Mummy?

Diese Anfrage hat mich zutiefst verunsichert: Ob ich vielleicht an einem Mummy-Blogger-Event zur Lancierung eines neues Putzmittels teilnehmen wolle, fragte eine Kommunikationsagentur an. Auf dem Programm steht Cupcake-Backen mit einer bekannten Mummy-Bloggerin, danach wird gemeinsam die Küche geputzt, natürlich mit dem Produkt, das an die Frau gebracht werden soll. „Und keine Angst“, so schreibt die Frau von der Agentur vermutlich augenzwinkernd, „die Cupcakes, nicht das Putzen, werden die Hauptaktion sein.“ Hihihi! Ihr, meine lieben Leser, hättet auch noch etwas davon. Ich dürfte nämlich nicht nur viele lobende Zeilen über das sensationelle Produkt veröffentlichen, ich dürfte auch ein paar Putzmittel verlosen.

Seitdem ich diese Nachricht gelesen habe, geht mir eine Frage nicht mehr aus dem Kopf: In welchem meiner rund 1800 Texte, die ich in den vergangenen Jahren hier geschrieben habe, habe ich den Eindruck erweckt, in meinem Leben drehe sich alles um perfekte Sauberkeit und noch perfekteres Backwerk? Okay, ich backe gern – anständige Cupcakes bringe ich trotzdem nicht zustande -, Putzen muss ich gezwungenermassen auch, was hier hin und wieder durchschimmert, und natürlich erfährt man so mehr oder weniger zwischen den Zeilen auch, dass ich Kinder habe. Aber macht mich all dies wirklich zur „Mummy-Bloggerin“ (Wenn ich nur schon dieses Wort lese….grrrrrrrrrr!)?

Bitte, bitte, bitte sagt mir, dass ihr hier nur mitlest, weil ihr mein virtuelles Geschwätz soooooooooo unglaublich tiefsinnig und humorvoll findet und nicht, weil ihr hier die perfekte „Mummy“ zu finden hofft, die euch zeigt, wie ihr euren Liebsten trautes Heim, Glück allein und dergleichen bieten könnt. Letzteres würde mich nämlich dazu zwingen, die Bloggerei umgehend einzustellen und was würde ich dann mit meiner Zeit anfangen? Am Ende käme ich noch auf die Idee, zu putzen…

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15 Kommentare zu “Mummy?

  1. Liebe Tamar, als dreifache und berufstätige Mutter ist mein Alltag deinem oft sehr ähnlich. Es tut mir einfach gut, deine täglichen Bloggs zu lesen und zu wissen, da gibt es nochmals jemanden, dem es genau so geht wie mir. Mach weiter so bisher! Lieber Gruß Sabine

    • Liebe Sabine
      So schön, von dir zu lesen! Es freut mich sehr, dass das, was ich zuweilen so haarsträubend finde, auch anderen Müttern nur zu bekannt vorkommt.
      Liebe Grüsse (auch von „Meinem“)
      Tamar

  2. Umgekehrt – umgekehrt! Wenn du die perfekte Mummy wäret, dann würde mich zu sehr deprimieren, als dass ich deine Beiträge geniessen könnte. Wenn sich aber jemand jeden Tag auf Neue, quasi mit dem Messer zwischen en Zähnen, dem herausfordernden Alltag stellt, dann inspiriert das. Nicht nur mich, wie es scheint. Also werd um Gottes willen nicht perfekt!

    • „Mit dem Messer zwischen den Zähnen“ – Dieses Bild gefällt mir ausserordentlich gut.
      Keine Angst, die Sache mit der Perfektion kommt erst wieder, wenn ich pensioniert bin und Zeit habe, meine Chromstahlabdeckung zu polieren, bis ich mich darin spiegeln kann.

  3. Keine Angst, Muddi! Mummy. Da würd ich auch ne Sinnkrise bekommen. Aber sieh es als Kompliment: Du schreibst einen tollen glaubwürdigen Blog. Und itgendjemand hat da was falsch verstanden. Das gibts 😉

  4. bei mommy-bloggerin stellen sich bei mir auch die nackenhaare und irgendwelchen putzparties bin ich bisher erfolgreich aus dem wege gegangen… also, wehe du machst sowas…
    liebe grüsse
    christa

  5. Pingback: Auch ich habe einen Preis | Beautiful Venditti - Grossfamiliengroove à discrétion

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