Wie man sich selber an die Leine legt

„Wenn du mich heute noch einmal am Handy erwischst, darfst du es mir für die ganzen Herbstferien wegnehmen“, sagte er am Abend vor den Ferien. „Du bist aber ganz schön hart mit dir selber. Willst du dich wirklich dieser Versuchung aussetzen?“, fragte ich. Er wollte und natürlich ging es schief. Ich erwischte ihn und das Handy verschwand – auf seinen ausdrücklichen Wunsch – in einem Versteck.

In diesem Versteck war es heute nicht mehr, weil er es aufgespürt hatte. Zu dumm, dass ich ihm schon wieder auf die Schliche kam und so wird halt die handyfreie Zeit auf nach den Herbstferien verlängert.

Manche Kinder sind wirklich unglaublich talentiert darin, sich das Leben schwerer zu machen als nötig.

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Liebe Mitmütter

Glaubt mir, ich weiss nur zu gut, wie einsam und endlos die Tage sein können, wenn die Kleinen noch klein sind. Ich weiss auch, wie unglaublich gut es tut, endlich einmal einen ganzen Abend lang mit Freundinnen unterwegs zu sein. Dennoch muss ich euch sagen, dass es bestimmte Orte gibt, an denen weder ich noch sonst irgend jemand mithören möchte, was ihr einander zu erzählen habt.

Ja, ich weiss, die Ferien im Kinderhotel waren unglaublich toll. Endlich waren eure Knöpfe rund um die Uhr beschäftigt und ihr hattet Zeit zum Lesen. Und dann dieses Buffet! So viel gutes Essen und ihr musstet keinen Finger dafür krumm machen. Und natürlich wollt ihr auch noch über den USA-Trip reden, wo es so tolle Pancakes gab und wo ihr euch all die vielen Kilos, die ihr vorher mühselig abgenommen hattet, gleich wieder angefressen habt. Sogar euer Kleiner, der doch sonst nie etwas essen mag, hat da so richtig reingehauen. Der Schwiegervater hat dann natürlich wieder blöd gemeckert, aber das kennt man von ihm ja nicht anders. Ach, und wo wir schon von den Schwiegereltern reden….

So geht das in einem Fort, mit viel Gekicher und Gejammer und das macht euch so unglaublich glücklich, dass ihr keine Sekunde daran denkt, dass ihr euch die Sauna mit Menschen teilt, die hergekommen sind, um zur Abwechslung mal den Familenalltag hinter sich zu lassen. Also unterhaltet euch gefälligst über Dinge, die eure unfreiwilligen Mithörer auch interessieren. Oder unterhaltet euch am besten gar nicht, denn euer ewiges Geschnatter nervt gewaltig, wenn man versucht, möglichst viel Entspannung in die kurzen kinderfreien Stunden zu packen.

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Ein Ende in Sicht

Wie es unserer Küche gehe, wollte neulich jemand von mir wissen. Sie sei auf dem Wege der Besserung, antwortete ich und das ist sie tatsächlich.

Die Kühlgerät-Komödie hat ein gutes Ende gefunden. Das unnütze Ding, das nach wenigen Monaten bereits seinen Dienst verweigerte, ist auf Kosten der Firma abtransportiert und entsorgt. Das neue Gerät ist so wunderbar, dass mich jedesmal, wenn ich seine Türen öffne, leicht fröstelt, was ja bei einem Kühlschrank eigentlich normal ist, mich aber dennoch überwältigt, weil es sein Vorgänger nicht mehr unter die 10-Grad-Marke schaffte. 

Der Herd meiner Träume ist installiert, Schwiegermamas heilige Pfannen sind entsorgt uns seither wird nur noch in pinkfarbenen und hellgrünen Töpfen gekocht. Eine wahre Freude, die man allerdings immer nur ganz kurz geniessen kann, weil dieses Induktionszeug so wahnsinnig schnell ist.

Das Abwaschen in der Badewanne hat bereits vor einigen Wochen ein Ende gefunden und seit heute steht sogar wieder eine Maschine da, die uns bereitwillig die Arbeit abnimmt.

