wieder. Du schneidest die Brombeerranken ab, beginnst, die uralten, knorrigen Wurzeln aus der Erde zu buddeln und freust dich darauf, etwas Neues einzupflanzen. Du denkst nach über die ewig gleiche Hässlichkeit der Regenwürmer, findest einen alten Flaschenverschluss, und fragst dich, wer ihn wohl vor vielen Jahren, als du von 35 noch weit entfernt warst, dort liegengelassen hat. Du überlegst dir, ob die Schweinegrippe wohl wirklich so schlimm ist, wie alle befürchten, ob es einen Weg gibt, unliebsame Gemeinderäte abzuwählen, ob du das geblümte Toilettenpapier kaufen sollst oder das Weisse, was wohl aus deinen Kindern werden wird und ob du wiedermal Götterspeise zubereiten sollst.

Und plötzlich weisst du, warum sie alle nicht anders können, die, die 35 und älter sind. Sie wollen nachdenken. Und nachdenken kann man am Besten, wenn man in der Erde buddelt, mit Verbissenheit das Ende der Wurzel sucht und dann mit aller Kraft daran zerrt, die Wurzel  im hohen Bogen auf den Haufen wirft und weiterbuddelt. Würden alle graben, die Welt sähe anders aus.

Ach ja, und wer mich jetzt vor seinem geistigen Auge vor sich sieht, wie ich mit weissen Ballerinas und geblümter Bluse in der Erde herumwühle, liegt genau richtig. Gummistiefel und Faserpelzjacke gibt’s erst, wenn man 40 ist.

Voyeurismus

Luise ist völlig aus dem Häuschen. „Mama, der X hat eine neue Zwetschge!“, verkündet sie, nachdem sie einen entfernten Bekannten,  den wir schon länger nicht mehr gesehen haben, mit seiner angeblich neuen Freundin beobachtet  hat. Als wir ihr nicht so recht glauben wollen, zieht  sie sich wieder auf ihren Beobachtungsposten zurück, diesmal mit Karlsson vom Dach im Schlepptau. Und dieser bestätigt schon bald darauf Luises Beobachtung: „Er hat wirklich eine Neue. Sie hat viel mehr Falten als die Letzte. Dafür sind ihre Lippen nicht so dick.“ Demnach müsste die Neue deutlich älter sein als die Alte. Und dies würde darauf schliessen lassen, dass die Neue die Uralte ist, diejenige, die der X noch vor der Alten gehabt hat.

Leider konnten wir nicht klären, ob die Neue wirklich eine Neue ist, ob die Alte inzwischen deutlich gealtert ist, oder ob die Neue wieder die Uralte ist. Denn als wir uns unseren kleinen Voyeuristen anschliessen wollten, war der X mit seiner „Zwetschge“ schon längst in der Menschenmenge verschwunden.