Wer sich mit dem Gedanken trägt, sich demnächst fortzupflanzen, soll jetzt bitte nicht weiterlesen. Es wird nicht mein romantischster Blogeintrag. Andererseits kann es ja nichts schaden, mit offenen Augen an das Abenteuer Kinder heranzugehen. Also, ihr noch-Kinderlosen: Entscheidet selbst, ob ihr euch diesen Post über die schlimmste Nacht meines Lebens antun wollt. Aber gebt danach nicht mir die Schuld, wenn ihr euch gegen Kinder entscheidet. Ihr habt euch selber fürs Lesen entschieden.
Nachdem wir gestern völlig unerwartet vom Norovirus heimgesucht wurden, hing schon bald auch ich über der Kloschüssel. Unwesentlich später war auch „Meiner“ dran, und dazwischen immer mal wieder Luise. War das ein Gedränge! Ich entschied mich, auf dem Sofa zu nächtigen, um einen Vorsprung aufs WC zu haben. Was dazu führte, dass ich zur ersten Anlaufstelle wurde für alle, die etwas loswerden wollten. Um ein Uhr nachts stand Luise da, kreideweiss und völlig elend. Ich schickte sie zu Papa ins Bett, weil ihr Bett…., nun ja, nennen wir es leicht schmutzig, war. Vierzig Minuten später war der FeuerwehrRitterRömerPirat da, von oben bis unten vollgekotzt. Irgendwie schaffte ich es, mich vom Sofa aufzurappeln, sein Bett sauber zu machen und ihm ein neues Pyjama zu bringen. Wiederum zwanzig Minuten später stand der Zoowärter heulend auf der Matte und verlangte, eine CD hören zu dürfen. Durfte er aber nicht. Nachts um halb drei machen wir das gewöhnlich nicht. Dafür aber durfte der Zoowärter sich vollkommen entkleiden und eine Dusche nehmen, weil seine Windel…. Nun ja, sie war mehr als voll, wenn ihr wisst, was ich meine. Während ich den Zoowärter reinigte, hing „Meiner“ mal wieder über der Kloschüssel.
Danach herrschte Ruhe. Bis gegen sechs Uhr früh Karlsson erschien. Er, der seit langer Zeit nichts mehr dergleichen tut, hatte sein Bett nass gemacht. Ab in die Badewanne mit dem Jungen und weiter dösen. Bis ein leichenblasser FeuerwehrRitterRömerPirat wünschte, neben Mama weiterzuschlafen. Etwas später dann ein Prinzchen mit ebenfalls viel zu voller Windel, dann wieder ein Zoowärter, ebenfalls nicht im saubersten Zustand. Dazu eine jammernde Luise und ein ziemlich lädierter „Meiner“, der es aber immerhin schaffte auf die Füsse zu kommen, was mir wegen der elenden Gliederschmerzen nicht mehr gelingen wollte. Na ja, irgendwie hatte ich mir das Wochenende etwas anders vorgestellt. Zumindest hat uns „Meiner“ inzwischen mit Cola und Zwieback eindecken können.
Wundert sich noch jemand, dass ich jeglicher Art von Fäkal-„Kunst“ nichts abgewinnen kann? Die „Künstler“, die meinen, sie müssten mit dem Verschmieren von Körpersäften und Fäkalien provozieren sollen sich bitte ein paar Kinder anschaffen. Dann werden sie bald erkennen, dass man damit niemanden provoziert. Zumindest nicht so provoziert, wie sie zu provozieren meinen.
Ach und übrigens: Herzlichen Dank für alle guten Wünsche. Im Moment sind wir noch nicht auf dem Damm, aber wir arbeiten dran…