Wenn alles läuft wie geplant, sollten nächste Woche die Küchenmöbel fertig werden und dann ist er hoffentlich endlich Geschichte, der Umbau, der als eine der nervenaufreibendsten und zugleich eine der wunderbarsten Haushaltangelegenheiten in die Familiengeschichte eingehen wird. Nervenaufreibend, weil wir dabei Murphys Gesetz von vorne bis hinten und wieder zurück durchbuchstabiert haben. Wunderbar, weil immer dann, wenn wir uns nicht mehr zu helfen wussten, von irgendwo ein rettender Engel angeflogen kam, der uns aus der Patsche half. (Wo wir heute ohne diese Engel stünden, möchte ich mir lieber nicht ausmalen…)

Und so überwiegt jetzt, wo das Ende in Sicht ist, die Dankbarkeit, die die den Ärger allmählich verblassen lässt. Wobei er nicht gänzlich vergessen gehen soll, sonst kommen „Meiner“ und ich am Ende noch auf die Idee, uns ins nächste Abenteuer zu stürzen.

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Lest heute wiedermal anderswo

Wir versuchen gerade, endlich in Herbstferienstimmung zu kommen, darum gibt’s heute nur den einen Text von mir und zwar auf hier, auf swissmom.ch.

 

17 Gebote für reisende Teenager

Egal, ob Klassenlager oder Ferienwoche in der Toscana, einige Gebote sollten reisende Teenager beherzigen:

1. Du sollst keinen gestellten Wecker zurücklassen. Erst recht keinen, der ab fünf Uhr früh alle 30 Minuten aufs Neue losgeht. (Dieses Gebot gilt auch für Teenager mit erlesenem Musikgeschmack, die sich von Johann Sebastian Bach, Mahalia Jackson und anderen Grössen wecken lassen.)

2. Wenn du schon Gebot Nummer 1 nicht einhältst, dann sollst du deinen Eltern wenigstens den Code für dein Gerät geben, damit sie den Wecker bis zu deiner Rückkehr zum Schweigen bringen können. 

3. Du sollst nicht die einzige sich im Haushalt befindliche volle Zahnpastatube mit in die Ferien nehmen.

4. Da du Gebot Nummer 3 ohnehin brichst: Du sollst nach deiner Rückkehr die jetzt natürlich nicht mehr ganz volle Zahnpastatube umgehend zurück ins Badezimmer stellen, damit sie der Tube, die deine Eltern in der Zwischenzeit gekauft haben, Gesellschaft leisten kann.

5. Da du dich selbstverständlich auch nicht an Gebot Nummer 4 hältst: Du sollst die jetzt natürlich nicht mehr ganz volle Zahnpastatube nicht bis zum nächsten Aufräumanfall in deinem Zimmer vergammeln lassen.

6. Du sollst nicht erst im letzten Moment vor der Abreise daran denken, dass du noch Kleider waschen musst.

7. Weil du Gebot Nummer 6 ohnehin übertreten wirst: Du sollst deinen Ärger über die zu langsam trocknende Wäsche nicht an deiner Mutter auslassen.

8. Du sollst erst recht nicht von deiner ziemlich grün eingestellten Mutter fordern, sie solle sich endlich einen Tumbler zulegen. 

9. Du sollst nicht klammheimlich das Handykabel deines Bruders mitnehmen.

10. Du sollst die allerbeste, bei sämtlichen Familienmitgliedern beliebte Haarbürste zu Hause lassen. 

11. Du sollst die Frage „Hast du uns vermisst?“ nicht wahrheitsgetreu beantworten, es sei denn, du hättest vor lauter Heimweh die ganze Woche nichts essen mögen. 

12. Du sollst nicht behaupten, du hättest nichts mehr anzuziehen und müsstest ganz dringend shoppen gehen, ehe du deinen Koffer ausgepackt hast. (Dieses Gebot gilt auch dann, wenn dein Koffer drei Monate nach deiner Rückkehr noch immer in deinem Zimmer vor sich hin gammelt.)

13. Du sollst den Proviant, den du auf der Hinreise nicht hast aufessen mögen, nicht mehr mit nach Hause nehmen. 

14. Du sollst keine Käfer und Seuchen aus dem Klassenlager mit nach Hause bringen.

15. Du sollst deine Packliste vor der Abreise sehr genau durchlesen und überprüfen, ob du alles dabei hast.

16. Weil du auch Gebot Nummer 16 missachtest: Du sollst nach deiner Heimkehr nicht jammern, du hättest es ohne Regenjacke, Sonnencreme und Shampoo kaum ausgehalten. 

17. Du sollst dich nach der Rückkehr nicht über Schlafmangel beklagen. Es hat dir keiner befohlen, bis tief in die Nacht mit den anderen zu quatschen.

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Lehrgeld

Die Krautfäule ist beileibe keine Unbekannte für mich. Im Gegenteil. Ihr sind schon so viele meiner geliebten Tomaten zum Opfer gefallen, dass ich mir dieses Jahr mit meinem Kolumnenhonorar ein grosses Gewächshaus geleistet habe, um den Pflanzen ein schützendes Dach zu bieten. Diesmal würde ich nicht mit ansehen müssen, wie eben noch wunderschöne Tomaten plötzlich braun und unansehnlich werden, des war ich mir sicher.

Leider habe ich einen gravierenden Fehler begangen: Ich habe Ferien gebucht. Die drei Wochen Schweden im Juli waren des Guten zu viel für meine verwöhnten Nachtschattengewächse. Wie konnte ich es wagen, die langen Sommerabende im Norden zu geniessen, während sie mit voller Kraft Blattwerk, Zweige und Blüten produzieren mussten? Aus Protest gegen die schändliche Vernachlässigung hoben sie die Dachfenster des Gewächshauses aus ihrem Angeln. Erst sah es so aus, als wäre diese Racheaktion folgenlos geblieben, doch irgendwann letze Woche war nicht mehr zu übersehen, dass sich die Fäulnis breit macht, wo der Regen eingedrungen ist. Was blieb mir da anderes übrig, als radikal durchzugreifen, um zu retten, was noch nicht befallen ist? Beim Wegräumen der kranken Pflanzen wurde mir schmerzlich bewusst, dass uns die diesjährigen Sommerferien nicht nur eine ganze Stange Geld, sondern auch kiloweise Tomaten gekostet haben. 

Na ja, immerhin zeigt sich jetzt, wo das Tomatengestrüpp beseitigt ist, dass es den Peperoni, die ebenfalls im Gewächshaus wohnen, ganz prächtig geht. Und weil der Dschungel nun gelichtet ist und die Herbstsonne so richtig durchs Dach scheinen kann, darf ich immerhin hier auf eine reiche Ernte hoffen. 

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Näher

Sie können den Moment, in dem sie sich für ein paar Tage von dir verabschieden, kaum erwarten.

Sie finden es peinlich, wenn du sie noch einmal umarmen willst, bevor sie wegfahren.

Sie lachen dich aus, wenn du sagst, sie sollten gut auf sich aufpassen.

Sie lachen erst recht, wenn du fragst, ob sie dich vielleicht doch ein kleines bisschen vermissen werden.

Sie geben dir das Gefühl, ohne dich sei ihr Leben so viel spannender und lustiger.

Und doch greifen sie, kaum sind sie ein paar Stunden von zu Hause weg, zum Handy, um dir zu erzählen, was sie tagsüber alles erlebt haben. 

Manchmal bist du ihnen halt einfach näher, wenn sie etwas weiter weg sind.

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Ein bisschen Selbstbeweihräucherung

Wenn man, wie ich, ziemlich selten unter die Leute kommt, vergisst man so leicht, dass man auch ein paar herausragende Fähigkeiten hat. Um nicht auf die Idee zu kommen, ich sei ein ganz und gar untalentiertes, nutzloses Mitglied unserer Gesellschaft, habe ich angefangen, im Alltag speziell darauf zu achten, in welchen Punkten ich die lieben Menschen, mit denen ich mein Haus teile, um Längen übertreffe.

Ich könnte jetzt natürlich damit anfangen, die offensichtlichen Dinge wie das Aufschrauben von herumliegenden Zahnpastadeckeln oder das Abwimmeln von Telefonverkäufern nennen, aber da mir „Meiner“ in diesen zwei Disziplinen inzwischen dicht auf den Fersen ist, kann ich mich damit leider nicht mehr so richtig brüsten. Klar, ab und zu landet bei ihm noch ein „Candida“-Deckel auf einer „Elmex“-Tube, was dann natürlich eine Sauerei gibt, aber dafür ist er inzwischen noch gerissener als ich, wenn es darum geht, unliebsame Werbeanrufe abzuklemmen. Er gibt jetzt einfach vor, er spreche kein Deutsch und falls mal jemand auf die Idee kommt, ihm auf Italienisch zu antworten, tut er so, als glaube er, mit dem Pizzalieferdienst zu reden, was die Anrufer komplett verwirrt.

Selbstverständlich gibt es aber andere Bereiche, in denen ich nicht zu übertreffen bin. So bin ich zum Beispiel die einzige Person im Hause, die in der Lage ist, eine WC-Papierrolle zu wechseln. Ich weiss, das schüchtert euch jetzt ein wenig ein, denn das ist nun wirklich eine Sache, die kaum ein Mensch auf diesem Planeten richtig beherrscht, aber ich kann das tatsächlich. Wenn’s sein muss sogar bei ganz unterschiedlich konstruierten Rollenhaltern. Zuweilen gar mehrmals täglich, ganz ohne Ermüdungserscheinungen. Jawohl, so gut bin ich in dieser Disziplin.  Und ich kann die Rollen nicht nur wechseln, ich kann die leeren Kartonröllchen auch am richtigen Ort entsorgen. Ich schmeisse die Dinger  nicht in die Badewanne oder unter das Regal, das neben der Toilette steht, sondern ich bringe sie in die Küche, wo der Sack mit dem Altpapier steht.

Noch so ein Bereich, in dem ich unangefochtene Meisterin bin: Leere Seifenspender auffüllen. Der Einfallsreichtum meiner Mitbewohner kennt keine Grenzen, wenn es darum geht, diese Herkulesaufgabe zu vermeiden. Manche bedienen sich bei leerem Seifenspender schamlos am Duschgel, das nebenan bei der Badewanne steht, andere nehmen den Umweg zur Küche auf sich, um ihre Hände doch noch mit Seife in Berührung zu bringen, wieder andere glauben, ohne Seife könne man das ganze Theater mit dem Händewaschen gleich bleiben lassen. Hauptsache, sie müssen sich nicht mit mir in der Kunst des Nachfüllens messen. Sie hätten ja ohnehin keinen Stich gegen mich, wo ich doch so unglaublich begabt bin auf diesem Gebiet.

Es gibt noch viele weitere Dinge, die ich so viel besser kann als meine Mitbewohner: Zwetschgensteine wegwerfen, die WC-Bürste bedienen, leere Flaschen in den Entsorgungseimer schmeissen, die Butter in den Kühlschrank legen, Stühle zum Tisch schieben, heruntergefallene Handtücher aufheben und wieder an ihren Platz hängen, vor dem Essen Untersetzer für die heissen Pfannen bereitlegen, Schuhe ins Regal stellen und noch ganz viele andere Dinge. Kaum zu glauben, wie vielseitig ich bin.

Als echter Profi ist mir aber die Nachwuchsförderung sehr am Herzen gelegen. Bei allem Stolz auf die oben genannten Fähigkeiten hätte ich doch nichts dagegen, meinen Podestplatz mit den anderen zu teilen. Darum bemühe ich mich nach Kräften darum, mein Wissen und meinen reichen Erfahrungsschatz mit meinen Mitbewohnern zu teilen.

Leider ist „Meiner“ bis anhin der einzige, der ehrgeizig genug ist, um meinen Podestplatz ernsthaft zu gefährden. 

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So, wie wir nie sein wollten…

Schwimmkurs-Saison, wie wir sie uns vorstellen:
Am späten Mittwochnachmittag karren wir die Kinder, die noch Schwimmunterricht benötigen, zum Schwimmbad, sorgen dafür, dass sie sich umziehen und machen uns dann aus dem Staub, um zu erledigen, was sich innerhalb von vierzig Minuten eben so erledigen lässt. Pünktlich zum Kursende sind wir wieder zurück, um die nassen Kinder in Empfang zu nehmen. Vielleicht schaffen wir es gelegentlich auch mal ein paar Minuten früher, so dass wir kurz zuschauen können, wie das so läuft im Schwimmkurs.

Schwimmkurs-Saison, wie sie sich das Prinzchen – unser letzter Nochnichtganzschwimmer – vorstellt:
Am späten Mittwochnachmittag karren „Meiner“ und ich das Prinzchen zum Schwimmbad, begleiten ihn zum Umziehen, setzen uns dann zu allen anderen Eltern an den Rand des Schwimmbeckens, um jede einzelne Bewegung unseres selbstverständlich überaus talentierten und zum Olympiasieger prädestinierten Wunderkindes zu bewundern. Nach dem Kurs gibts haufenweise Lob und ein Brötchen für den völlig entkräfteten zukünftigen Superstar.

Wie der Kompromiss aussieht:
„Meiner“ lädt mich auf dem Weg zum Schwimmbad bei der Migros ab, damit ich schon mal mit dem Wocheneinkauf anfangen kann und karrt dann das Prinzchen zum Kursort, wo das Kind sich selbständig umziehen und in die Schwimmhalle begeben muss. Danach kaufen „Meiner“ und ich gemeinsam ein und weil wir inzwischen so geübt sind darin, unseren Einkaufswagen mit dem Nötigen zu füllen, schaffen wir es gerade noch, während der letzten zehn Minuten des Schwimmkurses mit allen anderen Eltern am Beckenrand zu sitzen, um so zu tun, als würden wir jede einzelne Bewegung unseres ganz und gar durchschnittlich begabten Nochnichtganzschwimmers zu bewundern.

Das Prinzchen ist glücklich mit diesem Kompromiss, denn so muss er nicht das einzige Kind in der Gruppe sein, das ohne elterliche Bewunderung schwimmen lernt. Wir hingegen fühlen uns wie die letzten Deppen, weil wir eigentlich der Meinung sind, unser Kind könne auch ohne unser andauerndes „Bravo, gut gemacht, Prinzchen!“ lernen, sich über Wasser zu halten.

Und trotzdem sitzen wir da und starren mit verzücktem Lächeln aufs Wasser…

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Nervensäge

„In deinem Alter ist man eigentlich nicht so richtig sich selber. Du kannst mir glauben, ich rede da aus Erfahrung.“

„Mach bloss keine Witze über mein Alter. Zweimal blinzeln und du bist auch schon vierzig.“

„Wenn du mal Kinder hast, wirst du mich verstehen.“

„Das nennst du modern? Genau so liefen wir in den Neunzigern auch rum.“

„Eines Tages wirst du wünschen, du hättest die viele Zeit noch, die du heute sinnlos vergeudest.“

„Du solltest dir wirklich Zeit nehmen für ein richtiges Frühstück. Glaub mir, der Tag wird so viel besser, wenn du etwas Gesundes im Magen hast. Wie? Du hast keine Zeit dafür? Dann steh doch einfach zehn Minuten früher auf.“

„Fang frühzeitig an zu lernen. Ich habe ja viel zu spät begriffen, was man mit Lernen alles erreichen kann, also mach nicht den gleichen Fehler wie ich.“

Manchmal, wenn ich mir beim Moralisieren zuhöre, sage ich nachher zu mir selber: „Ich glaube, wenn ich ein Teenager wäre, ginge ich mir ziemlich auf den Geist.“

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